Ansichten eines Informatikers

Das Ende des Westens?

Hadmut
7.3.2026 12:49

Könnte es sein, dass der Westen das Jahr 2026 nicht überlebt? Dass dies das letzte Jahr ist?

Der bestimmende Vorgang dieser Tage ist zweifellos der Iran-Krieg.

Das Problem daran ist, dass die Meldungen völlig widersprüchlich sind und man nicht weiß, welche wahr und welche Fake, Propaganda sind.

Einerseits heißt es, der Iran greife wahllos Nachbarstaaten an.

Dazu heißt es dann, dass sei ja gar nicht der Iran, das seien „False-Flag“-Attacken der Israelis. Wieder andere sagen, die Angriffe seien nicht vom Iran, sondern vom Libanon gekommen. Die Hisbollah nutzt die Gunst der Stunde, um selbst loszuballern, aber planlos. Und dann kommt heute die Meldung, dass der Präsident des Irans heute mitgeteilt habe, dass der Iran bis auf weiteres alle Angriffe auf Drittstaaten einstellen werde, sofern von deren Territorium keine Angriffe auf den Iran erfolgen. Also müssen die Angriffe doch vom Iran gekommen sein.

Dann heißt es, die Angriffe seien wahllos, planlos, nutzlos, reiner Terror.

Kurz darauf heißt es aber, die Angriffe seien hochpräzise, und die Iraner müssten von den Russen mit Daten versorgt werden, weil nur die Russen in der Lage wären, so präzise anzugreifen und so viel Wissen über US-Stützpunkte zu haben.

Und dann wieder heißt es, die Angriffe seien taktisch ausgeklügelt. Angeblich wurden nicht nur Rechenzentren, Seehäfen, Flughäfen systematisch angegriffen, sondern die Entsalzungsanlagen der Golfstaaten seien zerstört. Sie bezogen aber 90% ihres Wassers aus Meerwasserentsalzungsanlagen und hätten Vorräte nur für ein paar Tage. Demnach drohten die Emirate in ein paar Tagen aus schierem Wassermangel stillzustehen und den Gesamtbetrieb einzustellen.

Den Saudis, eigentlich Erzfeind des Irans, sagt man nach, dass sie gerade derartig schlottern, dass sie den Iran angerufen hätten und um Gnade gebeten bzw. zu vermitteln versucht hätten. Was der größtmögliche Kotau gewesen sei, aber die Saudis seien militärisch nahezu hilflos und der Iran greife deren Raffinerien an und lasse deren Öl nicht mehr raus.

Dann heißt es, dass in den USA auch nur noch Beten helfe, weil den USA ihre – sauteure – Munition ausginge, während der Iran mit billigen Shahed-Drohnen schießt und die Amerikaner Millionen verballern müssen und bald blank dastehen.

Was wiederum die Chinesen freue, weil die da in aller Ruhe zusehen, wie die Amerikaner ihre Vorräte verballern und aus Asien abziehen, weil damit dann auch die Unterstützung der Amerikaner für Taiwan weg wäre. China müsse einfach nur beim Boxkampf USA-Iran zuschauen und warten, bis die USA schlapp machen und nichts mehr haben, um sich dann widerstandslos Taiwan zu schnappen.

Sehr ähnlich dürfte das auch Nordkorea sehen, denen schon lange nachgesagt wird, sich Südkorea einverleiben zu wollen.

Die Russen kommentieren, dass es sich jetzt zeige, dass es schon immer eine blöde Idee gewesen sei, den Amerikanern Stützpunkte zu bieten, und man davon nichts als Ärger habe und keinen Schutz erhalte, denn die Amerikaner würden effektiv nur einen beschützen: Israel.

Außerdem heißt es, bei den Amerikanern brenne die Hütte. Deren Militärstützpunkte in der Region, von denen es nicht wenige gäbe, stünden samt und sonders in Flammen, weil wehrlos gegen die – angeblichen – Präzisionsangriffe der Iraner. Die Amerikaner seien fertig, wüssten nicht mehr ein noch aus.

