Ansichten eines Informatikers

Vom Ende der Kryptographie

Hadmut
21.2.2026 12:40

Noch’n Puzzlestück.

Oder, genauer gesagt, die offizielle Wiederholung dessen, was mir vor 28 Jahren heimlich passiert ist.

Ein Leser schickt mir das:

In England/Großbritannien soll laut dieses Tweets nicht nur jeder, der End-zu-End-Verschlüsselung benutzt, sondern schon der, der sie entwickelt als „hostile actor“ gelten. Und wenn man bedenkt, dass man in England schon für eine kritische Anmerkung, eine angebliche Beleidigung eingebuchtet werden kann, ratet mal, was sie dann mit „hostile actors“ machen. In Australien hat man die ehemaligen britischen Gefängnisse in Museen umgewandelt. Man bekommt dort erklärt, dass man damals schon für angebliches Fluchen auf der Straße (schuldig durch Beschuldigung) für Jahre in den Kerker gesteckt, nach Australien deportiert, ausgepeitscht werden und zur Zwangsarbeit gezwungen werden konnte.

Leider steht – wie so oft – nicht dabei, was das überhaupt ist, und ob das schon gilt, ob das ein Gesetz oder nur irgendein politischer Text ist, oder was. Aber es zeigt schon, wie diese Geisteshaltung aussah, aus der heraus ich damals abgesägt wurde. Ich hatte in meiner Arbeit ein Verfahren beschrieben, bei dem ein Beobachter (Staat, Geheimdienst, Polizei) überhaupt nicht mehr erkennen kann, wer mit wem kommuniziert oder einen sicheren Verbindungsschlüssel aushandelt – oder ob überhaupt. Weil es einen ausgehandelten Schlüssel, aber kein Schlüsselaushandlungsprotokoll gibt. Zwei Personen, klassisch Alice und Bob, können miteinander, ohne sich vorher getroffen zu haben, mit authentischem Sitzungsschlüssel kommunizieren, ohne dass jemand erkennen oder ihnen nachweisen kann, dass sie miteinander kommunizieren oder einen Sitzungsschlüssel haben. Das passt Geheimdiensten natürlich so gar nicht, wenn sie nicht nur die Kommunikation nicht mitlesen können, sondern gar nicht mehr erkennen können, wer mit wem oder ob überhaupt. Kryptographisches Fachgebiet hidden channels.

Im Prinzip ist die Aussage aus England nichts anderes als das Gesetz in den USA, mit dem Joe Biden 1991 (wenn ich mich an die Jahreszahl richtig erinnere) die Kryptokriege losbrach. 35 Jahre später hat sich daran nichts geändert.

Allerdings würde ich jetzt auch nicht viel darauf wetten, dass die britische Staatsgewalt noch lange existiert. Es geht ja das Gerücht, dass die öffentliche Schlachtung von Ex-Prinz Andrew vor allem ein Ablenkungsmanöver war, weil Keir Starmer kaum noch zu halten war und man ganz dringend ein anderes Thema für die Medien brauchte.

Nun gerüchtete es in den Social Media, dass Andrew dabei zugesehen habe, wie Ghislaine Maxwell ein Mädchen gefoltert habe. Eigentlich egal, ob es stimmt oder nicht, in der heutigen Zeit gilt auch schuldig durch Gerücht. Nun ist schon die Rede davon, dass die Zahl der Briten, die die Schnauze voll vom Königshaus haben, anteilig stramm auf die Mehrheit zugehe, und nicht mehr viel fehle, um die britische Monarchie zu erledigen.

Dazu Keir Starmer und die Islamisierung – und dann kann ziemlich schnell der ganze Staat futsch sein.