Ansichten eines Informatikers

Das ZDF, der Professor, die KI, die „Cybersicherheit“ und das große Heulen um die verlorene Zeit

Hadmut
23.7.2026 14:36

Da geht mir mal wieder der Deckel darüber hoch, was für einen Schrott das ZDF sendet sendet.

Ihr habt doch bestimmt mitbekommen, geht ja gerade durch alle Medien: Der US-Firma OpenAI soll eines neues KI-Modell zur IT-Sicherheit eigenmächtig aus einer Sicherheitsumgebung ausgebrochen sein, soll sich selbst Internetzugang verschafft und dann die Firma Hugging Face angegriffen haben, und das erfolgreich.

Zufällig habe ich vergangene Nacht noch das ZDF auf dem Fernseher laufen gehabt und dabei die Sendung heute journal update gesehen – und dachte, ich falle vom Stuhl, bei dem, was die da von sich gegeben haben.

Die ganze Sendung könnt Ihr Euch unter dem Link ansehen, aber hier der Ausschnitt, den ich grotesk finde:

Und zwar finde ich zwei Punkte an dem Ding so völlig daneben:

  1. Sie sagen beide, dass das Sicherheitsproblem beim Angreifer und nicht beim Angegriffenen liege. „Cybersicherheit“ sei nicht, dass sich der Angegriffene besser schützen muss, weil er Sicherheitslöcher hat, sondern dass sich der Angreifer gefälligst zusammenreißen, an Regeln halten, und das zu unterlassen habe.

    Das ist so Weibchenlogik und Rudelmechanik.

    Nicht die Bank braucht den Tresor, sondern der Bankräuber müsse sich an Regeln halten und das bleiben lassen. Das kann man so sehen, aber das ist dann eben Moral- und Sozialgehampel und nicht Sicherheit. Sicherheit findet beim Angegriffenen und nicht beim Angreifer statt, sonst ist es keine.

    Wie kann man so einen Quatsch von sich geben?

    Und natürlich das Schema: Der böse Kapitalismus. Die sitzen auf Milliarden und kümmern sich um nichts.

  2. Dann jammern beide darüber, dass man jetzt ganz dringend „Cybersicherheit“ betreiben müsse, es aber doch schon viel zu spät dafür sei.

    Wie lange beschreibe ich das jetzt hier, dass man die IT-Sicherheit in Deutschland systematisch lahmgelegt und ausgehebelt hat? (Rhetorische Frage!)

    Seit knapp 30 Jahren (Rhetorische Antwort).

    Die Geheimdienste und die Frauenförderung haben dafür gesorgt, dass wir die IT-Sicherheitsprofessuren mit Versagern, Windbeuteln und Quotenweibchen besetzt haben, die garantiert nichts in IT-Sicherheit unternehmen, was den Geheimdienste nicht passt oder auch nur die geringste Sachkunde von Frauen fordern würde (Stichwort: „Quality is a myth“, Parole der Gender Studies, Leitlinie der Gesellschaft für Informatik).

    Ich sage das nicht nur seit knapp 30 Jahren, ich habe es auch so oft wiederholt, dass viele Leute sagen: Der Danisch wiederholt sich. Jetzt kommt der schon wieder damit an. Also kann man jetzt wohl schlecht sagen, ich hätte nicht deutlich genau davor gewarnt und darauf hingewiesen.

    Und jetzt kommen die daher und heulen, dass wir jetzt plötzlich sicherheitstechnisch nackt dastehen, und man jetzt mal anfangen müsste, etwas zu entwickeln, und – ogottogott, ist das es dafür nicht viel zu spät?

    Ja.

    Es ist zu spät.

    Aber es ist nur deshalb zu spät, weil man zu blöd ist. Auch das ZDF.

Und das ist kein Zufall, keine Einzelpanne. Es erinnert mich nämlich daran, dass ich genau denselben Effekt vor ein paar Tagen schon einmal beobachtet habe. Da kam doch diese Sendung von Dunja Hayali über die Mängel der Bahn im ZDF. Dass das nichts wird, wenn Hayali die Finger drin hat, war klar. Aber sie hat in einer monströsen Systematik am Thema vorbei geredet. Die veraltete Technik sei schuld, und, weil man einen Schuldigen brauchte, der Mehdorn, der die Bahn habe verroten lassen, um sie an die Börse zu bringen. Klar, Börse = Kapitalismus, da lacht das Marxistenherz.

Dass die Bahn aber seit Jahren als Versorgungsplatz für Quotentussis herhalten muss, wird nicht erwähnt. Dass die Bahn kaputtfeminisiert wurde.

Und dass die Bahn unter Vandalismus und Gewalt, vor allem durch Migranten leidet, wird auch nicht erwähnt.

Dasselbe Prinzip: Jahrelang mit Feminismus und Wokeness alles kaputt gemacht. Alles ignoriert. Und wenn es dann gegen die Wand fährt, dann erst jammert man und sucht dann politisch korrekte Ursache und Schuldige.

Ursachenanalyse Fehlanzeige.

So führt das ZDF die Zuschauer hinters Licht.

Von wegen „Mit dem Zweiten sieht man besser.“ Vom Zweiten wird man verarscht und getäuscht.