Arschneid: Wie man Frauenhintern EU-konform zu filmen hat
Alles wird in der EU genormt. Auch wie das Fernsehen Sportlerinnen auf den Hintern zu schauen hat.
DIE UNTERWERFUNG!
Die Europäische Rundfunkunion (EBU) – der auch ARD und ZDF angehören – und der Europäische Leichtathletikverband haben einen Leitfaden veröffentlicht, damit bei TV-Übertragungen die Athletinnen nicht mehr „sexuaIisiert“ werden.
Es ist so offensichtlich: man… pic.twitter.com/hlb7E0JB4c
— Georg Pazderski (@Georg_Pazderski) July 19, 2026
Zuerst dachte ich, dass sei wieder irgendeine schlechte Satire, aber es ist wohl echt. Auf Watson gibt es eine feministische Arie dazu. ARD, ZDF & Co. bekommen Kameraregeln für Frauensport: Die Tatsache, dass es sie braucht, ist das eigentliche Problem
Die EBU hat gemeinsam mit European Athletics ein 23-seitiges Dokument namens “Raising the Bar” veröffentlicht. Die Frage, die es zu beantworten versucht, klingt eigentlich banal: Wie filmt man eine Sportlerin so, dass die Aufnahmen ihre Kraft und ihr Können würdigen, statt sie zu untergraben? Dass diese Frage überhaupt eines offiziellen Leitfadens bedarf, sagt alles.
Im Dokument werden europäische Broadcaster, also für Deutschland auch ARD und ZDF als EBU-Mitglieder, angehalten, keine aufdringlichen Nahaufnahmen von Körpern zu zeigen, keine tiefen Kamerawinkel, die enthüllende Perspektiven einfangen, und keine Zeitlupenwiederholungen, die keinen technischen oder erzählerischen Mehrwert haben. Was stattdessen in den Fokus rücken soll: Weitwinkelaufnahmen, die Anlauf, Absprung und Technik zeigen. Kurz gesagt also: Sport statt Körperteile von Athletinnen.
Wo findet man das Ding? Hier: Raising the Bar: Guidelines for respectful media coverage in women’s athletics
Könnte man auch als zunehmende Islamisierung auffassen.
Und da drin wird dann für verschiedene Sportarten der Leichtathletik. Hochspringerinnen zum Beispiel darf man nicht beim Sprung zeigen, weil man ihnen inne Ritze gucken könnte. Erst danach beim Jubeln darf man wieder gucken.
Stabhochspringerinnen zum Beispiel darf man nicht filmen, wenn sie den Stab vom Boden aufheben. Weil sie sich dazu nach vorne beugen müssen, und man dabei den Hintern sehen könnte.
Und auch beim Sprung über die Latte darf man sie nicht zeigen. Warum? Na, weil Stabhochspringern beim Überqueren der Latte kopfüber in der Luft hängen, Beine nach oben. Man könnte die Ritze sehen.
Weitspringerinnen beim Anlauf, aber nicht im Sand.
Die Füße der Frauen darf man dabei ausnahmsweise zeigen, weil es für die Zuschauer informativ ist, ob sie beim Absprung den Absprungbalken getroffen oder übertreten haben.
Laufen geht übrigens gar nicht, da haben sie nur negative Beispiele. Am besten zeigt man da nur die Anzeigetafel mit den Ergebnissen.