Ansichten eines Informatikers

Was denkt sich diese Familie Reimann eigentlich?

Hadmut
1.4.2026 12:19

Auf den Spuren der „Alfred Landecker Foundation“ und des alten Nazi-Geldes … [Nachtrag]

Mir geht ein Textabsatz durch den Kopf.

Ich hatte im Artikel von gestern aus einem Artikel von Ansgar Neuhof in der Achse des Guten über die Finanzierung von Campact/HateAid zitiert:

Zurück zu den Finanzquellen von HateAid. Einer der größten Finanziers von HateAid ist die Alfred Landecker Foundation. Sie hat allein 2024 HateAid mit 1,375 Millionen Euro bedacht. 2019 war sie von der Familie Reimann beziehungsweise deren Stiftung ins Leben gerufen worden und soll mit insgesamt 250 Millionen Euro ausgestattet werden. Ihr Vermögen stammt vom Unternehmen Joh. Benckiser GmbH (heute JAB Holding Company). Die Benckiser GmbH kooperierte mit dem NS-Regime und berüchtigten Konzernen wie der IG Farben und machte ihr Geld auch mit Zwangsarbeit (Näheres zur Geschichte siehe hier).

Was ist das für eine Foundation, die Leute dafür bezahlt, Nicht-Staatliche unabhängige Medien zu erledigen?

Warum finanziert man eine NGO, eine „Non-Governmental Organization“, um „Non-Governmental Media“ zu erledigen?

Folgen wir dem Link im Text:

Die Alfred Landecker Foundation wurde 2019 von der Familie Reimann ins Leben gerufen. Die Stifter haben bereits 2016 den Wirtschaftshistoriker Professor Paul Erker (Ludwig-Maximilians-Universität München) damit beauftragt, die Geschichte des Familienunternehmens Joh. A. Benckiser GmbH, dem Vorgängerunternehmen der heutigen JAB Holding Company, während der NS-Zeit zu erforschen. Im Juli 2023 erschien seine Recherche als Buch, in dem er die politischen Verstrickungen der Unternehmensleitung von Benckiser in der NS-Zeit sowie den Einsatz von Zwangsarbeitern in den Firmenwerken aufarbeitet.

Wer ist die Familie Reimann? Eine der reichsten Familien Deutschland, und sehr bekannt dafür, dass man über sie gar nichts weiß. Es gab im ÖRR mal eine Dokumentation über diese Familie. Die leben sehr abgeschottet, und stecken in unglaublich vielen Alltagsprodukten, vielen altbekannten Marken drin, vor allem eben Chemieprodukten. Das ist so das, was ich von denen daraus in Erinnerung hatte: Steinreich, undurchsichtig-versteckt, Alltagsprodukte. Damals nach dieser Sendung hielt ich die für nicht weiter beachtlich. Die sind halt reich, stellen sehr viele Produkte des täglichen Bedarfs her, treten aber nicht in Erscheinung und verhalten sich geheim. Na, und?

Wenn die jetzt aber solche dubiosen Organisationen wie HateAid finanzieren, um die freie Meinungsäußerung zu bekämpfen und ein staatliches Mainstream-Meinungsmonopol zu etablieren, kommt einem der Gedanke, dass die vielleicht doch noch irgendwas mit den Nazis gedanklich verbinden könnte.

Ich hatte das ja in den letzten Jahren öfter beobachtet, dass sich in diesem ganzen feministisch-links-rot-grünen Sumpf unglaublich viele Nachfahren von Nazi-Größen bewegen. Luisa Neubauer (Reemtsma), Susanne Baer, und so weiter und so fort. Ein ursprünglicher Gedanke von mir war, dass die alle ins Gegenteil umklappen, um sich – zwanghaft – von ihren Vorfahren zu distanzieren.

Inzwischen sind wir aber weiter, denn es gibt nicht nur Schriften und Quellen, wonach sich die Nazis selbst für Linke hielten (und deshalb auch „Nationalsozialisten“ nannten) und auch enorm viele politische Ziele verfolgten, die heute alle als typisch links gelten, und selbst gegen „Rechte“ vorgingen. Sondern auch die Ideologie der Nazis war durch und durch links und in vielen Aspekten kommunistisch. Selbst die Kunst und Ästhetik der Nazis war von den Kommunisten abgekupfert.

