Ansichten eines Informatikers

Mit dem Fahrrad nach Spanien schwimmen …

Hadmut
31.7.2026 16:19

Wie es zu dem aktuellen Run auf Ceuta kommt.

Angeblich sind inzwischen 60.000 „Migranten“ nach Ceuta eingedrungen. Angeblich geschwommen, bis zu 6 Stunden. Teilweise wurde behauptet, die Leute seien 6 Stunden durch die Meerenge von Gibraltar von Marokko nach Spanien geschwommen.

Schaut man aber in den Social Media nach Informationen, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Ceuta ist übrigens nur formal spanisch, geographisch ist es ein Zipfel von Marokko.

6 Stunden sollen sie geschwommen sein, und einer hat beim Schwimmen sogar sein Fahrrad mit dabei:

Angeblich soll es in Melilla, auch eine spanische Exklave in Marokko, ähnlich laufen:

Social Media / ÖRR

Beachtlicherweise sieht man auf alle den Videos in den Social Media praktisch nur Männer im wehrfähigen Alter, keine Kinder, keine Frauen, keine Alten, keine Kranken.

Ein Video wurde gezeigt, in dem man auch eine Frau durch das Bild laufen sieht, zu dem es aber inzwischen heißt: „Das Video zeigt eine Pilgerfahrt auf den Berg Cudi in der Türkei“. Also nix Frau. Eher so:

So Leute, die Marokko ohnehin gern loswerden wollte:

Das ZDF dagegen zeigt uns fröhlich winkende Frauen und Kinder – „Unter ihnen sind viele Minderjährige“, von einer fröhlich wirkenden Nachrichtensprecherin, die das als gut und erfreulich darstellt:

Andere meinen, das sähe anders aus, als uns das ARD und ZDF zeigen:

Im spanischen Fernsehen scheint es nicht besser zu laufen:

Warum, wie konnte das passieren?

Ich finde leider die Stelle nicht mehr, aber irgendwo hieß es, dass man dort über die Social Media die Falschnachricht verbreitet habe, dass man aus Europa nicht abgeschoben werden könne, wenn man auf dem Seeweg reinkommt. Klar, von den Schlauchbooten kam ja nie jemand zurück.

Es stehe aber nichts darin, wie lang der Seeweg sein müsse. Ein paar Meter reicht.

Heißt im Prinzip: Du kannst aus Europa nicht abgeschoben werden, wenn Du nass nach Europa kommst.

Das alte Schema: Man motiviert die Leute, indem man Falschinformationen streut.