Wovon wiederum andere meinen, das sei ja auch kein Wunder, so planlos und spontan, wie die Amerikaner da reingegangen sei. Präsident Trump habe mehr Zeit mit Jeffrey Epstein als mit der Planung dieses Krieges verbracht. Die Iraner dagegen seien seit 10, 20 Jahren mit nichts anderem beschäftigt gewesen, als sich auf diese Situation vorzubereiten.

Nachprüfen kann man davon, außer den offiziellen Mitteilungen von Staaten, nichts. Kann alles stimmen, kann alles Fake sein.

Dazu kommen zur Würze noch Verschwörungstheorien teils sehr weit hergeholter Art.

Ein halbjüdisches Ehepaar schreibt mir, dass sie den – historisch und religiös belegten – Verdacht haben, dass es eigentlich beschlossene Sache sei, den Standort Israel aufzugeben. Historisch gesehen sei die Ukraine ein jüdischer Ort, und die Absicht des Ukraine-Kriegs sei, die Gegend von Ukrainern und Amerikanern zu räumen, und sie dann den Israelis als Neu-Israel zu überlassen. Was zwar sehr abwegig ist, mich aber daran erinnert, dass ich in der Frühzeit meines Blogs mal selbst den Vorschlag unterbreitet habe, von Bevölkerungsschwunds wegen ein Bundesland leer zu räumen und Israel für einen Umzug zu überlassen, damit da unten in Nahost Ruhe einkehrt, oder die zumindest nur untereinander streiten.

Man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass der Tod des Ayatollah Chamenei gar kein so großer Erfolg war. Der habe das vorher gewusst. Der Mann war fast 90, hatte ohnehin nicht mehr lange zu leben, und in seiner Religion ist es das Höchste, als Märtyrer zu sterben und nicht im Hospiz zu versiechen. Wenn man also unterstellt, dass der Iran nur Scheinangriffe mit Opferdrohnen treibt, damit die Amerikaner ihre Munition verballern, könnte man dann nicht auf den Gedanken kommen, dass der sich absichtlich hat abschießen lassen, um eine „Enthauptung“ des Staates vorzutäuschen, während die Militärs im Verborgenen funktionieren? Von Otto gab es mal den Witz, „der Papst hat sich umgebracht – warum nicht, wenn man sich beruflich verbessern kann.“ Jetzt ist er für immer Märtyrer.

Sind also die USA in die Ukraine-Falle gelaufen?

Es heißt, dass sich Putin mit der Ukraine massiv verschätzt habe. Der dachte, der könne da über das Wochenende ohne einen Schuss einmarschieren und werde mit Blumen empfangen.

Könnte es also sein, dass sich Trump genauso verschätzt hat?

Dass der dachte, er schickt ein paar dicke Schiffe und zeigt denen mal, wer hier der Boss ist? Drei Bomben und die geben auf, klappern mit den Zähnen?

Wie Vietnam? Afghanistan? Nichts draus gelernt?

Was ist eigentlich, wenn die USA nicht gewinnen?

Wenn sie aufgeben, weil die Munition ausgegangen ist?

Oder sogar fliehen müssen?

Oder sogar tot sind? Nehmen wir mal an, da fliegen noch ein paar richtige Klopper auf ein paar Stützpunkte? Tausende Tote?

Oder, was es gerüchtet, dass die Iraner noch gar nicht mit den chinesischen Hyperschallraketen angefangen hätten und es dann schafften, ein, oder vielleicht sogar zwei Flugzeugträger, Stolz und Machtsymbol der Amerikaner, zu versenken?

Dann wäre die USA politisch, taktisch und finanziell erledigt.

Wir selbst sind bedeutungslos.

Aber: Voller „Schläfer“. In England, Frankreich, Schweden, und mit wenig Zweifel auch Deutschland gibt es längst genug als Krieger ausgebildete Islamisten und Waffen, dass die jederzeit losschlagen können. Und im Internet kursieren entsprechende Ansagen. „Konvertiere oder stirb.“ Oder das Ziel „Islam in jedem Haus.“

Und dann?

Dann war’s das.

Vielen ist gar nicht bewusst, wie wackelig das alles ist.