An KI und Schlaraffenland übernommen
Da hat sich Oracle womöglich marxistisch verzockt.
Leserzuschrift:
Oracle, wohl noch mehr Entlassungen
Hadmut, das scheint eine richtige Erfolgsstory zu werden, es sieht so aus als ob die Gierigen eine weitere grossartige und alte Firma vernichtet haben:
https://www.computerwoche.de/article/4125510/oracle-erwagt-den-abbau-von-bis-zu-30-000-stellen.html
2. Feb. 2026
Wegen Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer KI-Rechenzentren prüft Oracle laut der Investmentbank TD Cowen seine Optionen.
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Oracle erwägt, zwischen 20.000 und 30.000 Arbeitsplätze abzubauen und einige seiner Geschäftsbereiche zu veräußern, nachdem sich US-Banken aus der Finanzierung des Ausbaus von KI-Rechenzentren des Unternehmens zurückgezogen haben. Das geht aus einer Analyse der Investmentbank TD Cowen hervor.Die geplanten Stellenstreichungen könnten laut TD Cowen einen zusätzlichen Cashflow von acht bis zehn Milliarden Dollar freisetzen. Zudem zieht Oracle einen Verkauf seiner Healthcare-Softwaresparte Cerner in Betracht, die das Unternehmen 2022 für 28,3 Milliarden Dollar übernommen hatte.
Hintergrund der Maßnahmen ist, dass mehrere US-Banken ihre Finanzierung von Oracle-nahen Rechenzentrumsprojekten zurückgefahren haben. „Sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalinvestoren stellen zunehmend Fragen zur Fähigkeit Oracles, diesen Ausbau zu finanzieren“, heißt es in dem Bericht.
und weiter in diesem Artikel
Der Rückzug der Banken hat die Finanzierungskosten für Oracle deutlich in die Höhe getrieben. Seit September haben Kreditgeber laut TD Cowen die Zinsaufschläge für Rechenzentrumsfinanzierungen nahezu verdoppelt. Damit liegen die Finanzierungskosten inzwischen auf einem Niveau, das üblicherweise Unternehmen ohne Investment-Grade-Rating vorbehalten ist.
[…]
Oracle hat den Kapitalmarkt bereits stark beansprucht und in nur zwei Monaten rund 58 Milliarden Dollar aufgenommen:
- 38 Milliarden Dollar für Standorte in Texas und Wisconsin,
- sowie weitere 20 Milliarden Dollar für einen in New Mexico.
Das deckt jedoch nur einen Bruchteil des langfristigen Kapitalbedarfs, während US-Banken zunehmend zurückhaltend agieren.
Es scheint, als hätte sich Oracle mit der KI so verzockt wie unsere Bundesregierung mit „erneuerbaren Energien“ und der Energiewende.
Beides übrigens marxistische Paradies-Perpetuum-Mobile-Utopien: Die einen meinen, wir bräuchten nichts mehr zu arbeiten, weil die Arbeit künftig vom Himmel regnet und die KI alles für uns macht. Und die anderen glauben, dass wir irgendwoher freie, kostenlose, „erneuerbare“ Energie bekämen.
Besonders dumm daran ist, dass die einen und die anderen dieselben sind. Viele Leute glaubten, wir könnten das Paradies erschaffen, weil uns da Strom und Arbeit wie Milch und Honig von den Bäumen tropfen. Wir müssten uns wie im Schlaraffenland nur irgendwohin legen, und die gebratenen veganen Tauben flögen uns von selbst in den Mund.
Die immer noch selben Leute glauben übrigens, dass es auch Geld regnet: Man müsse es nur den Reichen wegnehmen und die Erben besteuern. Arbeit – Energie – Geld: Alles soll von selbst irgendwoher kommen, ohne dass man irgendetwas dafür tun muss. Dieselben Leute fordern übrigens auch kostenlose woke Pornos vom Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Bumsen muss man auch nicht mehr selbst, das regnet es dann auch von den Bäumen.
Deshalb bräuchten wir dann auch keine Schulbildung, keine Berufe mehr.
Alles geht von selbst. Nicht einfach nur „bedingungsloses Grundeinkommen“, sondern das voll vom Lieferservice angelieferte Komplettleben. Oder wie ich das vor Jahren in Blogartikeln noch schrieb: Bei uns kommen Strom und Geld aus der Steckdose.
Deshalb wollen die auch e-Autos und Wärmepumpen: Beide vermitteln die Illusion, dass man die nur an die Steckdose anschließen muss. Da wird nichts „angeliefert“. Das fühlt sich an, als ginge es von selbst. Man merkt nicht, dass da am anderen Ende der Leitung jemand sein muss, der da was reinsteckt.
Ölheizung merkt man. Da kommt einer mit einem LKW, steckt einem den Schlauch in den Keller, und dann rumpelt es und stinkt nach Heizöl.
Gas merkt man nicht so, aber das riecht man auch und da hat es hässliche Leitungen.
So richtig clean und steckdosig sind nur Strom, Internet und Online-Pornos.
