Ansichten eines Informatikers

Freestyle-Skispringen

Hadmut
7.2.2026 15:07

Ich verstehe diese „Sportart“ nicht.

Ich schaue kein Sport. Interessiert mich nicht. Kein Fußball, kein Tennis, kein Boxen, keine Leichtathletik. Interessiert mich alles überhaupt nicht.

Außer bei olympischen Spielen. Alle zwei Jahre schaue ich mal Sport, immer wenn olympische Spiele kommen. Was auch damit zu tun hat, dass da sonst dann auch einfach gar nichts mehr kommt, was man noch schauen könnte.

Gerade kommt Freestyle-Skispringen.

Sie rutschen über ein Treppengeländer und machen alberne Verrenkungen in der Luft.

Dazu erzählt ein Moderator irgendwelche seltsamen englischen Phantasiebegriffe, sie hat einen … gemacht, und „das ist wichtig für einen hohen Score“.

Und schon kommt eine mit „dem nächsten Slide“.

Ach ja, und es ist enorm wichtig, dass man über Kreuz an den Ski fasst. Mit der rechten Hand an den linken Ski oder andersherum.

Wozu das gut sein soll?

Keine Ahnung, aber es bringt Punkte. Das braucht man für den hohen Score.

Und rückwärts den Berg runterzufahren, das bringt wohl auch Score.

Ich verstehe diese Sportart nicht. Das erscheint mir als rein synthetische, fiktive Sportart, die davon lebt, dass man alles mit unverständlichem Gefasel kommentiert und sinnfreie überflüssige Dinge als Kriterien für die Punktevergabe verwendet. Es macht den Eindruck auf mich, als habe man sich da irgendeinen Mist ausdenken müssen, weil man keine realen Anknüpfungspunkte für eine Leistungsmessung hatte.

Ich verstehe auch nicht, worin da die Leistung liegen soll. Selbst nach den Kommentaren ist das mehr so Lust und Laune. Man muss halt variieren und heute macht er (oder sie) es halt eben mal so. Oder mal so. Wie es gerade kommt und einfällt. Sie erwähnten, dass eine mit Kopfhörer fährt, weil sie dabei gerne Musik hört um im Takt zu bleiben. Andere würden das nicht mehr tun, weil das Ohr eben auch Gleichgewichtsorgan sei.

Fast wäre ich so weit gewesen, sie die Geisteswissenschaften unter den Sportarten zu nennen, aber so schlimm ist es dann noch nicht, denn immerhin kommen die meisten ja unfallfrei unten an, bewegen sich überhaupt und sie fahren ja tatsächlich den Berg runter. Immerhin machen sie es.

Die Geisteswissenschaft unter den Sportarten wären sie, wenn es nur den Kommentar und die Medaillen gäbe, und sie tatsächlich gar nichts machten, keinen Berg hätten.

Aber weit weg davon sind sie nicht.

Man merkt zumindest, dass das auch nichts ist, was die über lange Zeit athletisch lernen und trainieren, das sieht eher nach Hobby und nichts besseres zu tun aus. Das sieht aus, als wollten sich Leute, die nur in der Freizeit mal ein bisschen runtergerutscht sind und ein bisschen Übung und Geschicklichkeit gesammelt haben, unter echte, messbare Sportler mischen und so tun, als gehörten sie dazu. Und das wirkt dann doch wieder geisteswissenschaftlich.