Ansichten eines Informatikers

Schönes Projekt für Mondlandungsbestreiter

Hadmut
23.10.2026 3:41

Wenn Ihr am Wochenende noch nichts vor habt.

Ich absichtlich nicht „Mondlandungsleugner“ geschrieben, weil das was anderes wäre. Linke kapieren nicht, was „leugnen“ ist. Ein „Mondlandungsleugner“ wäre einer, dem man vorwirft, selbst auf dem Mond gewesen zu sein, und der das bestreitet und sagt „Nein, ich bin nicht auf dem Mond gelandet“.

Wenn man aber ungefragt bestreitet, dass andere auf dem Mond waren, dann ist man ein „Mondlandungsbestreiter“ oder „Mondlandungsinfragesteller“. Wenn man außerdem Geisteswissenschaftler ist und noch mehr Wörter nicht richtig kennt, vielleicht sogar ein „Mondlandungshinterfrager“.

Wie dem auch sei: Wenn Ihr am Wochenende noch nichts vor habt, es gibt jetzt ein schönes Projekt für den Raspberry Pi: Ihr könnt Euch jetzt den Steuerungscomputer der Apollo-Kapseln nachbauen und ausprobieren:

Recreate the Apollo Guidance Computer

Statt 7-Segment-Anzeigen mit LEDs wohl ein LCD-Panel, aber sieht sehr echt aus. Natürlich mit dem Unterschied, dass das graue Gehäuse 1969 nur das Bedienteil war und noch ein Riesen-Rechner im separaten Gehäuse dazu gehörte, während heute natürlich alles in das graue Gehäuse passt. Eigentlich hätte da auch ein ESP32 locker gereicht.

Es gibt auch einen Simulator für den PC, und man kann die auch verbinden.

Ihr könnt ja mal ausprobieren, ob man damit zum Mond fliegen kann.

Ach ja: Sollte es Euch gelingen, damit simuliert auf dem Mond zu landen, Ihr also zumindest simuliert auf dem Mond landet, und Ihr das dann hinterher nicht zugebt, dort gelandet zu sein, weil man ja dann nicht mehr so leicht sagen kann, dass das nicht geht, dann, aber erst dann, seid Ihr gewissermaßen auch ein Mondlandungsleugner.

Zeigt übrigens, dass die Computertechnik der Programmiersprachen mit der Linguistik verwandt ist: Das Programm und die Anweisungen werden in Paaren von Verb und Noun angegeben, also Anweisungen aus Verb und Objekt.

Viel Spaß.