Und genau so stellte man sich das dann vor: Nichts lernen, nichts arbeiten, nichts anliefern lassen – Hauptsache genug Steckdosen.
Inzwischen fällt’s aber auf. Deshalb moppert der Kanzler gerade, dass die Energiewende ein Fehler war und wir mehr arbeiten müssen.
Es geht aber eben nicht nur um Energiewende und Arbeit.
Es geht darum, dass diese ganze marxistische Idee vom arbeitsfreien sauberen vegan-klimaneutralen Paradies, dem divers-weltoffen korrekt durchmischten Schlaraffenland, in dem auch die Pronomen von den Bäumen tropfen, eine völlig bekloppte Schnapsidee ist und daran gar nichts funktioniert.
Und anscheinend ist es so, dass gerade die nächste Runde Marxismus, zusammenklappt. Seit der technischen Revolution, seit der Dampfmaschine glaubte man, die Technik, die Motoren, die Roboter, die Computer, die KI werde uns die Arbeit abnehmen und wir alle könnten nutzlose Geisteswissenschaften studieren.
Gut, dass die KI nicht alle einfachen manuellen Arbeiten wird erledigen können, war klar. Wann hätte die KI jemals die Straße gefegt oder das Klo geputzt? Aber dafür hat man ja Migranten. Neue Sklaven. Eine Art Heimliefer-Kololonialismus. Während wir uns linksseits über den Kolonialismus aufregen, lassen wir uns die Kolonialisierten oder zu Kolonialisierenden anliefern wie die Bestellung bei Amazon. Früher, so in den 70ern, 80ern, 90ern, sagte man noch „Der braucht einen Neger, der ihm die einfachen Arbeiten macht…“. Neger darf man nicht mehr sagen, ist rechtsextrem. Dafür hat sich der Rest der Aussage deutlich stärker ausgeprägt. Man nennt das heute „weltoffen“, „divers“, „Willkommenskultur“. Man sagt nicht mehr „Neger“, sondern das heißt jetzt „Pflegedienst“. Meint aber immer noch dasselbe – Hintern abwischen.
Und deshalb braucht auch niemand mehr das Dividieren oder die Last der Grammatik zu lernen. Für’s Geistige benegert uns die KI. Dachte man. Seither lesen wir Literatur als KI-Zusammenfassung oder als „einfache Sprache“. Ich habe mal ChatGPT darum gebeten:
In dem Gedicht „Das Lied von der Glocke“ beschreibt Friedrich Schiller, wie eine Glocke gemacht wird.
Während die Glocke entsteht, spricht der Text über das Leben der Menschen. Es geht um Liebe, Heirat, Familie, Arbeit, Gefahren und Tod.
Die Glocke steht für die Gemeinschaft. Sie ruft die Menschen zusammen – bei Freude und bei Trauer.
Schiller zeigt: Ein gutes Leben braucht Ordnung, Zusammenhalt und Verantwortung.
Oder der:
Faust ist ein sehr kluger Mann.
Er hat viel gelernt, ist aber unglücklich.
Er glaubt, dass er nichts Wichtiges weiß.Der Teufel Mephisto macht mit Faust einen Pakt:
Mephisto hilft Faust im Leben.
Dafür bekommt Mephisto Fausts Seele nach dem Tod.Faust verliebt sich in Gretchen.
Durch Fausts Handeln gerät Gretchen in große Not.
Ihre Familie zerbricht, und sie leidet sehr.Am Ende wird Gretchen gerettet,
weil sie ehrlich bereut.
Faust aber muss weiter mit den Folgen seines Paktes leben.
ChatGPT bietet aber an, es noch kürzer hinzubekommen, wenn das zu lang ist:
Faust ist unzufrieden mit seinem Leben.
Er schließt einen Pakt mit dem Teufel Mephisto.
Mephisto hilft ihm, dafür will er Fausts Seele.Faust verliebt sich in Gretchen.
Sie leidet durch ihn sehr.
Gretchen wird am Ende gerettet.
Reicht für den Doktor in Politologie.
Und genauso hatte man sich das auch mit dem Strom vorgestellt. Windrad, Solarzelle und fertig.
Oder mit dem Heizen. Wärmepumpe. Mehr braucht’s nicht.
Und jetzt fällt der ganze marxistische Scheiß in sich zusammen. Energie – Arbeit – Geld.
Asiatische Banken sind dort eingesprungen, wo sich US-Institute zurückziehen. Sie zeigen sich weiterhin bereit, zu höheren Zinssätzen zu finanzieren, um vom Wachstum der KI-Infrastruktur zu profitieren. Das eröffnet Oracle zwar Möglichkeiten für internationale Expansion, löst jedoch nicht die Kapazitätsprobleme im US-Markt. TD Cowen warnt, dass die eingeschränkte Finanzierung grundlegende Fragen aufwirft, ob Oracle in der Lage ist, sein Umsatzwachstum fortzusetzen, wenn es die erwarteten Rechenzentrumskapazitäten nicht bereitstellen kann.
Und wenn es schief geht, ist die Frage, ob Oracle das überlebt.
Oder ob Oracle dann nicht einfach asiatischen Banken gehört.