Ansichten eines Informatikers

Noch eine Hausdurchsuchung

Hadmut
30.11.2025 2:38

Diesmal in England.

Die Story beim Telegraph.

Ein britischer IT-Berater macht Urlaub in den USA. Eigentlich legal. Darf man.

Dann war er – soweit aus dem Artikel zu verstehen ist – in den USA schießen. In Florida, um genauer zu sein. Sieht nach Schrotflinte aus, vielleicht Enten oder sowas. Auch legal, darf man in den USA. Weil das Recht der USA gilt, wenn man in den USA ist. Und Rumballern ist in den USA auch eine ziemlich erlaubte Angelegenheit, da ballern ziemlich viele Leute ziemlich viel in der Gegend herum. Wenn es einem Spaß macht, kann man in den USA herumballern gehen.

Und dann hat er auf Linked In ein Bild gepostet, das ihn mit der Schrotflinte zeigt. Nicht schön. Nicht stilvoll. Aber darf man eigentlich auch.

Und dafür wurde er dann in England

  • eine Nacht in Untersuchungshaft genommen, dann vernommen und auf Kaution freigelassen,
  • seine Wohnung dreimal durchsucht,
  • er wieder festgenommen und eingebuchtet, weil er angeblich die Kautionsauflagen verletzt habe,

und der Fall dann fallengelassen. Weil er nicht rechtswidrig gehandelt hat.

A bail document seen by The Telegraph refers to an allegation of possessing a firearm with intent to cause fear of violence and a further allegation of stalking related to a photograph of a house that appeared on his social media.

[…]

The firearms and stalking allegations were also dropped but Mr Richelieu-Booth was charged with a public order offence relating to a different social media post.
He claims not to know which post he was being charged in relation to and does not recall being questioned by police about any specific post made on that date.
He had been due to appear at Bradford magistrates’ court on Nov 25 charged with an offence of displaying “any writing/sign/visible representation with intent to cause harassment/alarm or distress”. However, that charge was also later dropped, he said.

[…]

Mr Richelieu-Booth claimed he has been left unable to do his job as a self-employed IT contractor because the force seized his phone and computers.

Und diese Methoden breiten sich nun über die westliche Welt aus.

Vor allem die Masche, die Ermittlungen schon als Bestrafungen auszugestallten, um Taten zu verfolgen, die nicht strafbar sind.

“I will be filing a case against the police, I have been put through 13 weeks of hell and I will be seeking quite a lot of damages,” Mr Richelieu-Booth said.

A West Yorkshire Police spokesman said: “Police received a complaint of stalking involving serious alarm or distress, relating partly to social media posts, several of which included pictures of a male posing with a variety of firearms which the complainant took to be a threat.

Also schon ein „Guckt mal, der hat Bilder von sich mit Schusswaffen“ reicht, um jemanden festzunehmen, die Wohnung zu fleddern und ihn beruflich massiv zu schädigen.

Einfach nur, weil irgendwer behauptet, er fühle sich davon bedroht.

Und das in einem Zeitalter, in dem jeder Honk so ein Bild auch per KI fälschen kann.