Ansichten eines Informatikers

10 Jahre Deep-Fake-Pornos

Hadmut
21.3.2026 12:25

Es wird immer seltsamer.

Irgendwo hieß es ja, das Problem von Collien Fernandes mit den Deep-Fake-Pornos soll schon seit 10 Jahren so gehen. Ich habe die Stelle nicht auf Anhieb gefunden, wo das behauptet wurde, aber andere Leute haben das auch so aufgefasst und sprechen das an.

10 Jahre.

Kommt mir komisch vor. So alt ist das Phänomen der Deep-Fake-Pornos doch noch gar nicht.

Und dann schreibt mir auch noch ein Leser, dass es Deep-Fake-Pornos überhaupt erst ab etwa 2020 gegeben habe, aber noch in lächerlicher und offensichtlich gefälschter Weise, und dass sie erst seit etwa 2022/2023 in den Bereich kamen, dass sie glaubwürdig wirkten, wenn man nicht so genau hinsah. Stichwort KI. Zahl der Finger und solche Dinge. Eigentlich war vor 10 Jahren von KI auch noch keine große Rede. Und selbst in Kinofilmen hat man damals Gesichter noch – mehr schlecht als recht – durch 3D-Modelle per CGI ausgetauscht, sehr teuer, sehr aufwendig, von fragwürdigem Ergebnis.

Trotzdem behauptet sie – meiner Erinnerung nach, vorbehaltlich, die Stelle nochmal zu finden – dass das schon seit 10 Jahren so gehe.

Und fast niemand fällt das auf?

Ich würde zu gerne mal sehen, was denn für Deep-Fake-Pornos das vor 10 Jahren gewesen sein sollen.

In Berlin wurde in einem Jugendzentrum eine Jugendliche von Migranten vergewaltigt – real und nicht „virtuell“. Es gibt noch Streit darüber, ob man die Strafanzeige absichtlich unterlassen hat, weil es Migranten sind. Taucht in der Presse kaum, und wenn, dann nur ganz am Rande auf.

In München hat ein Türke eine Deutsche umgebracht. Außer in der BILD-Zeitung hat man davon praktisch nichts gehört.

Tingelt aber eine Schauspielerin in der Menopause ihrer Fernsehkarriere durch die Talkshows, um sich zu beopfern, dann ist das Mediengeschrei plötzlich ganz groß, dann ist sie auf allen Titelseiten, überall die Hauptschlagzeile, und die Justizministerin Hubig hat sofort, innerhalb von 48 Stunden, einen Gesetzentwurf parat.

Ach ja, und Deutschland sei ein „Täterparadies“ – obwohl die Sache in Spanien lief und spanischem Recht untersteht.

Ich habe das Gefühl, dass wir hier nach Strich und Faden verarscht werden.