Ansichten eines Informatikers

Argumentation durch Grinsen

Hadmut
1.7.2026 12:45

Fällt mir gerade wieder auf.

Es gibt ja so jede Menge Leute, besonders Frauen, die an die Stelle einer inhaltlichen Argumentation das Grinsen, oder im weiteren Sinne, emotional orientierte Mimik und Gestik setzen. Ulrike Hermann ist so ein Fall, aber es gibt viele.

Die erzählen irgendeinen Mist, aber anstatt ihre Ansicht zu begründen, setzen sie so ein „wir freuen uns alle, denn es ist Weihnachten und jetzt gibt es die Geschenke“-Grinsen auf.

Ich habe das so oft beobachtet und beschrieben. Und es ist für mich ein Hinweis darauf, dass das im Hirn begründet liegt, und dass die da mit dem falschen Teil im Hirn denken, weil sie eben nicht rational begründen, sondern – typisch für Frauen im Blog auch schon oft beschrieben – Emotionalsynchronisation treiben. Viele Frauen interessiert überhaupt nicht, ob etwas stimmt, sondern ob es einen Konsens darüber gibt, dass alle emotionalsynchron, gleichgelagert sind.

Und deshalb grinsen die so: Es geht nicht darum, zu begründen, warum etwas notwendig oder richtig oder vorteilhaft wäre. Es geht darum, irgendeine absurde Aussage in den Raum zu stellen und dann sofort auf der Mimik- und Gestik-Ebene die Emotionalsynchronisation anzuwerfen und damit Einigkeit „Das finden wir gut, darüber freuen wir uns“ herzustellen.

Ganz üble Masche der Demagogie, weil damit über die Emotional- und Rudelschiene beliebige Behauptungen ins Hirn eingepflanzt werden.

Funktioniert aber großartig, um Frauen jeden beliebigen Mist unterzujubeln. Deshalb ist das politisch immer wichtig, als Sprecher von Parteien mimik- und gestikeffektive Frauen einzusetzen. Und ich vermute, dass auch das Schminken, besonders der Lippen, stark damit zu tun hat, die optische Mustererkennung der Mimik zu intensivieren. Ich vermute stark, dass Schminke nicht nur dem Sex-Appeal gegenüber Männern, sondern auch und vorrangig der Verstärkung der Mimik-Mustererkennung durch die Amygdala dient.

Ich vermute stark, dass der Erfolg der Heidi Reichinnek genau darauf basiert. Die erzählt Mist, betreibt dazu aber Hochfrequenz- und Intensiv-Mimik mit knallrot geschminktem Mund. Und damit zieht die – an der Ratio vorbei, über den Alternativweg der Emotionalsynchronisation – voll in die Hirne junger Frauen.

„Der Journalisterich“

Das ist mir nämlich gerade wieder so aufgefallen, weil da irgendeine irgendwann irgendwo forderte, dass man neben „Journalistin“ als eindeutige Bezeichnung für Frauen, und „Journalist“ als neutrale Bezeichnung zur Unterscheidung noch die explizit männliche Form „Journalisterich“ stellen sollte, und, so doof es ist, dazu eben noch ein „Hurra, wir freuen uns so darüber“-Grinsen zeigt:

So funktioniert das oft bei Frauen, auch mit Mode, Tattoos und so weiter: Man stellt irgendeinen Blödsinn in den Raum, und treibt dazu dann Emotionalsynchronisation „das finden wir im Rudel jetzt gut!“.

Und genauso läuft es politisch mit „das finden wir im Rudel jetzt schlecht“.