Ansichten eines Informatikers

HateAid

Hadmut
14.4.2026 20:14

Wer Correctiv sagt, muss auch HateAid sagen … oder so ähnlich.

Man machte mich auf eine Artikel über HateAid aufmerksam, den man noch inhaltlich überprüfen müsste, ob das so stimmt: Judenhass, Islamismus und verweigerte Hilfe: Die Wahrheit hinter Hate Aid

Nur Click Bait? Oder ist was dran?

Hate Aid wird in Politik und Medien als seriöse NGO gelobt, die Hass im Netz bekämpft. Betroffene sollen – unabhängig ihrer politischen Orientierung – mentale, finanzielle und juristische Unterstützung erfahren. Dafür bekommt die NGO große Summen vom Staat und wird von der Regierung als Verteidiger der Demokratie gefeiert.

Eine Analyse der Beiträge, die Hate Aid auf der eigenen Homepage veröffentlicht hat, zeigt: Hinter der objektiv-seriösen Fassade der NGO verbirgt sich ein linksideologisches Weltbild, das Hass nur auf der rechten Seite verortet, legitime Meinungen als rechtsextrem diffamiert und muslimischen Antisemitismus zu einer Erfindung des NS-Regimes erklärt. Es wird deutlich, dass Hate Aid mit Islam-Verbänden kooperiert, die Kontakte zu Islamisten pflegten, während die NGO Islam-Kritikern und Menschen, die ideologisch nicht auf Linie sind, bewusst Hilfe verwehrt. Es kommt der Verdacht auf, dass Hate Aid radikale Aktivisten unterstützt – und somit selbst an der Verbreitung von Hass und Hetze beteiligt ist.

Guter und schlechter Hass

Dass Hate Aid politisch voreingenommen ist, macht die NGO auf ihrer Homepage selbst deutlich. Da heißt es, dass man Menschen, die „selbst Hass im Netz verbreiten“ nicht helfe. Was jedoch als „Hass“ gilt, definiert die NGO selbst. Ein Blick auf die publizierten Inhalte zeigt schnell, dass dies nach fragwürdigen Maßstäben geschieht.

So findet sich auf der Homepage von Hate Aid ein Artikel zum Thema „Queerfeindlichkeit. Dort wird behauptet, dass die biologische Zweigeschlechtlichkeit nicht existiere. Frauen und Lesben, die dennoch darauf beharren, dass Frauen keinen Penis haben können, werden als „TERFs“ (Trans-Exclusionary Radical Feminist. Also: Trans-ausschließende Radikalfeministin), die „Hass und Hetze gegen trans Personen“ verbreiten. Konkret heißt es bei Hate Aid: „TERFs glauben an ein binäres Geschlechtermodell, das sich anhand der Genitalien ablesen lässt”.

Dabei ist klar: Der Begriff „TERF“ gilt unter Trans-Aktivisten als Beleidigung für Frauen, die auf ihre Schutzräume beharren und Kritik am queeren Aktivismus üben. Häufig fällt der Begriff im Zusammenhang mit Morddrohungen und Gewaltfantasien.

Und dann etwas, was zu meinem Rechtsstreit mit HateAid passt:

Hass, Gewalt und Terrorismus wird einheitlich im rechten Spektrum verortet. So wird vor Corona-Leugnern, Klimawandel-Leugnern, rechten Trollen und Verschwörungstheorien gewarnt.

In einem Beitrag über „stochastischen Terrorismus“ wird behauptet, dass Hasskommentare im Netz zu realer Gewalt führen können. So heißt es auf Hate Aid: “Jede*r User*in auf digitalen Plattformen trägt durch Klicks, Likes und Shares von extremistischen Inhalten dazu bei, Wut und Hass zu schüren. So lange, bis sich eine Person berufen fühlt, diesen Hass in einem Attentat auszuleben. Alle, die davor digital mitgemacht haben, sind mitschuldig.”

Hate Aid redet hier Menschen ein, dass sie an grausamen Terrorattacken schuld seien, wenn sie Hass im Netz verbreiten oder ihn nicht bekämpfen – und setzt harmlose Kommentare im Internet mit grausamen Morden gleich.

Über linken Extremismus und die Gräuel der Hamas vom 07. Oktober, der Hisbollah oder die frauen- und homofeindliche Ideologie des iranischen Mullah-Regime findet man auf der Hate-Aid-Seite kein Wort. Stattdessen kuschelt die NGO mit radikalen Islam-Verbänden und framt Judenhass als ein Phänomen, das ausschließlich in der politischen Rechten zu Gewalt führe.

Islamistischer Terror wird totgeschwiegen

So wird in einem Artikel der Judenhass im Islam zwar erwähnt, aber sofort als ein gängiges „antijüdisches Narrativ“ beschwichtigt, das auch im Christentum zu finden sei. Dennoch sei es „wichtig zu erwähnen“, dass „Antisemitismus fester Bestandteil der rechtsextremen Ideologie“ sei, die schnell in realen Terrorismus enden könne. Als Beispiel wird ein rechtsextremistischer Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 genannt. Islamistische Terror-Attacken, wie der von Anis Amri am Berliner Breidtscheidplatz, erwähnt Hate Aid nicht. Der massive Hass auf Juden, der sich in muslimischen Communitys während des Gaza-Krieges in Deutschland (und der gesamten westlichen Welt) in Attacken auf Synagogen, jüdische Restaurants, Cafés und Wohnungen entlud, schweigt Hate Aid tot. Stattdessen wird behauptet, dass „rechte Parteien“ und „Rechtspopulist*innen“ ihr Engagement gegen Judenhass nur vortäuschten, „um anti-muslimischen Rassismus zu verbreiten“.

