Ansichten eines Informatikers

Der SPIEGEL, Andreas Kemper und die Grünen

Hadmut
12.3.2026 13:35

Ein Soziologe und andere seltsame Leute.

Über Andreas Kemper hatte ich ja schon einige Artikel, nachdem der jahrelang damit beschäftigt war, auch mich zu diffamieren. Der war ja auch damals in diesem Projekt der grünen Heinrich-Böllstiftung „agentin.org“ mit dabei, die Steckbriefe von Kritikern und Andersdenkenden herausgegeben hat, bis man das dann endlich unter Strafe gestellt hat (§ 126a StGB). Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass man die Daten gelöscht hat. Man wird sie wohl nur nicht mehr ganz öffentlich ausstellen, und die Grünen haben ja auch diese „Gegneranalyse“, quasi eine Art Parteigeheimdienst. Nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich fällt das auch mit den Angriffen hier auf meine Wohnung, Nachbarschaft, und am Arbeitsplatz zusammen, und die Angriffe hatten allesamt Bezug zu grünen Themen und Feminismus. Und eine zentrale treibende Kraft dabei ist Andreas Kemper, der mich da ja auch immer wieder mal in Interviews usw. diffamiert und „markiert“ hat.

Ich hatte mich schon gewundert, wovon der eigentlich lebt, was der eigentlich macht. So im Lauf der Zeit kam das schon raus, weil der mal äußerte, dass er für Vorträge usw. bezahlt wird. War da nicht auch mal irgendwo etwas mit Spenden?

Ich kann auch nicht erkennen, was dessen Berufsbild sein soll. Der hat ewig lang an so einem flachen Soziologenstudium herumstudiert, es angeblich auch zum Abschluss gebracht – aber irgendeine erlernte Fähigkeit sehe ich bei dem nicht. Keinerlei wissenschaftliche Arbeitsweise oder Befähigung.

Der Mann scheint davon zu leben, einem links-grünen Umfeld einfach willkürlich das zu erzählen, was die hören wollen – und wofür sie bezahlen:

Es ging um die Frage, ob die Stadt Essen der AfD die Grugahalle für den Bundesparteitag zur Verfügung stellen musste. Da hat man ein „Gutachten“ Kempers als Beleg vorgebracht, und das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat ihn zerrissen:

VG lässt kein gutes Haar am soziologischen Gutachten

“Der Ausarbeitung fehlt bei genauer Betrachtung jeder empirische Gehalt”, schreibt das VG in seinen Beschluss. Der Stellungnahme fehle “als wissenschaftliche Ausarbeitung im Sinne einer (parteilichen) gutachterlichen Stellungnahme grundlegend die Darstellung angewandter wissenschaftlicher Methoden und deren Abarbeitung für eine empirische Ergebnisfindung”. Der Verfasser schließe zudem von mündlichen oder schriftlichen Äußerungen einzelner Personen auf die von ihm angenommene Wahrscheinlichkeit, solche Äußerungen würden auch auf dem AfD-Bundesparteitag fallen. “Die Annahme kann zutreffen, sie muss es aber nicht”, so das VG, und weiter: “Das ist nicht wissenschaftlich, jedenfalls belegt sie keine tatsachenbasierte Prognose, die geeignet ist, aufgrund stichhaltiger Anhaltspunkte eine hinreichend gefestigte Gefahrenprognose zu treffen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Äußerung strafbaren Inhalts erwarten lässt.”

Der Mann wirkt mit seiner Arbeitsweise sogar unter den bodenlosen Verhältnissen und der Unwissenschaftlichkeit der Soziologen noch wie ein Scharlatan. Der arbeitet immer wieder mit unhaltbaren Behauptungen und absurden Schlussfolgerungen – und lebt davon, weil eine links-grüne Schicht ihm immer wieder Geld dafür hinwirft, indem er Vorträge hält, solche „Gutachten“ abgibt. Dazu bewegt er sich in einer „Echokammer“, die dafür sorgt, dass er seine, und nur seine Sicht der Dinge für wahr hält, diese aber letztlich frei erfindet, indem er irgendwelche Detailbeobachtungen in falsche Schlussfolgerungen schiebt und diese dann hochverstärkt.

Da kann man sich auch mal einen Eindruck von dem schaffen:

Es gibt ja diesen Verleumdungsartikel der „Kontext Wochenbeilage“ gegen mich, bei dem ich mich schon gewundert hatte, warum eine wie Anna Hunger, die nicht nur von ihrer sonstigen Tätigkeit, sondern auch in Bezug auf meine Bundestagsstellungnahme, über die sie sich so aufregte, überhaupt nicht erkennen ließ, wie sie überhaupt zu diesem Thema kommt und warum sie mich derart beschimpft und verleumdet, obwohl sie erkennbar weder mein Blog, noch mich oder die Stellungnahme kannte. Ich hatte damals schon den direkten Eindruck, dass die nur Strohmann ist und jemand von den Grünen aus dem Bereich Berlin dahinterstecken muss, weil sie selbst das Wissen gar nicht hatte, um überhaupt die Fehler ihres Artikels begehen zu können. Das war eindeutig fremd gesteuert. Und der Tonfall und der Inhalt des Artikels passen exakt zu Andreas Kemper.

