Ansichten eines Informatikers

„Wasabi-Paste“

Hadmut
8.9.2026 16:58

Auch das noch.

Beim Aufräumen der Küche und Ausmisten der letzten Corona-Notvorräte noch eine Packung (drinnen eine Tube) „Wasabi-Paste“ gefunden. Zum Sushi. War hinter den Reis gefallen.

Auf der Suche nach dem Haltbarkeitsdatum bei der Zutatenliste vorbeigekommen:

  • Wasser
  • Meerrettich 18,6%
  • Sojaöl
  • Maisstärke
  • Süßungsmittel: E 420
  • Salz
  • Maltodextrin
  • Verdickungsmittel: E 460, E 415
  • Meerrettich – Wasabi 0,7%
  • Aroma
  • Säureregulator E 330
  • Kurkuma-Pulver
  • Farbstoffe: Kupferkomplexe der Chlorophylle und Chlorophylline

Warum darf etwas als „Wasabi-Paste“ verkauft werden, wenn 0,7% davon „Meerrettich – Wasabi“ sind?

Und heißt das, dass wenigstens diese 0,7% dann Wasabi sind, oder ist das auch wieder eine Mischung?

Obwohl: Wenn man die Vorderseite genau ansieht, dann steht da groß und auf leuchtend grünem Grund „Wasabi-Paste“ und zwar direkt darunter, aber unauffällig schwarz auf blau und deutlich kleiner „0,7% Wasabi“. Das ist mir aber auch erst aufgefallen, als ich diesen Artikel hier geschrieben habe.

Immerhin: 18,6% Meerrettich. Das ist ja schon mal in der Nähe. Es gibt auch Wasabi-Fakes auf Senfbasis.

Irgendwo habe ich mal gelesen, es ginge dem Wasabi wie dem Olivenöl: Es werde weltweit viel, viel mehr davon verkauft, als hergestellt wird.

Vermutlich wird man sich darauf hinausreden, dass in Zahnpasta ja auch kein Zahn, und in Schuhcreme kein Schuh drin ist.