Frisch erschossen
Wenigstens das funktioniert in Berlin noch zuverlässig.
Die Nachricht in Berlin ist ja nicht mehr, dass einer erschossen wurde. Ob, wie, wann.
Man nimmt nur noch am Rande zur Kenntnis: Wo.
Es interessiert auch höchstens noch unter dem Aspekt der Unterhaltung: Warum. Oder vielleicht doch das wie, falls es amüsante Besonderheiten umfasst.
Besonders schön:
GdP-Sprecher Benjamin Jendro sagte dieser Redaktion: „Es kann keinen verwundern, dass die aktuelle Welle an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Schusswaffen Todesopfer mit sich bringt. Berlin ist die Hauptstadt der Waffengewalt. Wir gehen längst von einer Durchbewaffnung der Szene aus, bei der mittlerweile in Crime-as-a-service-Manier auch Taten in Auftrag an Personen außerhalb der eigenen Strukturen gegeben werden.“
Na, dann haben wir ja doch noch einen funktionierenden Dienstleistungssektor in Berlin. Dann bringt die Fachkräfteeinwanderung also doch was.