Ansichten eines Informatikers

Alpine Divorce: Das Phänomen der Scheidungen in den Bergen

Hadmut
5.4.2026 18:34

Nichts ist zu blöd, um in Deutschland Realität zu werden.

Oder: Wenn Satire verzweifelt.

Linke und Feministinnen müssen ja ständig nachlegen.

Neues Thema der Unterdrückung von Frauen: „Alpine Divorce“ – Scheidung in den Bergen.

Nun, könnte man denken, warum auch nicht. Es gibt ja Leute, die am Meer oder beim Fallschirmspringen heiraten, oder sich eine Panorama-Aussicht zum Heldenzeugen suchen, warum nicht auch Scheidungen in der Idylle der Berge, oben auf der Alm.

Naja, wird da jetzt der eine oder andere denken, das könnte vielleicht dazu einladen, den Verlassenen unter Ausnutzung günstiger Vertikalitäten kostensparend zu entsorgen.

So ähnlich.

Geht gerade rum, etwa beim Bayerischen Rundfunk: “Alpine Divorce”: Wenn Männer Frauen auf dem Berg alleine lassen

Der Fall um Kerstin G., die vor einem Jahr am Großglockner erfror, weil ihr Partner sie dort zurückgelassen hat, wird immer noch stark diskutiert. Unter “Alpine Divorce” berichten Frauen im Netz, wie sie auf Wanderungen alleine gelassen wurden.

Vor einem Jahr erfror Kerstin G. am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs. Ihr Partner hatte sie dort zurückgelassen, um Hilfe zu holen. Im Februar wurde Thomas P. wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Dennoch, der Fall löste eine virale Debatte aus. Viele Frauen berichten online seitdem davon, wie sie von ihren Partnern bei Bergwanderungen im Stich gelassen werden. Sie nennen es “Alpine Divorce”. Etwas, das auch Simone erleben musste.
Die alpine Scheidung

Simone, die lieber anonym bleiben möchte, erinnert sich noch gut an den Streit mit ihrem damaligen Partner. Mitten in einer Gebirgswanderung eskaliert es zwischen den beiden. Im Streit läuft ihr Ex-Partner davon und lässt sie ganz alleine zurück. “Ich hab ehrlich gesagt Angst gehabt”, erzählt sie. “Wenn ich ausrutsche und runterfalle, dann ist alles vorbei.”

Auf Social Media teilen viele Frauen ähnliche Geschichten. Bei Wander- oder Klettertouren finden sie sich allein am Berg wieder, zurückgelassen von ihrer männlichen Begleitung. Es kommt zur “Alpine Divorce”, der alpinen Scheidung. Oft der Anfang vom Ende einer Beziehung.

Frauen in den Bergen ausgesetzt.

Dasselbe Prinzip wie bei Collien Fernandes: Es gibt einen Fall. Sofort kommen jede Menge Frauen aus den Löchern mit „MeToo!“, und dann wird auf alle Männer verallgemeinert. Machen alle Männer so.

Was dann vielleicht der Grund ist, warum der BR darüber berichtet, der NDR aber meines Wissens nicht. Die habe da nicht so viele Berge im Norden. Da würde man dann wohl die Gattin eher im Watt aussetzen.

Und im Ruhrgebiet dann „an der Autobahnraststätte an der Leitplanke angebunden“.

Ich frage mich da immer, was Frauen – oder Leute allgemein – in den Bergen verloren haben, wenn sie da nicht von alleine wieder runterkommen. Warum das als so selbstverständlich hingenommen und dargestellt wird, dass Männer selbstverständlich alleine runterkommen, Frauen aber nicht.

Anders gefragt:

Zwei Leute, A und B, gehen zusammen den Berg hoch, bekommen Streit und gehen getrennter Wege wieder runter.

Warum heißt es dann, dass A B zurückgelassen habe? Dass A B alleine gelassen habe, und nicht umgekehrt B A?

Warum heißt es, wenn zwei nicht zusammenbleiben, dass der Mann die Frau alleine gelassen habe, und nicht umgekehrt? Warum nennt man die Frau „alleine“, den Mann aber, der genauso alleine ist, dann den „Alleinlasser“?

Einerseits machen sie immer auf „starke Frauen“, auf Gleichberechtigung, auf gleiche Fähigkeiten, aber wenn zwei Streit bekommen und auseinandergehen, dann ist der Mann der Täter und die Frau das Opfer.

In nahezu allen Fällen, in denen ich Streitigkeiten von Paaren miterlebt habe, ging der Streit von der Frau aus, und wurde von der Frau am Kochen gehalten. Keiner fragt, warum der Mann davongelaufen ist. Was muss vorgefallen sein, wenn ein Mann von seiner eigenen Frau davonrennt? Deutet das nicht eher darauf hin, dass viele Frauen nicht begreifen, dass auf Bergen herumzusteigen per se eine gefährliche Situation und schon deshalb kein Platz für Streitigkeiten ist?

Was würden die denn machen, wenn der Mann einen Unfall, Herzinfarkt oder so etwas erleidet? Wären sie dann auch so hilflos?

Ich kann dieses ganze Frauen-Opfer-Geseier nicht mehr hören.

Wer auf einen Berg steigt, muss immer mit der Situation klarkommen können, dass einer aus der Gruppe ausfällt, Unfall, Krankheit, was auch immer. Wer also zu zweit auf den Berg steigt und alleine nicht wieder herunterkommt, hat auf dem Berg schlicht und einfach nichts verloren, jedenfalls nicht fernab der Bergbahn und Almhütte.

Komischerweise fragt aber niemand, wieso sich Frauen überhaupt in eine solche Situation begeben.

Man hat auch schon Frauen in Flip-Flops und High-Heels auf Berge steigen gesehen.

Niemand sollte mit n Personen auf einen Berg steigen, wenn er nicht mit n-1 wieder runterkommt. Das hat auch was mit Realitätsverlust zu tun. Wenn man etwa Berge für ein soziales Konstrukt hält.

Aber wahrscheinlich gäbe es in einer feministischen Gesellschaft gar keine Berge.

Update: Auch beim Merkur.