Ansichten eines Informatikers

Algorithmen werden überwiegend von Männern programmiert

Hadmut
7.2.2026 19:36

Knapp vorbei ist auch daneben, aber immerhin.

Wenn man jetzt pedantisch ist, dann müsste man sagen, dass Algorithmen gar nicht programmiert werden, sondern deren Implementierung. Erst der Algorithmus, dann dass Programm. Man näht auch keine Schnittmuster und fährt keine Stadtpläne mit dem Auto zusammen. Man kocht ja auch kein Kochrezept, sondern man kocht die Suppe nach dem Kochrezept.

Politiker wissen nicht, was Algorithmen sind, reden aber ständig davon.

Aber davon abgesehen, wenn man diesen Fehler hinnimmt: „Algorithmen werden überwiegend von Männern programmiert.“

Wenn man besagten Fehler toleriert, dann ist das so. Das stimmt sogar.

Aber dann:

Frauen würden im Internet zunehmend Hass ausgesetzt sein. Einen Grund dafür hatte Bas ebenfalls ausgemacht: „Algorithmen werden überwiegend von Männern programmiert.“ Maschinen würden „lernen, männlich zu denken“. Das führe mitunter auch zu Frauenfeindlichkeit. Deshalb müsse „das digitale Zeitalter konsequent aus Sicht von Frauen“ gedacht werden.

Eine richtig dumme Aussage. So gar keine Ahnung. So gar nichts verstanden. Einfach irgendwas dahergeschwätzt. Aber: feministisch stringent. Wir haben zwar nichts verstanden, aber wir sind sicher, dass die Männer dran schuld sind, weil die Männer immer dran schuld sind.

Deshalb müsse „das digitale Zeitalter konsequent aus Sicht von Frauen“ gedacht werden.

Jo.

Wir müssen das digitale Zeitalter konsequent aus Sicht derer denken, die nicht wissen, was ein Algorithmus ist und wie man programmiert.

SPD eben. Und Frauen wählen sowas.

Und dann wundert man sich, wenn es uns wirtschaftlich auf die Schnauze haut und wir abgehängt werden.

Die Frau ist Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Ach ja:

Als Vorbild nannte sie den Staat Ruanda. Dort gebe es eine verpflichtende 30-Prozent-Frauenquote für alle entscheidungsbefugten Gremien, einschließlich des Parlaments. Ruanda übertrifft diese Quote im Parlament seit Jahren, gilt gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf jedoch noch immer als eines der ärmsten Länder der Welt.

Wie wäre es denn, wenn wir eine Sachkundigen-Quote einführten? Wenn in jedem entscheidungsbefugten Gremium 30% Leute sitzen müssten, die wissen, wovon sie reden?