Über Bluesky
Offenbar haben andere denselben Eindruck wie ich.
Auf Bluesky wittert man inzwischen die ganz große Verschwörung:
1.600 Blockierungen, einige wüste Beleidigungen und 70 Blocklisten später erstellt man jetzt Ermittlungstafeln, die die Drahtzieher hinter der Nius-Invasion aufdecken sollen.
Diese Leute haben sie nicht mehr alle. pic.twitter.com/1m0vFZ6PsB
— Australischer Austauschstudent (@VceOfReason) May 5, 2026
Erkenntnisse nach 24 Stunden auf Bluesky:
– Am liebsten würden Linke Andersdenkende ausnahmslos erschießen
– Da sie das nicht können, blockieren sie dich
– In ihrer Blase herrscht weniger Meinungsfreiheit als im nordkoreanischen Intranet
– „Krypto-Nazis“ (?) sind unerwünscht
— Australischer Austauschstudent (@VceOfReason) May 5, 2026
Der abgesprochene Rückzug der Linkspartei, der SPD und der Grünen von X ist mehr als eine Protestaktion. Es geht um die Neujustierung digitaler Öffentlichkeit. Ein Kommentar. https://t.co/O8V5koe40R
— Berliner Zeitung (@berlinerzeitung) May 6, 2026
Was ich die letzten 24 Stunden über das Verhalten und die straffe Organisation der User auf BlueSky gelesen habe, lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Plattform die Wiege einer faschistischen Bewegung werden könnte. Mit solch einer Radikalisierung hätte ich nicht gerechnet.
— Ben Jamin (@75Jamin) May 5, 2026
Schon bin ich ein "Anker-Konto", das von einem @niusde_ Bot-Cluster Netzwerk genutzt wird.
Dabei mache ich kaum etwas auf Bluesky. Haben die alle Aluhüte auf? Das ist doch krank, was die sich zusammenreimen.https://t.co/NrVhbiIKIe pic.twitter.com/XGm17tSlKD
— Ali Utlu (@AliCologne) May 5, 2026
Ich bin hüfttief in den blauen Sumpf hinabgestiegen, um dieses Feuerwerk des Irrsinns zu zünden: Viel Spass für die uncoolen Kids von Rot Rot Grün bei der Hassplattform Bluesky, heult leise bei der Selbstversenkung und bleibt bitte dort. #WirVerlassenX https://t.co/3BRN0wJlNQ
— Don Alphonso (@_donalphonso) May 5, 2026
Oliver Rautenberg scheint von mir besessen zu sein.
Heute lernt er den § 86a StGB kennen. Ich lasse mir nicht alles gefallen. Auch nicht auf BlueSky.https://t.co/rprfogW2PA
— Ali Utlu (@AliCologne) May 5, 2026
Guten Morgen! Wir machen jetzt rüber zu Bluesky! pic.twitter.com/x1J6mu3LgX
— Julian Reichelt (@jreichelt) May 6, 2026
Ein SPD-Senator sagt laut, was viele in der politischen Klasse still denken: Öffentliche Kommunikation gehört unter staatliche Kontrolle.
Diesen Satz, der die ganze Arroganz, das ganze autoritäre und illiberale Gebaren offenbart, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. pic.twitter.com/gzop6uEHiX
— Joana Cotar (@JoanaCotar) May 4, 2026
Sozialisten waren schon immer so….
Deswegen #niewiedersozialismus pic.twitter.com/BO4s5ddghc— BlaueElster (@blaueelster) May 5, 2026
KI-Auskunft dazu:
Kontext und Zeitpunkt: Die Rede hielt Goebbels am 25. März 1933 vor Intendanten und Direktoren der deutschen Rundfunkgesellschaften im Berliner Funkhaus. Dies geschah nur einen Tag nach Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes, das die Diktatur in Deutschland festigte.
Wortlaut: In verschiedenen Quellen wird das Zitat leicht variiert, aber inhaltlich gleich wiedergegeben:
„Wir machen gar keinen Hehl daraus: Der Rundfunk gehört uns und niemandem sonst. Den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen und keine andere Idee soll hier zu Worte kommen!“.
Ziele:
- Gleichschaltung: Der Rundfunk wurde zu einem zentralen Machtinstrument der NSDAP umgebaut.
- Propaganda: Der Rundfunk sollte das “ganze Volk mit dem Rundfunk durchdringen”, um eine geschlossene Volksgemeinschaft zu schaffen.
- Verbreitung des Volksempfängers: Um die Propaganda flächendeckend zu verbreiten, wurde der billige Radiogeräte-Typ „Volksempfänger“ (VE 301) entwickelt und ab August 1933 verkauft.
Goebbels machte in dieser Rede klar, dass es keinen Raum für konkurrierende Meinungen oder Opposition im Rundfunk geben würde, da dieser ausschließlich der NS-Ideologie dienen sollte.
Da laufen gerade sehr gefährliche Dinge ab.
Das Problem der Linken mit den Nazis waren nicht die Toten, der Holocaust, der Krieg. Stalin, Mao, Pol Pot haben auch Tote produziert.
Das Problem der Linken mit den Nazis war und ist, dass sie sich dem Kommunismus entgegengestellt haben, „reaktionär“ waren. Und deshalb bezeichnet man im Umkehrschluss heute jeden als Nazi, der keinen Kommunismus will, der „rechts“ wählt, der „reaktionär“ ist.
Und weil die Mehrheit der Wähler heute CDU/CSU und AfD wählt, hält man sie alle für wahlunwürdiges Nazisgesindel. Noch vor wenigen Jahren hatte man sich fest darauf eingerichtet, dass man eine linke Mehrheit erringen und dann das Land per Parlamentsmehrheit in einen Sozialismus umbauen werde. Und das hätte sogar geklappt, wenn man sich nicht mit Feminismus, Gender und Migration so saudumm angestellt hätte.
Also versucht man nun, den Kommunismus am Wähler vorbei und dazu eine stalinistische – oder, wenn man so will, Goebbels’sche – Medienhegemonie zu errichten. Was ist eine Hegemonie? Siehe meinen Artikel dazu. Kampftaktik von Antonio Gramsci.
Und genau das läuft hier ab.
Man hatte das ursprünglich mit politischem Einfluss und Netzdurchsetzungsgesetz versucht, Twitter/X zu so einem Hegemonialinstrument zu machen, und Elon Musk hat das nicht nur verteilt, sondern genau das war sogar der Grund dafür, dass er Twitter gekauft hat. Weil man das erkannt hat. Deshalb haben Linke so getobt.
Und deshalb hat man einen „fork“ von Twitter gebaut, Bluesky, und versucht das nun, zur neofaschistischen Medienhegemonie umzubauen.
Das wird noch richtig böse werden.