Die feminismusinkompatible Superfrau
Ist Euch was aufgefallen?
Ich hatte doch gesagt, dass mir Twitter/X seit der neuen Übersetzerfunktion jede Menge Käse aus Spanien (und Asien) in die Timeline spült und automatisch übersetzt. Darunter auch das:
Se llama Christina Koch. Se convirtió en la primera mujer en viajar a la Luna con Artemis II.
Ninguna organización feminista la felicitó.
Solo le importa si eres mujer pero de extrema izquierda. pic.twitter.com/5SdVDpATUa
— Caleb (@elprofesorcaleb) April 11, 2026
Ich dachte erst, das Foto sei nicht echt, weil das kein Druck-, sondern ein Raumanzug ist, den sie bei Artemis II nicht hatten. Und das Visier mit Goldspray zugesprüht ist. Allerdings hieß es, dass die Frau, die gerade auf der ISS ist, sich gefreut habe, dass sie gerade gleichzeitig im Weltraum seien, weil sie beide früher zusammen die erste Außenaktivität in Raumanzügen nur von Frauen durchgeführt hatten. Die war also durchaus schon mal in einem Raumanzug „draußen“, und könnte deshalb ein älteres Foto haben. Es ist aber einfach das Foto von ihrer deutschen Wikipedia-Seite.
Der Punkt ist aber ein anderer. Die Twitter-Übersetzung:
Sie heißt Christina Koch. Sie wurde die erste Frau, die mit Artemis II zum Mond reiste.
Keine feministische Organisation hat sie gratuliert.
Es interessiert sie nur, wenn du eine Frau bist, aber eine von extremer Linker.
Das ist ein interessanter Punkt.
Auch wenn es nur eine Umrundung und keine Landung war: Christina Koch war immerhin die erste Frau, die zum Mond geflogen ist, und weiter weg von der Erde als je ein Mensch zuvor.
Eigentlich müsste man feministische Jubelarien erwarten.
Aber da ist nichts. Kein Ton. Kein Piep.
Warum nicht?
Weil die es 10 Tage mit 3 Männern in einer Konservendose ausgehalten hat und das auch noch für Spaß hielt?
Weil sie mit 328 Tagen am Stück im Weltraum mit großen Abstand den Frauenrekord für kontinuierlichen Aufenthalt im Weltraum hält?
Weil sie Astrophysik studiert hat?
Eigentlch müsste die Frau doch als feministische Superfrau gefeiert werden. Die hat Rekorde drauf, mit denen sich höchstens eine Handvoll Männer, messen kann. Die ist doch nun wirklich Rekord-Frau. Schaut, Frauen können alles!
Aber da kommt nichts. Kein Ton.
Warum nicht?
Feiert der Feminismus immer nur solche Frauen, die nichts können?
Könnt Ihr Euch noch an diesen kurzen 10-minütigen Blue Origin Raumhüpfer mit Katy Perry erinnern? Eine Kapsel voller Modepüppchen im schicken Anzug und frischem Nagellack, hochgeschossen, um man ein paar Minuten aus dem Fenster zu schauen, ohne irgendwas zu tun oder zu können, weil alles automatisch? Die hatte man noch feministisch bejubelt.
Warum also ignoriert der Feminismus Christina Koch?