Dafür zeigen die heutigen Linken eine verblüffende Nähe zur Nazipolitik, insbesondere seit die alle auf antiisraelisch umgeschlagen sind.

Was die Frage aufwirft, wo die Familie Reimann politisch steht, wenn sie doch den Linksextremismus in Form von Hate Aid finanziert, und der Linksextremismus gerade die größte Bedrohung für Juden aufbaut.

Allerdings war das 2019, als man die Alfred Landecker Foundation gründete, noch nicht so öffentlich bekannt. Aus deren Webseite:

Zwangsarbeit bei Benckiser

Aus der Unternehmensbiografie mit dem Titel „Die chemische Fabrik Joh. A. Benckiser im Nationalsozialismus“ (erschienen im Wallstein-Verlag) geht hervor, dass Albert Reimann jun. und Albert Reimann sen. überzeugte Unterstützer des NS-Regimes waren. Sie besuchten bereits in den 1920ern Veranstaltungen mit Adolf Hitler und spendeten später Geld an die SS1. Früh erklärten sie ihr Unternehmen zum nationalsozialistischen Musterbetrieb. Während des Zweiten Weltkriegs setzten sie in ihren Werken Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ein. Die Recherchen von Paul Erker belegen, dass die Zwangsarbeiter unter teils lebensbedrohlichen Bedingungen ihren Dienst verrichten mussten und einige von ihnen bei Arbeitsunfällen zu Tode kamen.

Weil die Familie Reimann mehr über die Identität und das Schicksal der Zwangsarbeiter bei Benckiser erfahren wollten, wurde dazu eine eigene Recherche beauftragt. Bisher konnten 870 Namen von ehemaligen Zwangsarbeitern ermittelt werden.

Sich der Verantwortung stellen

Aber die Familie Reimann wollte es nicht dabei belassen, lediglich die eigene Vergangenheit zu ergründen. Den Firmenerben ist es ein Anliegen, noch lebende Opfer des Holocaust zu unterstützen und, als Lehre aus der Geschichte für die Gegenwart, Demokratie und Menschenrechte zu fördern und zum Erhalt und der Stärkung einer pluralistischen Gesellschaft beizutragen.

Deshalb wurde die „Benckiser Stiftung Zukunft“ in die Alfred Landecker Foundation umgewandelt. Die Familie Reimann möchte die Lehren aus dem Zusammenbruch der europäischen Zivilisation während des Nationalsozialismus in aktives Engagement im Hier und Jetzt übersetzen. Die Joh. A. Benckiser B.V. hat sich deshalb verpflichtet, zur Umsetzung des Stiftungszwecks der Alfred Landecker Foundation für die nächsten zehn Jahre 250 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Dieses Engagement für die Erforschung von Ursachen und Wirkungsweisen des Holocaust, für die Bekämpfung von Antisemitismus, den Schutz von Minderheiten, der Stärkung des sozialen Zusammenhalts und unseres demokratischen Miteinanders mündet in einem fortlaufenden Engagement auf unbestimmte Zeit.

Unterstützung für Holocaust-Überlebende und ehemalige Zwangsarbeiter

Die Alfred Landecker Foundation unterstützt Überlebende des Holocaust und ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bei Benckiser aus den Mitteln einer Spende der Familie Reimann in Höhe von 10 Millionen Euro. Fünf Millionen Euro davon wurden bereits der „Conference on Jewish Claims Against Germany“ zur Verfügung gestellt, die sich um die unmittelbaren Bedürfnisse von Holocaust-Überlebenden kümmert.

Wie, bitte!?

Nochmal dieser Satz:

Den Firmenerben ist es ein Anliegen, noch lebende Opfer des Holocaust zu unterstützen und, als Lehre aus der Geschichte für die Gegenwart, Demokratie und Menschenrechte zu fördern und zum Erhalt und der Stärkung einer pluralistischen Gesellschaft beizutragen.

Und deshalb finanzieren sie eine linksextreme Organisation, die mit subversiven und rechtswidrigen Mitteln alle Medien und Meinungen bekämpft, die vom Mainstream abweichen, als wären wir im Jahr 1936?

