„Humangeographie“
Noch eine akademische Verblödung.
Leserzuschrift:
Geographie? Da muss ich dich enttäuschen!
Hallo Hadmut,
zu deinem Blogartikel über Togo und Landkarten schlägst du dem Philosophen vor, er hätte lieber Geographie studiert. Ist heute genauso nutzlos geworden. An deiner Lieblingsuni suchen Sie einen Professor für Humangeographie: Ausschreibung W3-Professur
Wenn ich schon lese: “… stärkt sie [die Professur] eine kritisch-analytische Perspektive auf Prozesse des sozialräumlichen Wandels, mit besonderem Fokus auf Macht-, Ungleichheits- und Gerechtigkeitsfragen.”
Und solche hier sind dann schon voll auf der Karriereleiter: Tenure Track Prof., nach 6 Jahren in die unbefristete W3 Professur.
Wir sind komplett lost. Elektrotechnik und Maschinenbau geht auch nur noch mit tütü und blabla. Durchfallquoten bloß nicht zu hoch haben. Wer es schafft, sich zu immatrikulieren, der bekommt irgend wann seinen Master. Die Hälfte der Studenten braucht Safe Spaces, Auszeit oder Klapse. Da kommt keiner mehr mit Fähigkeiten, Fleiß, Biß und Denkvermögen heraus aus dem Laden.
Gruß von der Front
Ja. Beobachte und schreibe ich seit knapp 30 Jahren.
Nur dass ich es damals unter der CDU-Korruption erlebt habe und sie heute unter den Grünen stehen – oder standen.
Kartenprojektionen scheinen da dann auch nur noch unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit betrachtet zu werden. Und vermutlich heißt es „Humangeographie“, weil „Soziogeographie“ oder „Gendergeographie“ zu offensichtlich blöd wäre.
Andererseits: Wofür brauchen wir noch Professoren? Das Land ist ohnehin vorbei.