Ansichten eines Informatikers

Jammerlied eines Millenials

Hadmut
30.8.2025 21:20

Ist es nicht schrecklich?

Leserzuschrift:

Grüß dich Hadmut.

Ich kann Boomer nicht leiden mach ich keinen Hehl draus. Bin aber einer der Leute die mehr Leute als Freunde haben die 20 bis sogar 40 Jahre älter sind.

Es ist nicht der einzelne Boomer den ich nicht leiden kann sondern, wie bei allem, die Gruppe.

Ich habe viele Gründe zu angepisst zu sein, primär die Boomer in meiner Familie, die haben mich zu Grunde gerichtet. Aber alles was ich höre von Enteignung und die müssten noch mehr Arbeiten, klingt hart nach meiner Generation die einfach nicht rafft dass ihr, wie wir, nicht aussuchen könnt, wohin der Fluss fließt und wir alle nur mitgerissen werden. Generationenvertrag? Scheiß auf den Mist. Es ist simple Logik. Es wird die, die jetzt rum heulen ebenso treffen, mit dem was sie vorschlagen. Was hier schief geht löst sich nicht mit Umverteilung. Geht ja eh nicht an die Kinder der Boomer sondern “Immigranten”, warum nennt man die eigentlich kaum noch abgeschoben werden?

Ja, ich bin nicht happy. Aber ich schrei Leute an wenn die mir mit ihrem Schwachsinn auf den Sack gehen, manchmal tick ich auch aus und kack die wirklich zusammen – aber dabei bleibts.

Während wie Grund und Recht haben euch zu Boomer zu kritisieren denken viele meiner Generation, dass sie irgendwo besser wären. Ich dachte damals mit 13 meine Generation ist im Arsch, schlimmer gehts nicht mehr. Ich habe mich geirrt. Wenn ich: “Fickt euch Boomer” lese was übergeht in wir müssen was gegen die machen , denke ich mir nur, es ist die Abneigung die wir Millennials haben, ausgelebt. Und das es so was gibt in einer Gesellschaft spricht schon Bände. Ihr Boomer habt uns verraten und enttäuscht. Aber mit Wut sollte man nur der Familie drauf antworten, nicht dem Nachbar oder wen den man nicht mal kennt per politisches Diktat. Die ganzen Werte von damals, scheinen nicht mehr zu greifen. Schauen wie es endet. Ich persönlich hoffe noch auf Bürgerkrieg und Wiedereinführung von Kreuzigungen und Abschaffung der Ethik. Weltrettenmentalität bringt fast ausschließlich Probleme.

Ich sehe aber auch wie sehr wir Millennials am verkacken sind, der Geschlechterwahn, die Rassenkacke und der unzählige Rest. Der einzige Trost ist dass jene die nach uns kommen genau so scheiße fressen – wobei eben das der Fehler ist. Sollten es eigentlich doch besser haben.

Deutschland ist tot. Die westliche Welt begeht Suizid. Hat man sich im späten Rom ähnlich gefühlt?

Wahrlich keine gute Zeit.

Und keine Hoffnung in Sicht. Ha! Wie auch. Alle warten sie auf einen Messiah der alles löst, anstatt selbst wenigsten einen kleinen Schritt zu machen oder nicht mehr zu nicken und sich verbal zu äußern wenn man was für Schwachsinn hält, aber warte – Verlust der Arbeitsstelle incoming.

Scheiß Zeitalter für uns alle. Boomer sollten mal den Mund halten, aber der Rest von uns, insbesondere wir Millennials auch. Ist doch alles am Ende

Oh, wir haben Euch nicht verraten und auch nicht enttäuscht.

Ihr hattet euch ein linkes Weltbild ausgedacht und gebt uns jetzt die Schuld daran, dass es nicht funktioniert.

Wir haben immerhin verdammt viel aufgebaut, erfunden, gemacht. Wiedervereinigung, Soli, Internet.

Die, die Euch verraten und enttäuscht haben, waren nicht die Boomer. Das war eine Generation darüber, die 68er. Die haben den Mist angerührt mit ihrem Marxismus-Schwachsinn. Frankfurter Schule und so.

Hättet Ihr Millenials soviel Grips wie eine alte Parkuhr, und soviel Rückgrat wie deren Pfosten, Ihr hätten schon längst die Situation analysiert und die Ursachen herauspräpariert, statt auf die „Boomer“ zu schimpfen.

Glaub mir, die Boomer sind Euer geringstes Problem. Im Gegenteil, sie sind die einzigen, von denen Ihr überhaupt noch irgendeine Hilfe im Sinne von Know How erwarten könnt. Es ist aber eben so leicht, auf Opa zu schimpfen, weil der der Einzige ist, der Euch dafür nicht aufs Maul schlägt.

Die Gendermafia und die Klimadachschadenproduzenten haben es erfolgreich geschafft, Euch einzureden, dass Ihr Opfer der vorangegangenen Generation wärt. Und dass so sehr, dass Euer Lebensinhalt fast nur noch daraus besteht, irgendjemandes Opfer zu sein.

