Ansichten eines Informatikers

Frisch geteufelt, gehörnt, sataniert und aus dem Fenster gesprungen

Hadmut
29.7.2026 18:14

Österreich entwickelt sich auch nicht zum Guten.

Da ist ganz dringend ein Exorzismus erforderlich.

In Wien sollte ein schwer traumatisiertes, 12-jähriges Mädchen von einer Einrichtung des Vereins Pro Child zum neuen Träger Homebase gebracht werden. Ur-Meldung wohl von der Kronen-Zeitung hier, hier und hier.

Der Punkt daran ist, und das war klar kommuniziert und aktenkundig: Die Kleine war mehrfach missbraucht worden und hatte deshalb panische Angst vor Männern. Es war dringend angeraten worden, dass bei der Übergabe, nur Frauen anwesend sind.

Eigentlich verständlich und nicht übermäßig kompliziert. Klare Sache.

Von Homebase kam aber nicht einfach nur ein Mann, sondern ein Satanist. Tattoos im Gesicht, Satanisten-Pentagramm auf der Stirn, durchlöcherte Ohren, und abschraubbare Teufelshörner. Womöglich der auf dem Bild im erstgenannten Artikel.

Doch angeblich machten „personelle Schwierigkeiten“ diese Vorsichtsmaßnahme unmöglich. Stattdessen erschien dem Bericht zufolge der Geschäftsführer von Homebase persönlich – ein auffällig tätowierter und gepiercter Mann mit Bart, Fleischtunneln und aufschraubbaren Hörnern an der Stirn. Warum wurde angesichts der bekannten Angststörung des Kindes überhaupt ein Mann mit der Abholung betraut? Noch dazu jemand mit Teufelshörner und Satanisten-Pentagram auf der Stirn!

Was dann geschehen sein soll, macht fassungslos. Laut dem Gedächtnisprotokoll eines Whistleblowers schloss sich das verängstigte Mädchen in seinem Zimmer ein. Der Geschäftsführer habe ihr daraufhin ein Ultimatum gestellt. Öffne sie nicht freiwillig, werde er das Zimmer betreten – „ob sie wolle oder nicht“.Für ein mutmaßlich missbrauchtes Kind mit panischer Angst vor Männern muss eine solche Ankündigung wie eine massive Bedrohung gewirkt haben. Die Zwölfjährige geriet offenbar völlig außer sich, kletterte aus einem Fenster im ersten Stock und sprang auf den Beton. Schwer verletzt soll sie anschließend gerufen haben: „Ich sterbe lieber, als mit dem mitzugehen.“

Die Wiener Rettung bestätigte der Zeitung den Einsatz. Das Mädchen erlitt demnach schwere Verletzungen, darunter Knochenbrüche an Armen und Beinen. Berichtet wird von einem Polytrauma.

Brüller:

Schon früher hätten bei der MA 11 alle Alarmglocken schrillen müssen, denn Warnhinweise rund um das Logo von Homebase hätte es gegeben. Dieses zeigt einen Teufel mit Schwingen, der sich zwei Kinder mit Heiligenscheinen holt. Noch einmal zur Erinnerung: Homebase arbeitet mit Heranwachsenden aus dem Hochrisikobereich. Der Stadt Wien gefiel dieses Logo gar nicht – aus dem Büro Emmerling heißt es: „Das in der ,Krone’ vom 27. 7. abgebildete Logo des Vereins Homebase wurde von der MA 11 im Rahmen des Bewilligungsverfahrens untersagt.“ An der Zusammenarbeit änderte das aber nichts. Verschwunden ist das Teufelslogo ebenfalls nicht, berichtet die „Krone“

In Wien kümmert sich also ein Satanistenverein um missbrauchte, traumatisierte kleine Mädchen.

Oder man könnte sagen, die Mädchen werden an den Verein verfüttert.

Die Kronenzeitung:

Bemerkenswert ist auch der kometenhafte Aufstieg des Vereins Homebase, der Anfang 2025 noch völlig unbekannt war. Die MA 11, unter der politischen Leitung von Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos), schwärmt in einer ersten Stellungnahme von Homebase in den höchsten Tönen: „Der Verein erhielt ursprünglich eine Bewilligung für die Betreuung von Minderjährigen aus anderen Bundesländern und erarbeitete sich in kurzer Zeit einen guten Ruf.“

Die Behörde erklärt den Stellenwert der Organisation: „Mit Stand 1. April 2026 wurden zehn Wiener Kinder vom Verein betreut. Davon werden acht Kinder und Jugendliche in sozialtherapeutischer Einzelbetreuung betreut. Zwei Jugendliche im Rahmen vom betreuten Wohnen.“ Das Alter der Kinder und Jugendlichen liegt zwischen neun und 15 Jahren.

Besonders spannend ist die finanzielle Entwicklung. Lagen die Ausgaben der Stadt für Homebase im Juni 2025 noch bei 44.077 Euro, waren es im März 2026 bereits 386.093 Euro. Höchststand im Jänner 2026 mit 415.094 Euro. Die Tagsätze pro Kind bewegen sich zwischen 869 und 1235 Euro.

Familiäre Verknüpfung „war offengelegt“

Wohl nicht besonders schädlich dürfte die familiäre Verknüpfung von Homebase mit der MA 11 sein – denn in der Behörde der Stadt Wien arbeitet der Vater des Geschäftsführers des urplötzlich so erfolgreichen Vereins als Personalvertreter. Für die Stadt kein Problem: „Dies war offengelegt. Der Personalvertreter war in keiner Weise, mittelbar oder unmittelbar, in Entscheidungen bezüglich des Vereins Homebase eingebunden.“ Der Verein selbst war zu keiner Stellungnahme bereit.

Die Stadt Wien zahlt einen Verein, dessen „pädagogischer Geschäftsführer“ ein Satanist mit Pentagramm auf der Stirn und – abschraubbaren – Teufelshörnern ist, und verfüttert kleine, traumatisierte Mädchen an ihn.

Die brauchen dort einen ziemlich großen Exorzismus.

Und nein, mit dem würde ich auch nicht mitgehen.