Ansichten eines Informatikers

Schreibt doch mal was über Ungarn …

Hadmut
12.4.2026 23:28

Steht Ungarn vor einer marxistischen Übernahme durch ein trojanisches Pferd?

Ich finde das ja immer so drollig, wenn Leute von mir erwarten, dass ich mich von jetzt auf gleich in irgendeine Thema „einarbeite“ und zum „Experten“ werde, der allen erklärt, wie es geht, also genau diese Besserwisserei betreibt, die ich nicht leiden kann. Klima – Ukraine – Corona-Viren – jetzt auch noch Raumfahrt und Mondverschwörungstheorien. In alles soll ich mich mal eben schnell einarbeiten, und dann überragende Artikel dazu schreiben.

Jetzt auch zu Ungarn. Ich soll doch mal eben was über Ungarn schreiben.

Schreib doch mal was über Ungarn!

Hallo Hadmut,

als jahrelanger Leser Deines Blogs gebe ich Dir einen Tipp: Schau mal nach Ungarn. Da wirst Du demnächst ein Paradebeispiel für Deine Theorie der marxistischen Unterwanderung sehen.

Was bisher geschah: Die Sozialisten (so heißt die Partei) haben das Land vor die Wand gefahren und zum Abschied auf Demonstranten schießen lassen. Fanden die Ungarn nicht so toll, also haben sie Orban gewählt. Das hat jetzt 16 Jahre lang gehalten, nicht zuletzt deshalb, weil die Sozialisten und verwandte Parteien bei jeder Wahl mit demselben Personal angetreten sind und sich hinterher beschwert haben, dass sie immer noch keiner wählt.

Jetzt ist Orban auch kein Waisenknabe, dazu kommt die schwierige wirtschaftliche Lage dank EU-Sanktionen und starker Bindung an die deutsche Wirtschaft … Die Ungarn waren unzufrieden und man hat ihnen Magyar präsentiert. Der hat es jetzt in zwei Jahren (!) von Null zum Ministerpräsidenten mit Zweidrittelmehrheit geschafft. Glückwunsch.

Jetzt schau Dir die Wahl an: Magyars Programm ist eine weitgehende Kopie von Orban, nur etwas EU-näher und antirussischer. Er ist, das darf man wohl so sagen, rechts. Auch viele ehemalige Orban-Wähler konnten sich damit anfreunden. Trotzdem haben ihn alle linken Parteien unterstützt und sind großteils nicht mal zur Wahl angetreten.

Jetzt schau Dir Magyars Partei an: Eine One-Man-Show, da gibt es praktisch nichts außer Magyar.

Und jetzt wette ich eine Runde Popcorn mit Dir, was passieren wird: Die Ungarn haben rechts gewählt und bekommen Marxismus. Die alten sozialistischen Seilschaften werden sich in Magyars Partei ausbreiten und die wichtigen Posten besetzen. Magyar hat angekündigt, den “Rechtsstaat” wiederherzustellen – die Sozialisten werden wieder in Staatsanwaltschaften und Gerichte einziehen. Magyar will Korruption beenden – Orbans Leute werden vor Gericht gestellt, die Sozialisten halten die Löffel raus.

Spannend wird, ob Ungarn da wieder rauskommt oder ob es jetzt komplett in den allgemeinen linken EU-Filz eingewoben wird wie bei uns, wo nichtlinke Politik mittlerweile illegal ist.

Also … schreib doch mal was über Ungarn. 🙂

Sorry, aber … ich habe zu Ungarn nicht nur keinerlei Bezug, und war auch noch nie dort, sondern ich habe von Ungarn wirklich gar keine Ahnung und käme auch nicht auf die Idee, darüber was zu schreiben, wenn ich darüber nichts weiß. Der Punkt, den der Leser da anspricht, ist sicherlich interessant, und darauf wird man achten müssen. Vor allem, weil gerade die Nachrichten kamen, dass Magyar deutlich gesiegt und Orban bereits seine Niederlage eingeräumt hatte.

Der Gedanke ist interessant: Hat man da eine Attrappe einer „rechten“ Partei gebaut, damit die Ungarn sie wählen, die in Wirklichkeit ein linkes trojanisches Pferd ist?

Wird Ungarn gerade durch einen Wahlschwindel von Marxisten geputscht?

Hat man Ungarn gerade gebrochen?

Jetzt schau Dir Magyars Partei an: Eine One-Man-Show, da gibt es praktisch nichts außer Magyar.

Und jetzt wette ich eine Runde Popcorn mit Dir, was passieren wird: Die Ungarn haben rechts gewählt und bekommen Marxismus.

Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung von den Vorgängen in Ungarn. Ich wäre (jedenfalls heute) nie auf so einen Gedanken gekommen. Bis heute am frühen Abend sagte mir nicht einmal der Name Magyar etwas.

Wird man beobachten müssen. Aber der Gedanke, dass Linke und Euroschisten Orban durch Wahltäuschung wegputschen, bevor der aus der EU austritt, ist nicht fernliegend.