Ansichten eines Informatikers

Warum studiert Karla Politikwissenschaft?

Hadmut
10.7.2026 12:30

Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht.

Ein Leser verweist auf einen Artikel in der WELT, Finanznot frisst Studienerfolg, und fragt an, warum die überhaupt studiert, und was die mit diesem Nutzlosstudium mal anfangen will:

Zu Beginn ihres Studiums pendelte Karla. Für die Strecke vom Elternhaus auf dem Land zur Uni nach Köln brauchte sie etwa 45 Minuten. Mit dem Auto. Mit Bahn und Bus wären es gut zwei Stunden gewesen. Folglich kam es einer Katastrophe gleich, als ihr Auto den Geist aufgab. Die Reparaturkosten, rund 700 Euro, „fühlten sich an wie ein Schlag in die Magengrube“, so erzählt die 22-jährige Politikwissenschaftlerin, die als erste ihrer Familie studiert.

Rücklagen hatte sie nicht. „Und meine Eltern verfügen über ein niedriges Einkommen, da war nicht viel zu holen. Also habe ich gelernt, eisern zu sparen. Sogar beim Essen. Und ich habe mir die Füße wundgelaufen, um ein Zimmer in Köln zu finden und das Pendeln zu beenden.“ Das gelang. Für 600 Euro monatlich. Doch Umzug und Kaution rissen das nächste tiefe Loch in den Geldbeutel. Als Lösung blieb nur eins: Schulden. Zwischenzeitlich gut 4000 Euro.

Warum studiert diese Frau überhaupt?

Weiß ich nicht. Schlimmer: Sie weiß es wohl selbst nicht. Sie manövriert sich in eine lebenslange Nutzlosigkeit, um dann dem Steuerzahler auf der Tasche zu liegen. Noch zu meiner Zeit haben solche Frauen mittlere Reife, oder vielleicht schon Abitur gemacht und dann einen Ausbildungsberuf ergriffen, eine Lehre gemacht. Wurden dann Verwaltungsfachangestellte, Arzthelferin, Einzelhandel oder irgendetwas in der Art. Oder einfach Ehefrau und Mutter.

Die hatten damit etwas Sinnvolles zu tun, haben einen ordentlichen Beruf erlernt, und als Azubi schon in der Ausbildung Geld bekommen. Und wir hatten keinen Fachkräftemangel.

Der Brüller aber kommt erst noch:

Die Studentin, die bei einer politischen Studentenorganisation mitarbeitet, …

Warum geht sie nicht erst einmal für ihren Lebensunterhalt arbeiten? Für so einen Scheiß hat sie Zeit, aber will Geld vom Steuerzahler?

Auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) beklagt die materielle Not bei Studenten. Dessen NRW-Vorsitzende Vanessa Wafzig, eine 25 Jahre alte Sozialwissenschaftlerin, hat ebenfalls als erste ihrer Familie ein Studium aufgenommen und entschied sich – auch aus finanziellen Gründen – für die Uni im kleinen Siegen. Wafzig beobachtet, der monetäre Druck bedeute „für viele Studenten eine psychische Belastung, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt“.

Wenn dann noch eine außerplanmäßige Ausgabe wie der Kauf eines neuen Laptops hinzukomme, „kann das zu einer erheblichen Herausforderung werden“. Natürlich gebe es auch „vergleichsweise vermögende Kommilitonen, aber für viele sind regelmäßiges Arbeiten und Verschuldung fast alternativlos“. Die EY-Studie bestätigt das. Demnach arbeiten 59 Prozent aller Studenten.

Was genau ist daran jetzt verkehrt, im Studium nebenher zu arbeiten?

Und wieso sollte es „alternativlos“ sein, wenn man es auch einfach bleiben lassen und ein Lehre, einen Ausbildungsberuf machen kann?

Warum schieben wir überhaupt so viele Leute in völlig nutzlose Müllstudiengänge wie Politik- und Sozialwissenschaften?

Was soll das alles?

Und dann kommt der Merz und sagt, wir müssen mehr arbeiten, während man gleichzeitig massenhaft Leute, vor allem junge Frauen, darauf abrichtet, niemals zu arbeiten und arbeiten zu können?