Ansichten eines Informatikers

Bloggernot: Die Schießereien von Berlin und ihre Vorteile

Hadmut
23.3.2026 18:44

Das nimmt kein Ende mehr.

Bis neulich war das so, dass es immer nur höchstens eine Schießerei in Berlin gab.

Das war einfach und übersichtlich, weil man wusste, dass sich alle dringenden Meldungen des Tages auf dieselbe Schießerei bezogen und man als Blogger einfach eine Schießerei pro Tag kommentiert hat, und fertig.

Gut, nun gibt es Haarspalter, die sagen, dass es keine „Schießerei“ sei, solange nur einer schießt, weil zu einer zünftigen Schießerei gehöre, dass die andere Seite zurückschießt, so wie eine Schlägerei dann auch heiße, dass die anderen zurückschlagen. Was ich zwar sprachlich, aber nicht inhaltlich nachvollziehen kann, denn was wäre sonst eine Schweinerei, eine Bäckerei oder eine Brauerei?

Mittlerweile wird das alles sehr kompliziert, weil Berlin anfängt, mehr als ein Geschieße pro Tag zu veranstalten, und man sich inzwischen nicht mehr sicher sein kann, ob sich mehrere Meldungen auf denselben oder unterschiedliche Vorgänge beziehen. Inzwischen gibt es alle paar Stunden Schüsse.

Es geht das Gerücht, dass sich verschiedene Clans bekriegen und es auch um Schutzgeldzahlungen geht, weil die Schüsse auffällig oft auf Türken oder türkische Geschäfte abgegeben werden. Es heißt, dass das Stellvertreterkriege sind, und es da eigentlich um die Schlacht um Istanbul gehe, die dort ausgetragen wird. Weil aber jeder Clan, der was auf sich hält, auch eine Dependance in Berlin unterhalte, fänden in Berlin entsprechende Filialstreitigkeiten statt.

Das macht die Sache unübersichtlich.

Aber einen v

Was sprachlich aber von Vorteil ist, denn wenn die sich gegenseitig beschießen, dann kann man den Begriff der Schießerei auch gegen Sprachhaarspalter verteidigen. Denn bisher hat noch keiner gesagt, innerhalb welcher Zeitspanne man zurückschießen muss, damit es noch als „Schießerei“ gelten kann. Insofern müsste ein Zurückschießen am selben Tag bzw. innerhalb von 24 Stunden durchaus noch fristgerecht sein, um die Sprachhaarspalter zufrieden zu stellen.

Zu beklagten habe ich aber trotzdem, dass ich in einer Reichweite von 300 Metern eine RAF-Terroristin und im Umkreis von 2 km schon mehrere Schießereien hatte. Zwei Geldautomatensprenungen in Hör- bzw. Druckfühldistanz hatte ich ja auch schon.

Die Wohnqualität in Berlin nimmt deutlich ab.