Bei Tichy gibt es gerade einen schönen Artikel über Kemper: SPIEGEL korrigiert Bericht über angebliche TU-„Studie“ zu antifeministischen Netzwerken

Mit einer wissenschaftlichen Studie wollten der SPIEGEL und die Grünen Tichys Einblick und andere neue Medien als „Knotenpunkt antifeministischer Netzwerke“ darstellen. Jetzt musste der SPIEGEL davon abrücken, und hinter der „Studie“ tritt statt der TU Berlin ein fragwürdiger Aktivist zutage, der sich mit derlei Unfug schon mehrfach lächerlich gemacht hat.

Zum Skandal: Am 6. März 2026 um 8.24 Uhr rettete der SPIEGEL mit einem Artikel die rotgrüne Welt innerhalb planetarischer Grenzen vor der Großen Antifeministischen Verschwörung unter der Überschrift: „Berlin offenbar Knotenpunkt antifeministischer Netzwerke“. Der aufregende Befund: „Durch Nachwuchsarbeit und Kooperationen mit rechten Medien wie ‚Achse des Guten‘, ‚TichysEinblick‘ und später ‚NIUS‘ lässt sich ein eng vernetztes Medienumfeld erkennen, in dem antifeministische, anti-queere und autoritäre Narrative wiederholt verbreitet werden.“ Im schrillen Ton des rotgrünen Alarmismus wurde als Beweisstück die Kandidatur der seltsamen Juristin Frauke Brosius-Gersdorf herangezogen.

Das hätte schon auffallen müssen, denn „Antifeminismus“ ist das große Ding Kempers, deshalb war der ja auch hinter mir her.

Die Spiegel-Autorinnen Juliane Löffler und Ann-Katrin Müller machten dazu eine dubiose „Expertise“ öffentlich, um die Einführung neuer Zensurregeln und die Kriminalisierung politisch Andersdenkender und -schreibender durch einen Antrag der Berliner Grünen im Abgeordnetenhaus, die die „Expertise“ bestellt hatten, zu promoten.

Und die Grünen hatten demnach behauptet, dass das Ding von der Technischen Universität Berlin komme und Kemper da irgendwie an der TU tätig wäre. Auf dem Deckblatt stehe aber nichts von der TU, außer

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Sabine Hark

Und die war ja nun wiederholt Thema im Blog, weil die als Brachialfeministin auftritt und wissenschaftlich gar nichts drauf hat, was ich bisher hätte erkennen können. Ich halte die für eine Quotentussi vom selben Schlage wie Kemper.

Nur die Technische Universität, weil doch laut SPIEGEL die „Studie“ eine „Untersuchung der Technischen Universität Berlin“ ist, antwortet überraschend wie folgt:

„Es handelt sich nicht um eine Studie der TU Berlin – das ist ein Fehler in der Berichterstattung. Bitte wenden Sie sich für weitere Auskünfte an die Fraktion Bü90/GRÜNE im Berliner Abgeordnetenhaus.“

[…]

Ohne Antworten verschwindet wie von Geisterhand der Artikel von der Webseite von SPIEGEL Online. Doch wie kommt der SPIEGEL dazu, zu behaupten, dass diese „Studie“ eine „Untersuchung der Technischen Universität Berlin“ sei? Warum wird der Name der „Studie“ nicht im Artikel erwähnt? Wie lautet der korrekte Name der „Studie“? Warum nimmt der SPIEGEL nach Presseanfragen den Artikel von der Seite?

Ach, gar?

Die Anfrage lohnte sich, denn der SPIEGEL antwortete korrekt: „Der Artikel ‚Berlin offenbar Knotenpunkt antifeministischer Netzwerke‘ wurde für kurze Zeit von der Seite genommen. Mittlerweile wurde er mit einem Transparenzhinweis versehen und ist wieder verfügbar.“ Der Transparenzhinweis lautet: „Anmerkung der Redaktion: Die Studie, auf die sich dieser Bericht bezieht, ist – anders als in einer früheren Version des Textes erwähnt – keine der TU Berlin, sondern ist mit wissenschaftlicher Beratung der Professorin Sabine Hark entstanden, die dort lehrt. Wir haben dies korrigiert.“

Ich wüsste ja zu gerne, worin die „wissenschaftliche Beratung“ bestanden haben soll. Ich habe im Gender Umfeld noch nie irgendwelche wissenschaftlichen Befähigungen entdecken können.

Der Autor der „Expertise“, der zwar viel behauptet, nichts aber belegt, ist also damals wie heute der „freischaffende“ Soziologe Andreas Kemper, dessen akademischer Titel der eines Magisters ist. Vorübergehend schmückte er sich mit dem Titel der Leitung eines wissenschaftlichen Instituts, das ganz offensichtlich in seiner Wohnküche forschte und lehrte.

