Die deutschen Universitäten des 18. Jahrhunderts
Ein Leser widerspricht.
Er meint, die deutschen Universitäten seien im 18. Jahrhundert nicht besser gewesen und verweist auf eine Zusammenstellung der KI Gemini:
Ich hab Gemini auch mal gefragt, wie es mit den deutschen Unis im 18. Jahrhundert aussah. Und ich muss sagen: Ja, die hatten echt Klasse. Klingt ja fast schon so, wie du das KIT beschreibst. pic.twitter.com/V0AUbfCsDa
— Zentralrat der Untoten (@rat_der_untoten) July 17, 2026
Ah, schön.
Sage ich doch: Im 18. Jahrhundert waren sie jedenfalls besser als heute.
Stellt Euch vor, jemand wäre in die Universitäten des 18. Jahrhunderts gekommen und hätte gesagt: Es gibt keine Männer und keine Frauen, jeder kann sich beliebig umdefinieren und es gibt 98.000 fluide Geschlechter.
Die hätten einen nur ausgelacht und rausgeworfen. Heute lachen sie die aus und werfen sie raus, die den Quatsch nicht glauben.
Eindeutig besser als heute.
Und ja, Humboldt war ein echter Fortschritt. Aber den haben sie ja wider abgeschafft. Die Berliner Studentenorganisationen haben die Humboldts aus dem Logo getilgt und durch den RAF-Stern ersetzt. Und die Humboldt-Uni ist eine marxistische Klapsmühle.
So richtig gute Erfindungen und Entdeckungen gab es im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Der deutsche Physiker Heinrich Hertz entdeckte im November 1886 als Erster elektromagnetische Wellen (auch Radiowellen genannt). Er bewies damit die Ausbreitung unsichtbarer elektrischer Kraftfelder durch den Raum. An der Universität Karlsruhe. Den Hörsaal gibt es heute noch.
Und was sind die heute? Ein korrupter Sauhaufen.
Der Gemini-Artikel erwähnt Göttingen und Halle als die ersten modernen, wissenschaftlichen Universitäten. Zu Halle fällt mir gerade nicht viel ein, aber Göttingen ist auch so ein marxistischer Kindergarten.
Und wie schon oft beschrieben, waren die deutschen Universitäten, entstanden seit dem 14. und 15. Jahrhundert als nichtreligiöse Nachahmungen der Dom- und Klosterschulen und waren lange Zeit nichts anderes als korrupte Schwätzbuden, weil sich die Professoren bis ins Preußen des 19. Jahrhunderts von Korruption ernähren mussten.
Das ist ja auch der Grund, warum man in Deutschland die Habilitation brauchte: In die Oberschicht kam man nur als Adliger, und adlig wurde man nur durch Geburt. Also fingen die Professoren an, die Doktor-Grade, die auch im Namen geführt wurden und zu einer Art Pseudo-Adel wurden, gegen Geld zu verkaufen. Reiche kauften sich den Doktor, der wie ein Adelstitel im Namen geführt wurde, dafür hatte der Professor wieder für einige Zeit etwas zu essen oder ein paar neue Bücher. Und weil der Doktor dadurch seine Eigentschaft als Qualifikationsnachweis völlig einbüßte, brauchte man als richtigen Nachweis eben noch die Habilitation.
Die Geschichte der deutschen Universität ist vor allem eine Geschichte der Korruption und des leeren Geschwätzes, nur teilweise und vorrübergehend unterbrochen von etwas Wissenschaft.