Ansichten eines Informatikers

Das amerikanische Zwei-Parteien-Gewackel

Hadmut
4.11.2026 19:41

Warum die USA politisch nicht ordentlich funktionieren.

In den USA gibt es ein Zwei-Parteiensystem. Es gibt keine Koalitionen, weil immer eine der beiden Parteien die Mehrheit hat.

Und das nun führt dazu, dass die Leute immer dann, wenn sie unzufrieden sind, die andere Partei wählen – ihnen bleibt ja auch nichts anderes übrig.

Das führt dazu, dass die Parteien – egal, wie dumm, schlecht, korrupt, unfähig sie sind – immer wieder an die Macht kommen, nämlich immer dann, wenn die Leute von denen, die gerade an der Macht sind, die Schnauze gestrichen voll haben. Im Prinzip werden die USA nie geheilt, sondern wechseln immer nur zwischen Pest und Cholera. Als ob man seine Klamotten nie wäscht und nur zwei Hosen hat, und immer dann, wenn eine zu sehr stinkt, einfach die andere anzieht.

Also ganz anders als in Deutschland, wo man von SPD und CDU die Schnauze voll haben und beide zum Teufel wählen kann.

Nun gab es ja schon Gerüchte, dass genau dieses Problem auch einigen Amerikanern aufgefallen sei und es dort eine dritte Partei geben sollte. Es gibt wohl durchaus mehr als zwei Parteien, aber die anderen spielen wohl einfach gar keine Rolle, auch weil man höllenteure Wahlkämpfe machen muss, um überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden. Man muss regelrecht vorführen, dass man viel Geld hat oder auftreiben kann. Deshalb kam das Gerücht auf, dass die Tech-Firmen, voran Elon Musk, eine Partei aufmachen wollten, das bisher nur deshalb nicht getan haben, um den ihnen günstig gesonnenen Trump nicht zu schwächen.

Wenn jetzt aber wieder die „Demokraten“ (die Tastatur biegt sich, wenn man die so nennt) dran sind, da also Linke und Islamisten die Macht übernehmen, dann müsste das jetzt eigentlich fällig sein, dass die eine neue, dritte große Partei aufmachen. Die Frage ist, wie die aussehen würde. Konservativ? Zum Vorteil der Milliardäre? Technikorientiert?

Das geht sicherlich nicht. Denn irgendwas müssen sie den Leuten ja anbieten, um gewählt zu werden. Jobs? Niedrige Steuern? Medizinische Versorgung?

Ich hatte mich vor einigen Jahren schon gewundert, warum ein Laden wie Amazon, der nicht mehr weiß, wo er noch expandieren könnte, keine eigene Kette von Arztpraxen, oder besser solchen Polikliniken, wie man sie früher in der DDR hatte, aufmachen, weil sich ja gezeigt hat, dass solche Polykliniken mit angestellten Ärzten weit effizienter und damit kostengünstiger sind. Man hat zum Beispiel kein Röntgengerät, das meistens ungenutzt herumsteht. Man braucht nur einen Empfang. Das ganze noch mit KI aufgepeppt, etwa zur Terminvergabe, in Verbindung mit einer Krankenversicherung.

Oder einen Ersatz für die bekloppten Universitäten.

Eine Jobaussicht für all die niedrig gebildeten einfachen Leute, Migranten und so weiter. Das ist nicht einfach, was sollten die auch arbeiten? Man müsste sich eben mal Gedanken machen, was man für die finden würde. Einfach mal ein großes Unternehmen gründen, das systematisch Jobs mit Kleinstausbildung anbietet.