Die Soziologie der Metronome
Wenn Physik Gesellschaft erklärt.
Unklar, ob das echt ist, aber es erscheint mir plausibel:
32 metronomes out of phase are put on a movable surface, free to oscillate while the metronomes work.
They will sinchronize themselves according to what is called a Kuramoto model of synchronization.
[📹 IkeguchiLab] pic.twitter.com/D7cJ3oNvYk
— Massimo (@Rainmaker1973) April 26, 2026
Metronome mit zufälliger Phasenlage synchronisieren sich, wenn sie auf einer etwas beweglichen Platte stehen.
Während sich anfangs die zufällig verteilten Bewegungen ausgleichen müssten, gibt es winzige, zufällige Unterschiede, die manche stärker wirken lassen als andere und dafür sorgen, dass die Platte mit ihnen etwas stärker mitschwingt. Das beeinflusst andere, weil über die Resonanz die positiv beeinflusst werden, die konform takten, und die anderen negativ, was sich dann selbst verstärkt, bis schließlich alle konform sind.
Man müsste das mal experimentell nachstellen, ob das Video echt ist, aber es erscheint mir zumindest plausibel. Metronome schwingen ja nicht frei, sondern sind aufgezogen wie ein Uhrwerk, üben Federkraft aus, um das Pendel in Betrieb zu halten, und damit eine Gegenkraft auf das Gehäuse.
Mit Meinungen und Ideologien dürfte das genauso laufen. Sobald es einen dominanten Mainstream gibt, wirkt er selbstverstärkend, indem er Konforme bevorzugt und andere benachteiligt.