Die seltsame Habilitationsschrift der Alena Buyx
Sehr seltsam.
Die 77 Seiten umfassende Habilitationsschrift von Alena #Buyx wurde heute auf mein Drängen und das der @jungefreiheit von der Universität Münster veröffentlicht:https://t.co/R7iFn09so6 pic.twitter.com/8H5a3tXIGc
— „Plagiatsjäger“ (@SprachPhilo) March 12, 2026
Es tut mir leid, mir fehlt gerade die Zeit, das voll durchzuarbeiten und die Habilitationsordnung rauszusuchen. Ich habe es auch nur überflogen.
Aber: Ich finde darin beim summarischen Querlesen weder einen medizinischen, noch einen wissenschaftlichen Gehalt. Ich sehe da nur leeres oberflächliches Blabla. Inhaltlich so Soziologengeblubber.
Titel: Begriffe der politischen Philosophie und ihre Anwendung in Debatten der biomedizinischen Ethik.
Das ist nicht nur Geschwätz. Das soll auch noch Geschwätz sein. Wie man politische Philosophie in Ethik-Debatten anwendet. Sowas kann man in einer Woche runterschreiben ohne dafür irgendetwas wissenschaftlich zu können oder zu arbeiten. Es wäre eine interessante Frage, welchen Wissenschaftsbegriff die Universität Münster hier angelegt haben will. Nach der Qualität würde man es für ein Quotendurchwinken halten, wenn nicht Frauen sowieso schon in der Mehrheit wären.
Ich sehne mich so nach den plagiierten Arbeiten zurück. Die waren nicht so schlecht, weil die Leute sich bessere Quellen aussuchten, um davon abzuschreiben. Wir haben uns immer so über die Plagiate aufgeregt, aber inzwischen denke ich oft, dass die Plagiate noch das beste waren, was wir noch zu bieten haben.
Erschreckend, wie das Niveau absinkt.
Der Knackpunkt ist natürlich, dass man damit dann in der Medien- und Wichtigkeitshierarchie weit oben einsortiert wird. Dann noch Frau und blond und Ethik. Fertig ist der Medienstar. Und damit macht die mächtig Kohle mit Vortragshonoraren.
Allerdings sind die Mediziner ja schon immer der running gag der Nullanforderungen für akademische Grade. Drei Mäuse ersäufen – fertig ist der Doktor.
Ich weiß nicht mehr genau, wann das war, aber irgendwann haben mir mal Mediziner davon berichtet, dass jemand einen Dr. med. dafür bekommen hat, dass er für ein Krankenhaus günstigere Einkaufsquellen für Klopapier und Papierhandtücher gefunden hat.
Das ganze Hochschulsystem ist so völlig lächerlich geworden.