Ansichten eines Informatikers

London, der Sikh und das halale Essen

Hadmut
14.3.2026 22:54

Eigentlich kann man England von der Landkarte streichen.

Das ging heute (und ich glaube gestern schon vorgestern) durch Twitter: In London hat ein Sikh, Inhaber und betreiber eines indischen Restaurants, richtig Ärger. Angeblich sei es ihm zu blöd geworden, dass ständig Leute reinkommen und nach halal Essen fragen. Also hat er einen Zettel an den Laden gehängt, dass es bei ihm kein halales Essen gibt. (Sondern halt indisches. Weil indisches Restaurant.)

Deshalb wird er seit Tagen von Muslimen terrorisiert, malträtiert, attackiert, weil er damit den Islam beleidige.

Weil nämlich, so die Argumentation, schon das bloße Zeigen einer anderen Religion eine Beleidigung des Islam sei.

(Keine Religion zu zeigen, weil Atheist, übrigens auch.)

Also bereits der Umstand, dass er einen Zettel raushängt, aus dem ersichtlich wird, dass er kein Muslim ist, sei eine zu bestrafende Beleidigung des Islam. Deshalb hat der seit Tagen Ärger, weil ständig Muslime reinkommen und ihn oder die Gäste beschimpfen, rumstänkern, angreifen und so weiter. Von Morddrohungen ist die Rede. Es solle deshalb, hieß es irgendwo, Polizeischutz erhalten.

Nun wird behauptet, dass die Polizei nicht die Angreifer und Todesdroher, sondern den Sikh festgenommen habe:

Ein Kommentator meinte aber, die Ursache war, dass er zur Verteidigung ein Kirpan getragen habe (Sikh Messer).

Die KI dazu:

Der Kirpan (panjabisch: ਕਿਰਪਾਨ) ist ein ritueller Dolch oder ein kurzes Schwert, das Khalsa-Sikhs als Teil ihrer fünf Glaubensartikel (5 Ks) jederzeit tragen müssen.

Kann ich verstehen. Gab es bei der Bundeswehr damals auch: „Die Waffe immer am Mann!“

London ist nicht mehr.