Bochum dumm
Es wäre zum Lachen, wenn es nicht so links wäre.
DIE WELT beschreibt einen Zwischenfall in einem Theater in Bochum: Und dann attackiert das Publikum auf offener Bühne den Schauspieler, der den Faschisten spielt
Ein linkes Theater mit linkem Publikum führt ein linkes Stück auf.
Darin kommt – sonst geht’s ja nicht links – ein „Faschist“ vor und benimmt sich ganz böse.
Aber: Das linke Publikum kapiert nicht, dass es ein Theaterstück, dass das nur gespielt, dass das nur ein Schauspieler ist – und attackiert ihn:
Ganz allein stellt er sich auf die Bühne des Bochumer Schauspielhauses und spielt einen Faschisten. Doch das Publikum, durch das Feindbild getriggert, spielt nicht mehr mit. Zwei Zuschauer stürmen die Bühne und gehen Lagerpusch tätlich an, wollen ihn von der Bühne zerren. Ein Skandal.
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Worum es geht, ist schnell erklärt. Auf dem portugiesischen Land trifft sich eine Familie. Jahr für Jahr pflegen sie das Ritual, einen politischen Gegner zu fangen und hinzurichten. Wie man sie auch immer nennt – Nationalisten, Populisten, extreme oder radikale Rechte –, hier heißen sie kurz: Faschisten. Seit über 70 Jahren gibt es den grausigen Brauch, seit der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia im Jahre 1954 durch die Schergen des Salazar-Regimes. Deswegen nennen sich die Mitglieder der Familie, sobald sie töten, alle Catarina.
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In dieser Familie – gespielt von Rainer Bock, Konstantin Bühler, Felix Knopp, Carla Richardsen, Mona Vojacek Koper, Alexander Wertmann und Elsie de Brauw – gibt es alle Arten von Linken: beinharte Traditionalisten, idealistische Schwärmer, kühle Brechtianer, lesbische Feministinnen, junge Wokies. Was sie vereint? Faschisten umzulegen.
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Doch noch sitzt der gefangene und gefesselte Faschist wortlos in der Mitte der Familie, die nun ein Problem hat. Die jüngste Tochter ist an der Reihe, den Mann zu töten, doch sie weigert sich. „Verrätertochter“, sagt die Mutter. Es folgt das ganze Repertoire der Rechtfertigungen: Keine Toleranz der Intoleranz! Böses tun, um Gutes zu bewirken! Wehret den Anfängen! Doch die Tochter bleibt hart. Die Sache eskaliert, bis sich die linke Familie gegenseitig über den Haufen schießt. Und jetzt kommt der Auftritt des gefangenen Faschisten, der das Publikum zum Toben bringt.
Mit sanfter Stimme beginnt Lagerpusch von Freiheit zu sprechen, von der Zukunft des Landes. Bald schon geht es gegen Minderheiten und Eliten. Alles Weitere ist kaum zu verstehen, weil einige Zuschauer laut „Aufhören!“, „Nazis raus!“ und „Halt die Fresse!“ schreien. Aber auch: „Wer schießt?!“ Andere flüchten aus dem Saal, lachen pikiert oder schweigen betreten. Als der Schauspieler auf offener Bühne attackiert wird, geht das Ensemble gerade noch dazwischen. Es wirkt, als ringe Lagerpusch mit sich, überhaupt noch weiterzuspielen. Dann kommt eine junge Frau nach vorne und wirft eine Orange auf den Schauspieler. Es gibt zustimmenden Applaus im Saal. Niemand protestiert.
Innerhalb von Minuten hat sich der Saal in eine Szenerie wie mit einem Pranger im Mittelalter verwandelt. Ein sich selbst vermutlich als hochkultiviert und aufgeklärt bezeichnendes Publikum stürzt sich auf einen Schauspieler, als sei es der Teufel selbst. Auch das erinnert an voraufklärerischen Aberglauben.
Nun kann man sich natürlich die Frage stellen, ob das überhaupt echt oder Teil einer Inszenierung war, ob die Angreifer aus dem Publikum zum Ensemble gehören und das die einzige Methode war, um überhaupt eine Erwähnung zu bekommen.
Aber da müssen ja auch echte Zuschauer darunter gewesen sein.
Ich kann mich erinnern, vor 20 oder 30 Jahren mal irgendwo gelesen zu haben, dass ein Schauspieler, der in irgendeinem Film einen Bösen spielte, auf offener Straße angegriffen und verletzt wurde, weil der Angreifer nicht verstehen konnte, dass das nur Fiktion und der Schauspieler eben nur ein Schauspieler und nicht der Täter war. Es gibt solche Leute, die Fiktion, die Gespieltes nicht von Realem unterscheiden können.
Ein Leser, der mich darauf hinweis, schreibt mir dazu
Ich schließe mich Ihrer Vermutung an: Linken fehlt etwas im Gehirn. Oder anders ausgedrückt, sie sind geistig behindert. Anders ist das nicht mehr zu erklären.
Es entspricht ziemlich genau dem, was mir auf den Linken- und Feministen-Konferenzen immer aufgefallen ist: Da fehlt die Ratio. Die Abstraktionsfähigkeit.
Es gilt als Beweis einer gewissen Intelligenz, sich in andere hineinversetzen zu können. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen mit Beobachtungen und gestellten Experimenten, die untersuchen, ob Tiere sich in andere hineinversetzen können. Krähen können das. Wenn sie merken, dass sie beim Vergraben von Futter von Artgenossen beobachtet werden, machen sie trotzdem weiter und verschwinden zum Schein, lassen sich nichts anmerken, kommen kurz danach aber zurück, buddeln das Futter wieder aus und vergraben es woanders.
Auch von Menschenaffen ist bekannt, dass die das können.
Es scheint aber auch Menschen zu geben, die das nicht können.
Ich hatte schon einmal darüber berichtet, dass welche herausgefunden haben wollen, dass es Menschen gibt, angeblich sogar erstaunlich viele, die nicht in der Lage sind, einen „inneren Dialog“ zu führen, also mit sich selbst in sprachlich gedanklicher Weise ein Problem zu erörtertern, durchzudenken, sondern die allein erlebnisgetrieben-reaktiv sind, die den Tag damit verbringen, ihre Umgebung zu erleben und von den Eindrücken bestimmt zu werden.
Das würde viele Aggressionen erklären. Etwa wenn jemand einen Schaffner umbringt, weil der seinen Fahrschein kontrollieren will. Der will mir blöd = Angreifer = Krieg.
Und genau diesen Eindruck hatte ich ja von Feministinnen und Linken, dass die einfach gar nichts verstehen im Sinne von Durchdenken, sondern sich ständig diskriminiert fühlen, weil irgendwer irgendwas darf oder bekommt, was sie nicht dürfen oder bekommen.
Die deshalb dann Marxisten werden, weil der Marxismus ein weit unterkomplexes Weltbild vermittelt und an Empfinden anknüpft.
Wenn diese Reaktion des Publikums auf das Theaterstück also echt war – ist es dann ein Beweis für meine These, dass Linken organisch oder funktional etwas im Hirn fehlt?
Und sind sie deshalb so anfällig für den ganzen marxistischen und feministischen Quatsch? Weil es in ihrem Hirn nicht vorkommt, dass jemand sie anlügt, ihnen Unsinn, Fiktion erzählt?