Ansichten eines Informatikers

„Wie geschlechtsneutral sind Elektroautos?”

Hadmut
11.12.2020 0:09

Noch so eine Quoten-Ballast-Beschäftigungs-Bullshit-Pseudo-Forschung.

Seit Jahren erzählt man uns, Frauen könnten alles genauso gut wie Männer, aber wenn es dann zur Sache geht, muss man ihnen solche Beschäftigungsaufgaben wie Malbücher ausmalen geben. Uni Magdeburg: WIE GESCHLECHTERNEUTRAL SIND ELEKTROAUTOS?

– Erste „Marianne-Schminder-Professur“ der Uni Magdeburg erforscht Abhängigkeit von Technologieentwicklung und Geschlecht

– Mit der Soziologin Dr. Andrea Wolffram, wurde zum ersten Mal an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die „Marianne-Schminder-Gastprofessur für Geschlechterforschung“ besetzt.

– Die auf zwei Jahre angelegte Professur fördert Wissenschaftlerinnen, die sich neben ihrem eigentlichen Forschungsschwerpunkt der Genderforschung widmen.

Wer soll’n das sein? Ach:

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erinnert durch die Einrichtung der Gastprofessur an Prof. Dr. Marianne Schminder, die erste promovierte Frau und erste Professorin in den Ingenieurwissenschaften an der Hochschule für Schwermaschinenbau Magdeburg.

Die 1923 im schlesischen Liegnitz geborene Marianne Schminder nahm nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aufbauend auf einem Studium der Chemie, Physik und Mathematik eine Tätigkeit als Neulehrerin in Sachsen auf. 1955 bewarb sie sich erfolgreich um eine Assistenzstelle an der Hochschule für Schwermaschinenbau, wo ihr nach und nach der Aufstieg gelang.

1958 übernahm sie noch ohne Promotion die Leitung der Arbeitsgruppe Elektronenmikroskopie und Einschlussfolierung und wurde im gleichen Jahr Oberassistentin. 1961 promovierte sie als ‘erster Doktorand’ am Institut für Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung zum Thema “Entwicklung einer Apparatur zur elektrolytischen Isolierung von Karbiden”.

Ja, das ist natürlich eine Heldinnentat, wenn die Männer alle tot waren. In London steht in der Nähe zum Parlament das Monument to the Women of World War II , das wehmütig daran erinnert, was Frauen mal alles konnten, als sie es mussten, weil keine Männer da waren. Wusstet Ihr schon, dass in der Krisenzeit des zweiten Weltkrieges so ziemlich alles gebraucht wurde außer Soziologinnen und Genderbeauftragten?

Heute heißt Gender, Schadensersatz für die eigene Dekadenz zu verlangen.

Besagte Marianne Schminder wird in dieser Lobrede dafür gerühmt:

Neben ihren wissenschafltichen Leistungen und technischen Errungenschaften mobilisierte sie mit Eintritt in die Hochschule in kurzer Zeit die brach liegende Arbeit des Frauenausschusses und organisierte den Kontakt mit der Industrie sowie anderen Hoch- und Fachschulen zum Erfahrungsaustausch. Sie setzte sich erfolgreich “in mühseliger Arbeit mit den Behörden und der Hochschulleitung” für die Einrichtung eines Hochschulkindergartens ein, um Freiräume für die Qualifizierung und Weiterbildung von Frauen und Mädchen zu schaffen. Marianne Schminder erreichte, dass an der Hochschule halbjährlich eine Rechenschaftslegung über die Erfüllung des Frauenförderplanes erfolgte und setzte sich aktiv für eine Steigerung der promovierenden Assistentinnen der Hochschule ein.

Was die wissenschaftlichen Leistungen und technischen Errungenschaften waren, ist nicht überliefert. War wohl nicht so wichtig wie der Hochschulkindergarten.

Zurück zum Ur-Artikel über Elektroautos:

„Technik ist nicht neutral“, so Gastprofessorin Dr. Wolffram auf ihrer Antrittsvorlesung. „Schon immer sind gesellschaftlich definierte Geschlechterrollen ein zentraler Faktor sozialer Ungleichheiten bei technologischen Entwicklungen gewesen.“ Schon als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts das Fahrrad erfunden wurde, habe die damalige Mode verhindert, dass Frauen von der Entwicklung profitierten. Das gelte genauso für die Durchsetzung des Verbrennungsmotors in Automobilen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. „Bis heute gelten vor allem die PS-starken Versionen als männlich. Im Gegensatz dazu wurde der Wandel hin zum Elektroauto in den Medien zunächst hauptsächlich durch Mobilitätsmotive und ?–bedürfnisse verbunden, die mit Frauen assoziiert werden. Entsprechend wird an Frauen die Botschaft gesendet – es ist so kinderleicht, auch ohne technikaffin zu sein, die E-Autos aufladen zu können. Jüngste Entwicklungen in der Elektromobilität ermöglichen nun aber wieder die Verknüpfung von Männlichkeit mit dem Auto als Abenteuermaschine.“

Ja.

Dass Frauen so ihre Probleme mit dem Betanken haben, war ja hier schon öfters Thema im Blog.

Und Fahrräder waren schon immer Kennzeichen übelster Frauenunterdrückung. (Gab’s ja auch schon zu Windrädern, Gummistiefeln und Hochwasser.) Alles ist frauenunterdrückend, es ist nur eine Frage der Rhetorik, es auch zu finden. Aber wehe jedem, der ein Damenfahrrad Damenfahrrad nennt, weil das nun wieder unterstelle, dass Frauen nicht auf normalen Fahrrädern fahren könnten. Egal wie, es ist immer frauenunterdrückend. Weil sie für das Gejammer mit einer Professur und Verbeamtung belohnt werden. Da kann gar nichts anderes dabei herauskommen. Da steht das Ergebnis von vornherein fest, weil man auch nur die einstellt, die das sagen, was man hören will. Und das nennen die dann Wissenschaft.

Und jetzt kommen diese fiesen Hersteller von Elektroautos und behaupten, das Aufladen eines Elektroautos sei so einfach, dass es sogar Frauen könnten, und die grausame Wirklichkeit sei, dass Frauen dann vor der Säule stehen und nicht wissen, wie es weiter geht.

Das ist bitter.

Und dann kommen die auch noch, und wollen Elektroautos an Männer verkaufen, indem sie sie ihnen als Abenteuermaschinen verkaufen. Soweit ich weiß, ist das abenteuerlichste an einem Elektroauto

  • das Ausfüllen des Förderantrages,
  • der Versuch, in Berlin ein Kraftfahrzeug anzumelden,
  • das Aufladen an der Säule,
  • ob man ankommt, bevor der Akku leer ist.

Da können Männer nicht widerstehen.

Die ganze Frauenförderung, der ganze Gender-Hokus-Pokus führen sich schon selbst ad absurdum. Man muss einfach mal nur schauen, was die so als „Forschungsthemen” haben.

Dann erübrigt sich eigentlich jede weitere Diskussion.

Sollte irgendwer ein Forschungsthema einer Soziologin finden, das zu irgendetwas gut wäre, irgendeinen Nutzen hätte oder uns irgendwie voranbrächte, bitte Hinweis an mich.

Das ist doch alles Behindertenwerkstatt und nicht Forschung.