Ansichten eines Informatikers

Stell Dir vor, es war Hinrichtung, und keiner ist tot …

Hadmut
1.10.2026 19:06

Stichwort: Fachkräftemangel.

Ich weiß nicht, ob Ihr das mitbekommen habt.

Gestern war auf Social Media einiges los, weil sich verschiedene Menschenrechtsgruppen produziert haben, weil heute in Tennessee die erste Frau seit 200 Jahren hingerichtet werden sollte. Seltsamerweise fordert da auch niemand eine Frauenquote oder weibliche Repräsentation. Es ging um eine gewisse Christa Pike, die 1995 im Alter von 18 eine Klassenkameradin (strafverschärfendes Problem: hübsch) bestialisch ermordet hat, ihr mit einem Teppichmesser die Kehle durchgeschnitten und dann ein Pentagramm in die Brust geschnitten hat. Oder sowas. Irgendwas satanistisches. Damals. Heute im Zeitalter von Migration und Diversität sieht man das mit dem Kehle durchschneiden eher als Ordnungswidrigkeit.

Jedenfalls war großes Theater. Die einen, die sich für sie einsetzten, zeigten Bilder von ihr mit 18, als sie auch noch hübsch war. Die anderen zeigten aktuelle Bilder, weil sie jetzt, 30 Jahre später, eben nicht mehr hübsch ist, und sich außerdem im Knast auch ziemlich schlecht benommen haben soll.

Die einen wollten es verhindern, die anderen feiern, dass endlich mal wieder auch eine Frau hingerichtet wird. Quote, Gleichberechtigung und so.

Dann gab es eine Stunde vor der Hinrichtung noch eine aufschiebende Gerichtsentscheidung, die dann aber doch wieder verworfen wurde.

Also hat man sie hingerichtet. Es versucht.

Aber, ach.

Irgendwie lief etwas mit dem Setzen der Venenkanüle nicht richtig, und auch nach der zweiten Ladung Pentobarbital stellte der Arzt, der ihren Tod festzustellen hat, hochoffiziell und amtlich fest, dass sie „schnarcht“. Sogar in den USA gilt Schnarchen als mit dem Tod unvereinbar, weil man dafür atmen muss.

Vor lauter Panik hat man sie dann vom Hinrichtungs- zum Notfall umdeklariert und den Rettungsdienst gerufen, um ihr Leben zu retten. Man hat sie dann in ein Krankenhaus gebracht. Es gab mal die Sitte, dass jemand, der seine Hinrichtung überlebt hat, begnadigt und freigelassen wird, aber ich weiß nicht, ob das in den USA auch so ist.

Mir leuchtet das nicht ein.

In den USA gibt es jede Menge Gewalt- und Drogentote. Täglich werden da Leute erschossen oder sterben an abgefahrenen Drogen. Ständig wird uns erzählt, dass es da für Pfennige die Droge X oder Y gibt, die viel stärker ist als die früher gebräuchliche Droge Z, und davon schon eine Menge, die man kaum sehen kann, zum Tode führe.

Alle seien sie auf Fentanyl, das käme aus Mexiko für Kleingeldbeträge, und davon auch nur eine Winzigkeit zu viel – zack, tot, Überdosis.

Aber wenn sie einen hinrichten wollen, dann bekommen sie das nicht mehr hin. Zwei große Ladungen Pentobarbital, und nichts passiert. Außer „Sie schnarcht“, angeblich auch „bei Bewusstsein“.

Anstatt einfach mal das letzte Kilo Fentanyl aus der Aservatenkammer zu holen, dessen Staub beim Einatmen schon reichen würde, und eine millionenfache Überdosis des tödlichen zu geben, experimentieren die da rum. Auf einen Stuhl setzen mit 10kg Sprengstoff im Sitzkissen. Schockfrosten. Den Franzosen mit ihrer Guillotine wär’ das nicht passiert.

Hat sich nicht neulich einer auf ausdrücklichen Wunsch erschießen lassen, weil er sich das Gehampel mit den Spritzen nicht antun wollte?

Gleich tot war der angeblich auch nicht, weil die so präzise geschossen haben, dass sauber das Herz futsch war, der dann aber auch noch einzige Zeit, einige zig Sekunden noch bei Bewusstsein war und sich wohl noch umgeschaut hat, bis der Sauerstoff im Hirn verbraucht war. Aber Herz weg ist zwar dann nicht sofort, aber doch recht zuverlässig und zügig tödlich.

Ist wohl auch nicht so schön für die Henker, dem dann zuzusehen und nicht zu wissen, was man tun soll. „Und nun? Ja, jetzt warten wir eben …“

Vielleicht sollten sie die KI befragen.