Ansichten eines Informatikers

„Schulabsentismus“: Schulschwänzen in Stuttgart

Hadmut
22.4.2026 16:28

Wenn und warum an manchen Bildungsgängen der Berufsschulen 38% der Schüler dauerhaft schwänzen.

Ein Leser schickt mir einen Scan eines Artikels „Kein Schulbesuch wegen Drogen“, der wohl am 20.4.2026 in der Stuttgarter Zeitung auf Seite 16 erschien, und am 21.4. in einer anderen Zeitung, aus der der Scan stammt.

Demnach haben wohl alle Schulen in Stuttgart mit zunehmender Schulschwänzerei zu tun (so ganz klar wird nicht, ob nur der Schüler, oder auch der Lehrer), und sie haben dafür sogar einen Fachbegriff: „Schulabsentismus“.

Am schlimmsten sei es dem Artikel zufolge an den Berufsschulen. In vier der 25 Bildungsgänge dabei so schlimm, dass da inzwischen 38 Prozent, insgesamt 1400 „Schülerinnen und Schüler“ – gar nicht mehr zur Schule kämen.

  • Ein Teil sei aufgrund psychischer Probleme krank gemeldet,
  • 200 gar nicht mehr erreichbar.

Was sind die Gründe?

Sie nennen

  • Medien- und Spielsucht, „Zocken“ bis in die Nacht,
  • Exzessiver Cannabis-Konsum – eine Mutter klagt, ihr Sohn kiffe nur noch.

Rechtlich ist Cannabis angeblich erst ab 18 freigegeben, aber faktisch kämen die Schüler ohne weiteres an Cannabis.

Dazu der Leser:

Die Koalition hat ja Canabis legalisiert. Diesen Montag kam ein interessanter Artikel in der Stuttgarter Zeitung – siehe Anhang. 1.400 Schüler besuchen die Schule nicht, Grund Canabiskonsum. Berufschule, Gymnasium etc. Wenn ein Rektor ein Bußgeldverfahren einleitet, läppische 50 Euro, dauert es in der Ministerialbürokratie 4 Monate bis es raus ist.

Stuttgart hat aktuell 605.663 Einwohner, da sind 1.400 Schüler gerade 0,23 Prozent. Hört sich läppisch niedrig an, ist es aber nicht. Jede funktionierende Behörde muss soch einen Antrag eines Rektors nicht in 10 Instanzen prüfen, sondern innerhalb Tagesfrist handeln wie in der Privatwirtschaft.

Hieß es nicht immer, Cannabis sei völlig harmlos, weniger schädlich als Tabakrauchen, da könne gar nichts passieren? Cannabis sei sogar gesund, verbessere die Leistungs- und Denkfähigkeit?

Ich kann mich durchaus noch erinnern, mit welchen Jubelsgesängen und Lobpreisungen über Cannabis wir überschüttet wurden und den Forderungen, dass man das freigeben müsse, weil man ja schließlich auch die viel schlimmeren Drogen Alkohol und Tabak dulde.

Ich könnte mich aber nicht erinnern, dass irgendwo mal 38% der Schüler permanent fehlten, weil sie nur noch saufen oder rauchen.

Wo sind jetzt diese Cannabis-Apologeten? Ach, ja, waren das nicht die Grünen? Sitzen die nicht in Stuttgart?

Ich hätte gerne mal ein Statement von den Leuten, die damals die Cannabis-Freigabe so gelobt und so vehement gefordert haben. Wie die sich das so vorgestellt haben, wie das laufen sollte. Und was macht man mit diesen Leuten nach der Schule? Sind die dann lebenslang auf Sozialhilfe? Oder kommen die dann für die Grünen in den Landtag und in die Ministerien, oder wie stellt man sich das vor?

Sitzen diese Leute dann für den Rest ihres Lebens herum, nur noch Zocken und Kiffen, und der Steuerzahler begießt sie mit Geld, Wohnung, Lebensmitteln?

Und hieß es nicht immer, wir hätten Arbeitskräftemangel, besonders in den Ausbildungsberufen? Wie soll das gehen, wenn bis zu 38% der Berufsschüler nicht nur dauerhaft fehlen, sondern auch außerhalb der Schule dauerhaft zu gar nichts mehr zu gebrauchen sind?

Und wann benennen wir Stuttgart in Kiffgart um?