Social Media Restriktionen und Altersverfikationen
Die Handschrift Ursula von der Leyens.
Social Media erst ab 14: Österreich prescht vor. Wie sinnvoll ist das und was planen Deutsche und Schweizer? Außerdem: Wie unsere Rechten auf Orbáns Niederlage reagieren. https://t.co/7u5x29SvUO
— DIE ZEIT (@zeitonline) April 15, 2026
Cyprus to ban social media for children under 15 https://t.co/7qjmF34qWU
— Cyprus Mail (@cyprusmail) April 16, 2026
He added that within the year, the EU’s age verification system will be fully integrated into the Cypriot government’s ‘Digital Citizen’ application, before saying that his government intends to do more than the baseline requirement on this front.
Eigentlich passt das gar nicht zu Zypern, weil Zypern eigentlich das Prinzip verfolgt, dass sich der Staat vergleichsweise wenig einmischt. Als ich damals nach einer Wohnung suchte, sagte mir ein Makler „Du kannst auf Zypern eigentlich tun und lassen, was Du willst – solange Du niemandem auf den Sack gehst.“
Ein anderer fragte mich aber, mehr so aus Neugier, warum ich von Deutschland nach Zypern wolle. Ich erzählte ihm, dass das in Deutschland inzwischen ganz schlimm sei, dass jeder jeden auf Unterlassung verklage, weil man irgendwas gesagt habe. Da legte er die Stirn in Falten und antwortete, dass es so etwas auf Zypern bisher nicht gegeben habe, da wäre man niemals auch auf den Gedanken gekommen, jemand anderen zu verklagen, weil er irgendwas gesagt habe. Das sei aber im Kommen, und das käme von der EU, die mache da auch Druck.
Von dem Taxifahrer, der einen Wutausbruch gegenüber der EU hatte, habe ich schon erzählt. Der sagte, sie (vermutlich bezog er das auf alle Griechen) hätten die „Demokratia“ erfunden, das Wort sei griechisch, und inzwischen kämen lauter Idioten von der EU nach Zypern, um ihnen zu erklären, was Demokratie sei.
Zypern ist aber nun einmal auf Schutz und Geld der EU angewiesen, und damit auch erpressbar. Zypern muss leider tun, was die EU verlangt.
Ich bin mal gespannt, wie das dann praktisch aussieht, denn eines, was mir auf Zypern gleich aufgefallen war, war, dass sie – es hat sich inzwischen etwas geändert – kaum E-Mail verwendeten, sondern alle auf WhatsApp waren und sich nicht mit Namen oder mit E-Mail-Adresse, sondern mit ihrer Mobilfunknummer identifizierten. Läden, in denen ich einen Kundenaccount habe, fragen mich an der Kasse nicht nach dem Namen oder der Kundennummer, sondern nach der Mobilfunknummer, um mich zu identifizieren. Und deshalb haben die da alle über WhatsApp kommuniziert und sich mit ihrer Mobilfunknummer identifiziert. Man wird (oder wurde) angeguckt, als wäre man ein Schaf, wenn man sagte, dass man keinen WhatsApp-Account hat.
Was machen die dann, wenn Kinder unter 15 nicht mehr auf WhatsApp dürfen?
Im Prinzip finde ich das gar nicht schlecht, wenn die von WhatsApp entwöhnt werden, und die guckten auch immer ganz komisch, wenn ich sagte, dass ich keinen WhatsApp-Account haben will, weil die zu Facebook/Meta gehören und das eine ganz üble Datenkrake ist. Wie das dann aber praktisch aussehen soll … man wird sehen.
Allerdings glaube ich überhaupt nicht, dass Zypern das aus eigenem Antrieb tut. Die werden da als Versuchskarnickel der EU eingespannt.
Und die ersten Hinweise auf Macken gibt es auch schon:
Hacking the #EU #AgeVerification app in under 2 minutes.
During setup, the app asks you to create a PIN. After entry, the app *encrypts* it and saves it in the shared_prefs directory.
1. It shouldn't be encrypted at all – that's a really poor design.
2. It's not… https://t.co/z39qBdclC2 pic.twitter.com/FGRvWtWzaZ— Paul Moore – Security Consultant (@Paul_Reviews) April 16, 2026
.@vonderleyen "The European #AgeVerification app is technically ready. It respects the highest privacy standards in the world. It's open-source, so anyone can check the code…"
I did. It didn't take long to find what looks like a serious #privacy issue.
The app goes to great… pic.twitter.com/z8SYc3YBKJ
— Paul Moore – Security Consultant (@Paul_Reviews) April 15, 2026