Das ist dann schon nicht mehr nur einseitig. Das ist dann schon Desinformation, Propaganda, Fake.

Der Islam an sich wird von Antisemitismus freigesprochen. So heißt es auf Hate Aid , dass sich erst „durch die Nationalsozialist*innen“ der „europäische Antisemitismus“ im arabischen Raum verbreitet habe. Es seien die Nazis gewesen, die dort „die ideologische Ablehnung des Judentums“ schürten, „um Muslim*innen gegen einen jüdischen Teilstaat in Palästina aufzuhetzen“ und, „um die Shoa und damit die Vernichtung jüdischen Lebens auf den arabischen Raum auszubreiten“. Das sorge heute „für eine antisemitische Ablehnung Israels in vielen arabischen Ländern“, so Hate Aid.

Hate Aid betreibt hier Geschichtsklitterung, um den Judenhass im radikalen Islam zu negieren. Fakt ist: Bereits in den 1920er Jahren organisierte der Großmufti von Jerusalem Amin al-Husseini grausame Pogrome gegen Juden und suchte aus eigener Initiative heraus den Kontakt zum NS-Regime, um die Judenvernichtung in Palästina voranzutreiben. Spätestens an dieser Stelle sollte man die Seriosität von Hate Aid in Frage stellen.

Das stimmt. Den Großmufti von Jerusalem Amin al-Husseini hatte ich ja auch schon einige Male im Blog. Auf den bin ich gekommen, nachdem in einer israelischen Zeitung darüber berichtet wurde, dass nach Ansicht der israelischen Regierung Hitler die Juden ursprünglich nicht umbringen, sondern nur deportieren wollte (u.a. war Madagaskar im Gespräch), und al-Husseini Hitler gedrängt habe, sie zu vernichten.

Warum aber sollte ausgerechnet die israelische Regierung eine so ungeheuerliche, ausgerechnet Hitler etwas entlastende Aussage treffen, wenn sie nicht zutreffend wäre? Man könnte einwenden, dass denen im politischen Krieg gegen die Palästinenser jedes Mittel recht sei. Aber so sehr, dass sich ausgerechnet Israel zu einer solchen Aussage hinreißen ließe? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube nicht, dass die solche Propagandaaussagen um den Holocaust trägen, viel zu hoch das Risiko, dass das jemand als Lüge enttarnt, wenn es nicht stimmte.

Wie im Blog schon erwähnt, ist der Hass zwischen Arabern und Juden nicht nur historisch bedingt und geht schon bis ins alte Testament zurück, sondern wurde spätestens im ersten Weltkrieg angeheizt, als die Briten den Aufstand der Araber forcierten, um das Gebiet, das heute Gaza und Israel ist, aus dem osmanischen Reich herauszulösen. Stichwort: Lawrence von Arabien. Die Briten hatten damals dasselbe Land beiden, Arabern und Juden, versprochen, anscheinend, weil sie wussten, dass die Juden nicht mehr lange leben würden. Deshalb hat es den Briten auch gar nicht gepasst und sollten von ihnen militärisch verhindert werden, dass überlebende Juden den Weg nach Israel finden. Stichwort: Lager auf Zypern, Spielfilm „Exodus“. Alles schon im Blog besprochen.

Die Darstellung von HateAid ist daher schon historisch nicht korrekt.

Verbindungen zu Islamisten

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Hate Aid mit fragwürdigen Islam-Organisationen wie „Claim Alliance“ oder der Studentenvereinigung „RAMSA“ kooperiert, die Kontakte zu Islamisten pflegten. So gab es etwa Verstrickungen zwischen Claim und dem zur Verein „INSSAN“, der der Muslimbrüderschaft nahestand. In der Studentenvereineigung RAMSA gab es Kontakte zu den „Grauen Wölfen“, der islamistischen Organisation Millî Görüş und Erdogan-Anhängern.

Zusammen mit „Ramsa“ und „Claim” engagiert sich Hate Aid gegen “antimuslimischen Rassismus”. Damit macht sich die NGO für eine Ideologie stark, die von Islamisten und Erdogan-Anhängern vertreten wird, um Kritik am politischen Islam abzuwehren. Indem der Islam nicht als Religion, sondern – wie Hautfarbe – als biologisches Merkmal verstanden wird, können Islam-Kritiker problemlos als Menschenfeinde diffamiert werden. Reale Probleme des Islam wie Sexismus, Homophobie und Antisemitismus werden durch den Begriff als rassistisches Konstrukt verstanden und komplett geleugnet.

Das ist ein sehr interessanter Punkt, das muss ich mir mal näher anschauen.

Generell gilt HateAid ja als dubiose Organisation der Grünen.

Könnte HateAid aber damit eine Tarnorganisation von Islamisten sein? Grüne und Linke stehen ja auch im Verdacht, unter dem Vorwand von Klimaschutz in Wirklichkeit die Verbindung aus Kommunismus und – insbesondere palästinensischem – Islamismus (die sich ja sehr ähnlich sind und kooperieren, vgl. RAF) sind.

Ist HateAid also eine verkappte Islamistenorganisation? Das wird man prüfen und untersuchen müssen.

Es ist jedenfalls ein neuer Aspekt, eine neue Facette.