Berlin zwischen Olympischen Spielen und Expo
Leser sehen die Sache ganz anders.
Einige Leser sehen in der Expo-Olympia-Entscheidung von Berlin eine ganz andere Sache. Ich beschreibe das mal und fasse das mal zusammen.
Nämlich die Einsicht, dass Berlin weder Expo, noch Olympische Spiele noch gebacken bekommt, weder finanziell, noch sonst irgendwie. Wir bekommen ja nicht einmal einen Weihnachtsmarkt noch sicherheitstechnisch hin. Schutzgelderpressung, Terror und so weiter. Neuauflage Terroranschlag 1972. Was wäre, wenn in Deutschland erneut israelische Sportler von Palästinensern ermordet würden und die Polizei es erneut verkackt wie 72?
Fällt mir gerade so auf, so bitter wie böse: Jüdische Sportler waren bei den Olympischen Spielen in Deutschland 1936 sicherer als 1972 – und 2036.
Platz haben wir auch nicht.
Personal auch nicht.
Beides, Spiele und Expo, bedeuten für Berlin eigentlich nur noch die sichere Blamage und Pleite.
Wo sollte man Sportlerheime bauen? Wir kriegen ja nicht mal mehr Flüchtlinge in Containern unter.
Und wovon? Wir sind sowas von pleite.
Und was, wenn 100 Jahre nach 1936, 2036, in Berlin die AfD regiert?
Also suche man den gesichtswahrenden Notausgang aus beiden Veranstaltungen. Und während man die Expo sicher bekäme – was man wohl gar nicht will – wählt man die Spiele, weil da die Chancen sehr hoch sind, dass man sie nicht bekommt.
Soll vielleicht so aussehen wie „wir haben uns ja besonders darum bemüht, aber man hat sich eben für andere entschieden“ und nicht „das schaffen wir nicht, wie kommen wir da wieder raus ohne uns zu blamieren?“