Die Verankerung der „Mehrsprachigkeit“ an den Schulen in NRW
Hört sich nach Bildung an.
Ist das Gegenteil.
Schönes Beispiel für Schönrednerei und Propaganda: „Verankerung von Mehrsprachigkeit“: Klassenarbeiten in NRW künftig nicht nur auf Deutsch?
Anscheinend kapituliert NRW gerade vor der Aufgabe, den Leuten noch Deutsch beizubringen.
Düsseldorf – CDU und Grüne wollen die Mehrsprachigkeit an Schulen stärken. Ein gemeinsamer Antrag der beiden regierungstragenden Fraktionen im Landtag sieht eine „Verankerung von Mehrsprachigkeit über die gesamte Schullaufbahn“ vor. Die Förderung von Mehrsprachigkeit als Kompetenzförderung müsse von der Grundschule bis zum Abitur „als integraler Bestandteil des Bildungswegs“ gedacht werden, heißt es in dem Antrag. Mehrsprachigkeit sei im Lehrplan stärker zu berücksichtigen.
Ah, ja.
Kein Deutsch mehr zu lernen heißt da jetzt „Mehrsprachigkeit stärken“ und „Mehrsprachigkeit als Kompetenzförderung von der Grundschule bis zum Abitur“.
Heißt: Abitur ohne ausreichende Deutschkenntnisse.
Nordrhein-Westfalen sei schon jetzt ein Land der Vielfalt und der gelebten Mehrsprachigkeit, befinden CDU und Grüne.
Heißt: Sie können schon jetzt nicht mehr miteinander reden, weil zu viele kein Deutsch mehr können. Heißt jetzt „gelebte Mehrsprachigkeit“.
Rund ein Drittel der Bevölkerung habe eine Einwanderungsgeschichte. Nach Daten aus dem Mikrozensus 2022 spricht jeder Zweite mindestens eine weitere Sprache neben Deutsch zu Hause.
Soll wohl eher heißen: Spricht kein Deutsch zu Hause.
Die Koalitionäre wollen „den Unterricht an die Lebensrealitäten und aktuelle Bedarfe“ der Schüler und deren Familien anpassen.
Heißt: Sie geben auf.
Fachliche Kompetenzen sollen künftig auch dann angemessen erfasst werden können, wenn ein Kind unzureichende Deutschkenntnisse hat. Zudem könne die Oberstufenreform eine Gelegenheit bieten, Projektkurse auch in der Erstsprache durchzuführen und anzuerkennen oder auch für Schülerinnen und Schüler zu öffnen, die diese Sprache als Fremdsprache lernen.
Darum geht es. „Unzureichende Deutschkenntnisse.“
In der Lehrkräftefortbildung müsste die Mehrsprachigkeit natürlich gefördert und weiterentwickelt werden.
Auch die Lehrer müssen nicht mehr alle Deutsch können.
FDP-Fraktionschef Hennig Höne hat sein Urteil bereits gefällt: „Schwarz-Grün plant in NRW Klassenarbeiten in der Herkunftssprache: integrations- und bildungspolitisch eine Kapitulation. Zu oft sprechen Kinder zwei Sprachen, aber keine richtig gut.
Das heißt, dass die Leistung in der anderen Sprache zwar auch nicht besser ist, man es dann aber nicht so merkt.
Schöngeredet auch das:
In NRW haben etwa 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine internationale Biografie.
Das heißt nicht mehr „Migrationshintergrund“, das heißt jetzt „internationale Biografie“.
Deutschland hat kaum Rohstoffe.
Das Einzige, was Deutschland zu bieten hatte, waren Wissen, vor allem die Natur- und Ingenieurwissenschaften, und die Kultur. Beides futsch.