Und eine Stiftung, die auf Geld von Benckiser beruht, finanziert die Klagen von Luisa Neubauer aus der Sippe der Reemtsma, auch eine Familie, die unter den Nazis groß und reich wurde? Der SPIEGEL über Reemtsma:

Auf der Gehaltsliste Reemtsmas: Hermann Göring

Philipp Reemtsma, der mittlere der drei Brüder und Lenker des Familienkonzerns, galt damals als einer der reichsten Europäer. Bereits 1938 hatte das Unternehmen die Umsatzmilliarde geknackt und beherrschte die deutsche Zigarettenindustrie. Doch Nichtraucher Hitler stand der Branche misstrauisch gegenüber, “in die Taschen des Herrn Reemtsma” sollte nicht alles fließen. Ein staatliches Tabakmonopol lag in der Luft.

Die Reemtsmas stellten den Konzern deshalb breiter auf. Sie investierten Millionen von Reichsmark ins Tiefkühl- und Reedereigeschäft sowie in Bestechung: Hermann Göring stand ebenso auf ihrer Gehaltsliste wie der Gauleiter für Ostpreußen, Erich Koch.

Für den Nachschub während des Krieges sorgten Reemtsma-Manager, die im Windschatten der Wehrmacht in die besetzten Gebiete einrückten und die Ausplünderung organisierten – erst etwa in Griechenland, dann auf der Krim. Auch andere deutsche Firmen fanden sich dort ein, die Bremer Baumwoll-AG und die Degussa etwa, die Mineralien brauchte.

Besonders schnell bei der Sache war Reemtsma, das seine Leute längst in den Wirtschaftskommandos der Wehrmacht sitzen hatte. Von den staatlichen Stellen ließ man sich die Infrastruktur aufbauen. Als alles rentabel schien, übernahm die Tochterfirma Krim Orienttabak-Anbau GmbH (Koran), die schon im ersten Jahr Gewinne abwarf.

Und heute finanzieren die Benckiser-Erben eine linke Organisation und eine Reemtsma-Erbin, um Abweichungen von der Staatsideologie anzugreifen?

Und wer ist überhaupt Alfred Landecker?

Auch dazu haben sie eine Seite:

Alfred Landecker war ein Mannheimer Prokurist, der als Jude von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurde. Der Historiker Dan Diner sagte in seiner Ansprache, die er anlässlich der Stolpersteinverlegung für Alfred Landecker in Mannheim hielt: „Alfred Landecker war keine ikonische Gestalt des deutschen Judentums. Kein Gelehrter, kein Künstler, kein Erfinder, auch keine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Als unauffälliger Zeitgenosse stehen seine Erfahrungen gleichwohl – und vielleicht sogar mehr noch als die oft in den Zeugenstand gerufenen herausragenden Lichtgestalten des deutschen Judentums – für das Leben und die Verfolgung einer damals überwiegenden Mehrheit jüdischer Menschen in Deutschland.“

Die im November 2024 erschienene Biografie „Alfred Landecker. Ein deutsch-jüdisches Leben 1884 – 1942“ zeigt, wie ein Mann, der sich stets für einen vaterlandsliebenden, pflichtbewussten Staatsbürger hielt, mit der Herrschaft der Nationalsozialisten immer mehr ausgegrenzt, beraubt und zerstört wurde, bis ihm schließlich alle Möglichkeiten des Daseins genommen wurden. Ausdrücklich rückt Annette Prosinger, Autorin der Biografie, auch die Kinder Landeckers ins Blickfeld. Weil sie dem verwitweten Vater alles bedeuteten. Seine größte Sorge war, wie er sie vor dem NS-Terror bewahren könnte.

Und deshalb finanzieren sie jetzt eine Organisation, die eben mit genau solchen Methoden jeden, der von der internationalsozialistischen Einheitsmeinung abweicht, ausgrenzt, beraubt, zerstört?

Wie so viele in Mannheim glaubte auch Alfred Landecker zunächst, dass die Nationalsozialisten sich nicht an der Macht halten würden. Allerdings dauerte es nur wenige Monate, um das moderne, tolerante Mannheim, das ihn einst so willkommen geheißen hatte, in eine Stadt der Aufmärsche und Hakenkreuzfahnen zu verwandeln, in der Juden und Jüdinnen zunehmend ausgegrenzt und entrechtet wurden.

Mir graust es gerade.

In Berlin gibt es immer mehr Aufmärsche mit Regenbogen-, Antifa- und Palästinenserflaggen, in der alle, die in diesem linken Ding nicht bedingungslos mitmachen und folgen, ausgegrenzt und entrechtet werden.