Kemper macht auf Wissenschaftler. Der Tichy-Autor Klaus-Rüdiger Mai zerlegt ihn:

Zirkelschluss statt Wissenschaft

Kemper kennt nur den Zirkelschluss, indem er die Schlussfolgerungen bereits in die Voraussetzungen gibt. Über Schaubilder, die eher willkürlich erstellt wirken, will er Beziehungen zwischen Organisationen und Medien „aufdecken“, wie sie tatsächlich belegbar im rotgrünen Bereich die Regel bilden. Wenn Kemper wirklich substantiiert Netzwerke aufklären will, sollte er sich mit der Agora Energiewende, der Mercator Stiftung, der Stiftung Klimaneutralität und der Partei der Grünen beschäftigen oder mit der Struktur der Amadeu Antonio Stiftung.

Was also Kemper versucht, ist, rotgrüne Normalität als rechte Verschwörung darzustellen. Das erinnert an die Methode der Sowjetischen Militärtribunale in Ostdeutschland oder an die Stasi, die oftmals unterschiedliche Leute zu Gruppen zusammenstellte, heute Netzwerke genannt, die sich teils zum ersten Mal im Leben im Gerichtssaal sahen.

Kemper schreibt allen Ernstes über die angebliche Kampagne gegen Brosius-Gersdorf: „Die Kampagne ist in ein Netzwerk gut vernetzter Akteurinnen eingebettet … Im Zentrum steht die Kampagne, die mit Medienplattformen wie Apollo News oder NIUS verbunden ist. Über diese Medienkanäle werden Inhalte verbreitet; politische Akteurinnen wie Beatrix von Storch treten dabei als öffentliche Verstärkerinnen der Positionen in Erscheinung. Zudem bestehen Verbindungen zur Initiative ‚Demo für alle‘ aus dem Milieu der Abtreibungsgegnerinnen.“ Nun bestehen zwischen Apollo News und der Initiative „Demo für alle“ keine Verbindungen. Auch nicht zu Nius, wie auf Anfrage bestätigt wird.

Kemper kann die „Verbindungen“ nicht belegen, er behauptet sie einfach, das muss genügen. Sie sind vorhanden, weil sie vorhanden sein müssen, weil diese Leute in seinen Augen nun einmal so sind.

Und das ist genau das Problem. Und dann sind wir wieder beim Hirn.

Kemper kann nicht empirisch betrachten und aus dem Beobachteten induktiv schließen.

Deduktiv kann er aber auch nicht, indem er Hypothesen empirisch prüft.

Das hat überhaupt nichts mit Wissenschaft zu tun. Der Mann steckt in seinem sehr linken, sehr willkürlich zusammenerfundenen Weltbild fest, in dem es die Guten und die Bösen gibt, und erklärt dann alles so, dass sei Weltbild möglichst konsistent und einfach bleibt. „Wissenschaft“ ist bei ihm, solche Erklärung zu liefern, damit es bei seinem – falschen – Weltbild bleibt.

Im Prinzip nicht anders wie die mittelalterliche Kirche, die Gott (das Gute) und den Teufel (das Böse) kannte, und alles, was da nicht exakt sauber reinpasst, als Hexe verbrannte. Er geriert sich wie ein Inquisitor.

Und dazu kommt dann, dass er durch die Bezahlung der Links-Grünen und entsprechendes Publikum ständig bestätigendes Feedback bekommt, und sich damit immer weiter in sein Weltbild verrennt und immer beklopptere Thesen braucht, um es aufrecht zu erhalten.

Und dann kommt irgendwann auch mal die Schwelle zum Pathologischen, wo man dann von einer Verfolgungsneurose reden muss.

Ich habe vor einiger Zeit über den Bekanntenkreis erfahren, dass jemandem, den ich auch kannte und selbst erlebt hatte (lebt nicht mehr), aus meines Erachtens geringer einzuschätzenden Verfolgungstheorien ein handfester Verfolgungswahn psychiatrisch attestiert wurde und dem dann auch ein Anwalt als Betreuer verpasst wurde – dabei war der nicht mal gefährlich, weil sich dessen Weltbild auf Nichtexistente bezog, dadurch also niemand einer Gefahr ausgesetzt war. Kempers Behauptungen treffen dagegen reale Personen, und ich vermute sehr stark, dass die Angriffe gegen mich in einem Zusammenhang mit Kempers Diffamierungen stehen. Der hatte mich ja in einem Interview und in einem Vortrag schon beschimpft.

Ich bin mal gespannt, wie lange sich die Grünen noch mit dem blamieren, oder ob die sich irgendwann von dem trennen. Denn wenn der so weiter macht und das immer weiter eskaliert, dass der irgendwo irgendwelche Verschwörungen ausmacht, die es nicht gibt, und die auch nicht belegen oder erklären kann, wie der darauf kommt, wird sich auch mal irgendwann jemand wehren.

Und dann könnte ein Gericht früher oder später auf den Gedanken kommen, über die Frage der Geschäftsfähigkeit nachzudenken, wenn der so etwas wiederholt als berufliche Tätigkeit betreibt.