Ansichten eines Informatikers

Die neue Apartheid: Das kontaminierte Theater

Hadmut
12.3.2026 15:56

Streit nach dem „Prozess gegen Deutschland“.

Leser, die schon über 10 Jahre dabei sind, werden sich vielleicht daran erinnern, dass ich mal darüber geschrieben habe, dass man an irgendeiner Universität an der Asbest-Sanierung scheitert. Im Gebäude befindet sich nämlich die feministische Bibliothek, die darauf besteht, dass auf gar keinen Fall ein Mann ihren heiligen Boden betreten und entweihen dürfe – es gibt aber nur männliche Asbestsanierer. Man fand keine Frauen, die das machen wollten und konnten – auch nicht, als man sagte, dass Asbest nur ein soziales Konstrukt und von weißen Männern gemacht sei, das dringend dekonstruiert werden müsse. Nicht einmal der Hinweis, dass Asbest kolonialistisch abgebaut wurde und deshalb in die Herkunftsländer zurückgebracht werden muss, um die Universität zu dekolonialisieren, dürfte geholfen haben. Leider weiß ich nicht, was daraus wurde.

Ihr habt doch bestimmt diese bekloppte Verstaltung „Prozess gegen Deutschland“ mitbekommen. Gerade vorhin hatte ich den Auftritt Kempers erwähnt, und neulich die Rede Martensteins gelobt.

Es gibt Neuigkeiten. Man beklagt, dass das Theater entweiht wurde, weil auch rechte Zuschauer im Publikum gewesen seien:

Aus dem SZ Artikel:

“Spricht man in diesen Tagen mit Mitarbeitern des Thalia, fallen Worte wie “Verletzung”, “verbrannte Erde”, “Rassisten auf unserer Bühne”, “Eindringlinge”. Es gab und gibt Krisensitzungen im Haus, Einzelgespräche, Aktionsgruppen, Betroffenenkreise. Von einer Thalia-Mitarbeiterin hört man, Tränen seien geflossen, weil Rechtspopulisten auf denselben Stühlen saßen, dieselben Garderoben benutzten und das Theater, ihr Theater, beschmutzt hätten.”

Kleiner Fehler: Sie sagt „SZ Artikel“, zeigt aber auf die ZEIT: Man hört, es seien Tränen geflossen

Der Regisseur Milo Rau hatte für den Prozess gegen Deutschland drei Dutzend Wissenschaftler, Juristen, Ex-AfD-Politikerinnen und einen rechten Influencer mit Migrationshintergrund auf die Bühne des Thalia Theaters in Hamburg geladen, um über ein mögliches AfD-Verbot zu diskutieren. Und als draußen die Debatte über diesen Prozess schließlich schon fast verstummt war, ging es drinnen im Theater erst richtig los.
Spricht man in diesen Tagen mit Mitarbeitern des Thalia, fallen Worte wie “Verletzung”, “verbrannte Erde”, “Rassisten auf unserer Bühne”, “Eindringlinge”. Es gab und gibt Krisensitzungen im Haus, Einzelgespräche, Aktionsgruppen, Betroffenenkreise. Von einer Thalia-Mitarbeiterin hört man, Tränen seien geflossen, weil Rechtspopulisten auf denselben Stühlen saßen, dieselben Garderoben benutzten und das Theater, ihr Theater, beschmutzt hätten.

Nora Patyk sitzt an einem Konferenztisch im zweiten Stock des Theaterbaus, draußen graut der Abend. Patyk gehört zum Team der Künstlerischen Vermittlung – also der Theaterpädagogik –, im Vorfeld der Veranstaltung hat sie ein Awareness-Team für das Publikum zusammengestellt. Aber was dann passierte, habe sie nicht vorausgesehen. Man sei vielleicht nicht richtig über alles informiert gewesen, das schon, aber das Ganze sei nicht einfach nur ein Kommunikationsproblem.

“Da kommt man in sein Haus und läuft im Flur Feroz Khan in die Arme”, sagt Patyk und beschreibt ein Szenario des Unbehagens und der Angst für Thalia-Angestellte. Der pakistanischstämmige Rechtsaußen-Influencer war die wohl kontroverseste Figur, die im Prozess auftrat. Patyk selbst traf auf dem Weg zu ihrem Büro auf den Welt-Journalisten Frédéric Schwilden, der in der Inszenierung als Verteidiger der AfD auftrat. Sie sagt, sie habe sich nicht körperlich angegriffen gefühlt, irritiert aber schon, weil “hier jemand stand, der auf der Bühne Menschen verteidigt, die rechtsextreme und rechtspopulistische Positionen beziehen”. Da war offenbar ein Fremdkörper an dem Ort, der bis dahin künstlerische Heimat, ein Safe Space war, der einen wärmte und schützte.

Sie laden einen „Rechten“ ein und sind dann am Boden zerstört, weil er durch seine Anwesenheit, durch die Berührung die Bühne entweiht habe, und man ihm auch noch auf dem Flur hatte begegnen können?

Haben die denn keine getrennten Eingänge für Rechte, wie damals in Südafrika für Schwarze und Weiße? Hat man denn da die Rassentrennung vernachlässigt?

Haben sie denn auch die Parkbänke gut lesbar beschriftet, welche für Linke und welche für Rechte sind?

Getrennte Schwimmbecken?

Getrennte Plätze im Bus?

Da wird man wohl nicht darum herum kommen, den Boden auszutauschen und den Rest vom Genderpriester neu auf Wokeness zu weihen und abgeschnittene Geschlechtsorgane bei Vollmond in alle vier Himmelsrichtungen zu werfen. Rein rituelle Reinigungen reichen da nicht – dagegen wäre Asbest ein Kinderspiel.

Und diese Dach*innenschadentragenden bilden sich allen Ernstes ein, sie wären die, die geeignet sind, die Politik Deutschlands zu bestimmen.

Was wollen die dann machen?

Wollen die die Braunkohlebagger wieder anwerfen und von den „neuen Bundesländern“ zwei Meter abtragen, weil da „Rechte“ gelaufen sind?

Soll man Warnschilder aufstellen? Kennt Ihr diese gelben Klappdinger „Caution – wet floor“, die man in den USA aufstellt, wenn gereinigt wird? Sowas dann: Vorsicht: Hier ist vor 4 Tagen ein Rechter entlang gegangen!

Die brauchen jetzt ganz dringend Exorzistende.