Der Privatkrieg des ZDF gegen Donald Trump
Oder sollte man besser sagen: Der Privatkrieg des Elmar Theveßen, der das ZDF für sich einspannt?
Ich habe gerade – leider nicht ganz, unterbrochen und teils nur nebenbei – die ZDF-Sendung „USA extrem: Ein Jahr Donald Trump“ gesehen.
Auf mich wirkte das völlig verlogen, jährzornig, unsachlich, doppelmoralig, rachsüchtig.
Da wird Trump permanent das vorgeworfen, was Linke, also die eigene politische Front, dort seit Jahren macht, Ideologie durchsetzen. Der ganze Gender- und Woke-Quatsch, allgemein bekannt, ausführlich beschrieben. Da hat man damals jeden gefeuert, geschasst, beschuldigt, angeklagt, der sich nicht Feminismus, Gender und Wokeness unterwirft, und jetzt kommen die und tun so, als wäre das die Methode Trump gegen das gute, tolerante, liebenswürdige, demokratische Amerika.
Auffällig: Trump wird mit allerlei Schmähprädikaten belegt, während Linke dort angeblich „friedlich“ demonstrierten und nur legitimen „zivilen Widerstand“ zeigten. Hat man die Bilder nicht gesehen, wie Antifa und Black Lives Matter Straßenzüge vernichtet, Städte ruiniert haben? Dass die Kriminalität in vielen Städten so eskaliert, dass Ladengeschäfte gar nicht mehr möglich sind, dass sich niemand mehr die hohe Diebstahlrate leisten kann? Trump wolle die Nationalgarde nach Chicago schicken, um sie gegen zivile Bürger einzusetzen. Eine Amerikanerin schrieb mir vor einiger Zeit mal, als ich Chicago erwähnt hatte, Chicago sei eine sehr schöne und sehenswerte Stadt. Aber ich müsse bei einem Besuch unbedingt darauf achten, ausreichend Munition mitzuführen, ich würde sie brauchen. Schon lange ist bekannt, dass Chirurgen in der Ausbildung sich darum reißen, mal so ein, zwei Jahre in Chicago am Krankenhaus tätig zu sein – nirgendwo sonst lerne mal so schnell und gut, Schussverletzungen zu behandeln. Keine Universität könne das vermitteln. Sogar das Militär schicke seine Ärzte zur Ausbildung dorthin, weil das in Friedenszeiten die beste Methode wäre, sie auf Kriegseinsätze vorzubereiten. Und dann kommt das ZDF und tut so, als wolle Trump friedliebende Bürger knechten, wenn er das Militär nach Chicago schickt.
Wenn man Trump Ideologie vorwerfen will – was man ja tun könnte – müsste man auch mal sagen können, was für eine Ideologie denn das sein solle.
Was mir auffiel: Immer wieder Elmar Theveßen. Ich hätte gewettet, dass das sein Privatsendung, seine persönliche Rache wegen der Maßnahmen Trumps gegen das ZDF ist. Im Abspann taucht er aber nicht auf – das wäre wohl auch zu offensichtlich gewesen. Es kann aber wohl kaum ohne Elmar Theveßen gehen, denn es war eine Sendung des ZDF über die USA, über Trump, und der ist eben Leiter des ZDF-Studios Washington. Das geht gar nicht ohne den. Der muss da Auftraggeber sein.
Was ist „Ligne de Front“?
Etwas ist seltsam. Die Sendung ist laut Abspann eine Sendung des ZDF, produziert von Kelvinfilm. Die sitzen in Wiesbaden. Natürlich ist es naheliegend, dass man für eine Filmproduktion in den USA Leute aus den USA mit einspannt. Im Abspann kommen Kameraleute und Schnittleute von „Ligne de Front“ vor, die auch als Lizenzgeber fungieren. Heißt Kampflinie, Frontlinie, ist ein militärischer Begriff. Sucht man nach einer Produktionsfirma dieses Namens, kommt man – ist ja auch französisch – bei der französischen Ligne de Front heraus, wobei ich noch nicht weiß, ob das eindeutig ist oder es mehrere Firmen dieses Namens gibt. Eine amerikanische Firma dieses Namens gibt es angeblich nicht.
Nun könnte man annehmen, dass die eben eine Niederlassung in den USA haben, aber auch das ist irgendwie komisch, denn die Namen im Abspann hören sich alle französisch an.
Irgendwas ist an diesem Film faul.
Es scheint, als würde das ZDF, als würde Elmar Theveßen da gerade einen Privatkrieg gegen Trump anfangen. Und es ist auch total einseitig: Trump ist immer dumm, kriminell, unterdrückend – aber die anderen sind immer total lieb, brav, herzensgut, demokratisch. Machen eben nur „zivilen Ungehorsam“.
Der Film sagt weit mehr über das ZDF als über Trump.