Ansichten eines Informatikers

Merz’ sein Schmerz: Social Media und die Meinungsfreiheit

Hadmut
30.4.2026 21:32

Über unseren Kanzlernden: [Update]

Das stört ihn: Jeder kann einfach so sagen, was er denkt.

Was mich mehr stört: Viele können einfach so Politiker werden, auch wenn er nichts denkt.

Es interessiert ihn aber anscheinend nicht, was andere stört, was der Bürger für nicht oder schwer erträglich hält. Als Bürger ist man sofort „rechts“ oder sowas, wenn man irgendetwas für schwer erträglich hält.

(Quelle laut NiUS: In einem Gespräch mit Bürgern und Medienmachern beim „Tag des Lokaljournalismus“ erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dass er es bedauerlich finde, dass Personen im Internet anonym ihre Meinung kundtun können. Anscheinend von heute.)

So im preußischen Behördenton zum Bürger: Was fällt ihm ein zu denken!? Und was fällt ihm darüberhinaus ein, zu meinen!? Es reicht doch, wenn er arbeitet und Steuern zahlt.

Als ich noch Kind war, war eine Redewendung geläufig: „Wer die Hitze nicht verträgt, der sollte die Küche meiden.“ Heute gibt es drei Küchengleichstellungsbeauftragte und ein Dutzend Staatsanwälte, die jede Küche anklagen, in der es zu warm wird.

Ich halte den Mann für eine Fehlbesetzung. Der ist da auf dem falschen Posten. Und ich habe zunehmend den Eindruck, dass er da mit mir einer Meinung ist. Ich frage mich, wie der sich das eigentlich vorgestellt hat. Er macht da den Gottkanzler, tritt auf dem internationalen Parkett auf, lässt ein paar lockere Sprüche ab, überlässt das Land der SPD, und alle machen einen Bückling vor ihm?

Und wenn der nach einem Jahr schon in diesem Gemütszustand ist – wo ist der dann nach dem zweiten Jahr?

Update: Kohl wusste es besser.