Ansichten eines Informatikers

Rund 150.000 Menschen werden per Haftbefehl gesucht

Hadmut
22.7.2026 21:07

Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht.

Ein Leser verweist auf diesen Artikel in der WELT Rund 150.000 Menschen werden per Haftbefehl gesucht – darunter knapp 100 Gefährder

und fragt an, ob die Bundesrepublik diese Leute nicht festnehmen kann oder vielleicht gar nicht will, denn wir hätten ja gar nicht den Knast-Platz, um die unterzubringen.

Weiß ich nicht.

Das ist aber ein guter Punkt. 150.000 offene Haftbefehle, und gar nicht der Platz dafür.

Wer sollte die auch festnehmen? So viele Polizisten haben wir ja auch gar nicht.

Und wer sollte sie dann verurteilen?

Aber der Volksmund sagt ja, auch einem blinden Korn läuft mal ein Huhn zu.

Für mich stellt sich aber eine andere Frage:

Stellt Euch mal vor, von diesen 150.000 stünden morgen 100.000 bei der Polizei und sagten

  • Wir stellen uns, bitte nehmt uns fest!
  • Wir finden keine Wohnung und brauchen ein Zimmer.
  • Wir sind krank und brauchen dringend medizinische Versorgung.
  • Der Rundfunkbeitrag wächst uns über den Kopf und im Knast bekommt man kostenlos.
  • Die Drogenversorgung ist im Knast immer noch am besten.

In Kapstadt erzählten sie mir, dass es dort in den Townships Leute gibt, die andere umbringen und dann bei der Leiche warten, bis die Polizei kommt, um sie festzunehmen, weil man dank der sozialistischen Regierung im Knast sehr viel besser lebt als in den Townships: Ordentliches Zimmer, sauberes Bett, Strom, Wasser, Dusche, saubere Klamotten, Fernsehen, medizinische Versorgung, ordentliches Essen, Sportplätze, Freizeitangebote.

Was machen wir, wenn das bei uns der Fall ist?

Tut uns leid, aber Ihr Haftbefehl reicht nicht. Sie qualifizieren sich erst ab einer Gesamtstrafe von mindestens 8 Jahren für eine kostenlose Unterkunft! Kommen Sie wieder, wenn Sie einen ordentlichen Totschlag oder wenigstens einen Raubüberfall mit schwerer Körperverletzung vorzuweisen haben, dann können wir Sie auf die Warteliste setzen.

Wir haben aber Angebotswochen: Leisten Sie noch zwei Drogenhandel und einen unerlaubten Waffenbesitz, bekommen Sie ein Gratiszelt mit aufgedruckten Gefängnisgittern für den Stadtpark. Im Herbst haben wir außerdem Aktionswochen, da bekommen Sie das Zelt auch für drei Vergewaltigungen. Aber nur, solange der Aktionsvorrat reicht.

Bis dahin empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose Knast-App, die Ihnen ein virtuelles Knasterlebnis mit Augmented Reality und einer Auswahl aus fünf Zellengenossen-Basistypen bietet.

Es gibt aber einen Geheimtipp. Beleidigen Sie Politiker, dann kommen Sie sofort rein.