Und das Ergebnis ist, dass Euer einziger Lebensinhalt darin besteht, Opas Opfer zu sein, gepaart mit der Erkenntnis, dass dieser Euer Lebensinhalt bald futsch ist, weil ja Opa nicht mehr lange lebt, wie der Sklave, der heult, weil seine Domina ins Altersheim muss.

In einem Punkt habt Ihr recht: Deutschland ist tot. Die westliche Welt ist tot. Und die Boomer erfahren die Gnade der frühen Geburt.

Das wird noch richtig lustig werden, wenn das alles gegen die Wand fährt.

Die Mutter aller Ursachen

Wisst Ihr, was uns so tief in die Scheiße geritten hat?

Uns ging’s zu gut. Die Boomer haben zu viel gearbeitet. Uns ging es ein paar Jahrzehnte lang so gut, dass alles von selbst lief und wir, der Staat, Geld im Überfluss hatten. Wie sonst hätte eine Angela Merkel es schaffen können, 16 Jahre lang Kanzlerin zu sein, obwohl sie ja eigentlich kaum etwas gemacht und alles laufen gelassen hat? Weil alles von selbst lief.

Das nun hat dazu geführt, dass wir einen enormen Haufen von Leuten produziert haben, die auf Kosten anderer leb(t)en, und die meinten, dass man mit beliebigem Geschwätz durchs Leben kommt, weil man dafür eben von anderen bezahlt wurde. Wir hatten die Jahrzehnte des beliebigen Geschwätzes, die Etablierung von Dummheit, Faulheit und ideologischem Schwachsinn wie Marxismus.

Das hat sich zu Ende gelaufen, und das, was sich nun wieder meldet, wovon Ihr dieses Heulkrampf-Gefühl bekommt, das ist die Realität. Die kommt gerade wieder.

Oh, ich merke das auch, ich kann das bestätigen, so als Blogger.

Viele Jahre war ich als Analytiker, Kritiker, Theoretiker sehr beliebt, das lief gut. Nun aber merke ich sehr deutlich, dass diese Zeit vorbei ist, es kein Denken, keine Hypothesen, keine Diskussion, keinen Streit mehr gibt. Jetzt ist wieder Realität, Empirie dran. Jetzt muss man als Blogger wieder Beobachter, Berichterstatter sein. Die Zeit des Geredes ist vorbei, jetzt kommt die Es-passiert-was-Zeit.

Deshalb nämlich sind Streitigkeiten und politische Auseinandersetzungen erledigt, und deshalb haben sich auch Leute wie Habeck und Baerbock aus dem Staub gemacht. Es gibt eigentlich nichts mehr, worüber man streiten könnte, weil jetzt die Empirie kommt, das Erleben und Beobachten. Der Aufschlag auf dem Boden. Man kann und muss nicht mehr darüber diskutieren, wer recht hat. Man sieht es jetzt.

Und ich merke das als Blogger sehr deutlich: Es geht nicht mehr darum, was gut und was schlecht ist. Welche Entscheidung zu treffen ist. Es geht nun darum, woran wir sterben und wo es weh tut.

Anders gesagt: Die Zeit der Entscheidungen ist vorbei. Die Zeit der Konsequenzen aus den Fehlentscheidungen ist da. Und damit das Ende von Ideologien.

Und damit ist dann endlich auch diese Zeit des Geschwätzes vorbei, die ich 30 Jahre lang erlebt und über 10 Jahre lang beschrieben habe.

Ich genieße es. 25 Jahre wurde ich von vielen als Idiot hingestellt, weil denen meine Meinung nicht passte. Nun bin ich zwar alt, aber kann mich damit zurücklehnen, einfach recht gehabt zu haben.

Der Vorteil des Scheiterns gegenüber dem Erfolg

Wisst Ihr, worin der große Vorteil des Scheiterns gegenüber dem Erfolg besteht?

Wer Erfolg hat, muss das in aller Regel verstanden haben, wie es funktioniert. Nur wenige haben einen Erfolg, an den sie selbst nicht glaubten oder von dem sie nicht wussten, was sie machten um ihn zu erreichen. Die meisten Leute, die Erfolg hatten, haben auch daran geglaubt.

Beim Scheitern ist es umgekehrt. Man muss nicht glauben, dass es schief geht, und auch nicht verstanden haben, warum man scheitert, um grandios zu scheitern. Im Gegenteil: Es scheitert umso schöner, je überraschter der Scheiternde davon ist, je kälter es ihn erwischt. Es macht vielmehr Spaß, einem beim Scheitern zuzusehen, wenn man ihn vorher gewarnt hat und er es nicht glauben wollte, einen dafür beschimpft hat.

Ihr dachtet, Ihr kämt damit durch, euch lila Latzhosen anzuziehen und auf Männer zu schimpfen. Mit Euren Patentrezepten wie e-Autos, Wärmepumpen und veganen Burgern.

Die Zeit des folgenlosen beliebigen Geredes ist vorbei.

Heißa, die Zeit des Erlebens ist da. Das Come back der Realität und Empirie.

Jetzt trennen sich die Spreu vom Weizen, das Geschwätz vom Wissen.