Selbstmord durch Piloten
Vom ausnahmsweise unerweiterten Suizid.
Die Diskussion gibt es ja schon länger: Verüben Piloten Selbstmord, indem sie das Flugzeug crashen? Samt Passagieren?
Die Diskussion flammte auf, als ein deutscher Pilot eine German Wings-Maschine in den französischen Alpen gegen die Wand geflogen haben soll, aber auch in Indien und bei der verschollenen malayischen Maschine, auch in einigen anderen Fällen wurden vermutete absichtliche Abstürze diskutiert.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich damals bei dem German Wings-Fall den Kommentar eines Piloten gelesen habe, dass man so etwas einfach nicht tut. Wenn man nicht mehr wolle, dann könne man sich irgendeine alte Cessna oder so etwas schnappen und dann fliege man eben alleine irgendwohin und komme eben nicht wieder, aber man müsse da keine anderen mit sich reißen. (Stichwort auch 9/11.)
Wobei die Luftfahrt durchaus auch materialschonendere Wege liefert, um sich zu verabschieden, ohne den Suizid zu erweitern. Man braucht kein Flugzeug. Es genügt eigentlich die vertikale Komponente. Von oben nach unten reicht völlig. Wissen wir seit Möllemann, dem Rücksichtsvollen.
In Argentinien ist es gerade zu einem bizarren Fall gekommen.
Naja, also Fall im doppelten Sinne.
Fluglehrer und Flugschülerin waren in einer Cessna C-150 unterwegs, Ausbildungsflug.
Mitten im Flug fängt der Fluglehrer an, seinen Kram zusammenzupacken, packt auch sein Handy ein, öffnet den Gurt, sagt noch zur Flugschülerin „You know what to do, keep moving forward.“ Setzt noch den Kopfhörer ab, macht die Tür auf und springt raus.
Nix Fallschirm oder versteckte Kamera. Nee. Einfach so batsch und tot. Soll in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.
Die Flugschülerin konnte die Maschine landen.
Immerhin: Der Schülerin ist nichts passiert, und der Cessna geht es auch gut.