Ansichten eines Informatikers

Die Kolonialisierung des Mondes

Hadmut
2.4.2026 1:32

Ich halt’s nicht aus.

Kaum ist die Rakete zum Mond aufgebrochen, geht es schon los:

Leider ist das so knapp abgeschnitten, dass mir jetzt nicht letztendlich klar wird, ob die zwei das selbst so meinen, oder ob die sich über Kommentare anderer lustig machen. Vermutlich letzteres.

Aber egal, von dem das nun kommt.

Es gibt Leute, die meinen, dass man nicht zum Mond fliegen darf, weil das moralisch verwerflich ist, weil es eine Kolonialisierung sei.

Hätte man das nicht in der Schule lehren können, dass da oben gar niemand lebt, den man kolonialisieren kann? Das ist nur ein Haufen Fels und Staub. Da ist sonst nichts.

Wenn man unterstellt, dass man damit jemand anderem den Mond weg nähme, dann unterstellt man ja damit auch, dass es andere gibt, denen es moralisch gestattet sei, den Mond zu kolonialisieren.

Ich frage mich langsam, was genau diese Leute eigentlich unter Kolonialisierung verstehen.

Aber vielleicht kann man es ihnen so erklären:

Wir haben herausgefunden, dass vor knapp 60 Jahren böse Menschen Mondgestein geraubt und ohne Erlaubnis und ohne zu bezahlen zur Erde gebracht haben. Außerdem stehen da noch Autos und Verbrennerraumfähren herum, die für den Mond klimaschädlich sind (nur keine Diskussion, dass der Mond gar kein Klima und keine Atmosphäre hat, sonst sind wieder wir alten weißen Männer dran schuld).

Wir bereiten nun eine dekolonialisierende Mondlandung vor, um das Mondgestein wieder zurückzugeben, so wie Baerbock in Afrika, nur mit Mondmännchen.

Wobei … das mit dem Mondklima … neulich habe ich mal gelesen, was ich mir aber quantitativ nicht vorstellen kann, dass der Mond durch die Mondlandungen unerhört erwärmt würde. Weil nämlich die Astronauten da rumgelaufen wären, hätten sie Fußspuren hinterlassen. Da, wo man hintrete, ist der helle Mondstaub weg, und dunkler Fels käme zum Vorschein, der sich im Sonnenlicht stärker erwärme. Auf mich wirkte das wie physikalischer Käse, dass sich der Mond durch ein paar Fußabdrücke merklich erwärmen solle. Es las sich aber so, als seien sie fest davon überzeugt. Und wenn sich das rumspricht, dann heißt es wieder, dass der weiße Mann wieder an der Klimaerwärmung schuld sei.

Wie gut, dass sie diesmal eine Frau und einen Schwarzen mitgenommen haben, damit man nicht wieder alle Schuld weißen Männern anlasten kann.