Und Reimann zahlt.

Annette Prosinger schildert in der Biografie in vielen Beispielen, wie die Nationalsozialisten bereits in den frühen Jahren ihrer Herrschaft jüdische Menschen in Mannheim diffamierten, quälten und in die Verzweiflung trieben. Und viele, die sich wie Alfred Landecker vollkommen integriert fühlten und ohnehin nicht besonders religiös waren, wurden nun auf ihr „Jüdischsein“ zurückgeworfen. Für diese Menschen war es umso tragischer, weil sie selbst glaubten, diesen Teil ihrer Identität hinter sich gelassen zu haben. Alfred Landecker, der dekorierte Kriegsveteran, musste hinnehmen, dass er keine leitende Stelle mehr bekleiden durfte, im Theater, Konzerten und sogar bei seinem Männergesangsverein als „unerwünscht“ galt. Und schließlich sogar einen gelben Stern tragen musste, der ihn als Jude auswies.

Haben wir nicht genau das heute wieder? Dass jeder, der nicht konform ist, von leitenden Stellen, aus Kunst und Organisationen rausgeworfen wird?

Aus den Jobs und Hierarchien gedrängt wird?

Selbe Methode wie 1936?

Geht nicht HateAid gegen nichtkonforme Medien vor, nicht unähnlich den damaligen Methoden, und Reimann zahlt?

Während Reimann junior, der zusammen mit seinem Vater Albert Reimann senior das mittelständige Chemieunternehmen „Joh. A. Benckiser GmbH“ in Ludwigshafen leitete, überzeugter Antisemit und Nationalsozialist war, erlebte Emilie als sogenannte „Halbjüdin“ nicht nur die alltägliche Ausgrenzung durch die Nationalsozialisten, sondern verlor wegen deren Rassenhass auch ihren Vater. Heute sind Familienangehörige und Erben der Familie Teilhaber der aus den Benckiser-Nachfolgeunternehmen hervorgegangenen „JAB Holding Company“.

Mit der Gründung der Alfred Landecker Foundation wollen die Nachfahren nicht nur das Andenken an ihn bewahren, sondern auch einen Beitrag leisten zur zeitgemäßen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit, zum Kampf gegen Antisemitismus sowie zur Stärkung der Demokratie.

Und deshalb finanzieren sie eine linksextreme Organisation, die die Meinungsfreiheit und jede Abweichung von der Mainstreamdoktrin bekämpft und zum linksextremen Komplex gehört, der Juden und Israel angreift und verteufelt.

Was steckt dahinter?

Wenn ich das so lese und sehe, dass die Selbstdarstellung und das Handeln der Familie Reimann nicht nur nicht in Einklang zu bringen sind, sondern diametral auseinanderlaufen.

Wie kommt das?

Ich weiß es nicht. Mir gehen mehrere Möglichkeiten durch den Kopf:

  • Sind die naiv und auf linke Täuschungsmanöver hereingefallen?

    Glauben die vielleicht, dass das diesem Ziel nutze, wenn sie HateAid Geld geben?

    Was hat HateAid denen erzählt?

  • Oder ist das vielleicht nicht freiwillig?

    Zahlen die vielleicht eine Art Schutzgeld, und das alles dient nur der Tarnung?

  • Oder ist das vielleicht alles gelogen und nur PR, und man macht, unauffällig, genau da weiter, wo die Nazis aufgehört haben?

    Dient das alles einer Islamisierung Europas, weil Linke ja bekanntlich der Auffassung sind, dass sich Sozialismus/Kommunismus und der Islam sehr ähnlich sind und gegenseitig ergänzen und die Kooperation beider zum internationalsozialistischen Endsieg führen.

    Könnte es also irgendwie denkbar sein, dass man zwar immer vorgibt, den Nationalsozialismus zu bedauern und zu bekämpfen, in Wirklichkeit aber an dessen Fortsetzung arbeitet? Und „Alfred Landecker“ nur als Tarnung missbraucht wird?

Was also könnte der Grund für die Zahlungen an HateAid sein?

Nachtrag: Eigentlich müssten die Familie Reimann und ihre Unternehmen damit persönlich und wirtschaftlich genauso auf der US-Sanktionsliste stehen wie die HateAid-Geschäftsführerinnen.

Man wird das alles mal der US-Regierung stecken müssen.