Ansichten eines Informatikers

Ein Hafen für Gaza

Hadmut
9.3.2024 11:42

Herrje, ist das wieder schlimm.

Die Amerikaner werfen doch gerade Hilfslieferungen über dem Gaza-Streifen ab, und diese Hilfslieferungen haben gerade fünf Leute erschlagen:

Jetzt ist hier gerade große Diskussion auf Zypern, von der Leyen war ja auch da, dass man einen „Korridor“ für Hilfslieferungen per Schiff von Zypern nach Gaza einrichten will. In den nächsten Tagen soll es schon losgehen.

Und das ist gar nicht so einfach. Denn das Wasser vor Gaza ist sehr flach, da kommen normale Schiffe nicht hin.

Und das ist auch bekannt. Ich hatte doch neulich über das Schiff und den gleichnamigen Film „Exodus“ geschrieben, in dem es darum geht, dass nach dem zweiten Weltkrieg ein Schiff mit Juden, die den Holocaust überlebten, auf Zypern festhängt und die Juden von den Briten interniert wurden, weil die Briten schräge Deals mit den Arabern gemacht hatten, um (Film dazu: Lawrence von Arabien), damit die mit ihnen die Osmanen vertreiben, und die Briten dasselbe Land Arabern und Juden versprochen hatten, weil sie wohl nicht damit rechneten, dass Juden den Holocaust überlebten. Was wohl mit ein Grund ist, warum heute so viele Araber in England sind, die haben da auch noch eine Rechnung mit den Briten offen. Soweit sich das nachlesen ließ, ist die Story für den Film wohl sehr vereinfacht und auf Drama gebügelt worden, indem man aus verschiedenen Teilen einer wahren Story eine neue zusammengebastelt hat. Zwar gab es die Internierungslager auf Zypern, und auch die Briten haben versucht, die Juden davon abzuhalten, sich dort niederzulassen, und auch das Schiff Exodus gab es, aber anscheinend war gerade dieses Schiff wohl nie auf Zypern (sondern andere), aber es wäre wohl für den Film zu kompliziert gewesen, das historisch korrekt aufzudröseln.

Ursprünglich nämlich war die Exodus wohl ein amerikanischer Flussdampfer namens „President Warfield“, der dazu mit einem sehr geringen Tiefgang gebaut und eigentlich nicht hochseetauglich war (aber ein paar Umbauten bekam und trotzdem einige Male fast gekentert ist). Der ist aber sogar mindestens dreimal über den Atlantik, denn die Alliierten setzten diese zunächst als Unterbringungsschiff für die britische Armee und dann sogar bei der Landung in der Normandie als Unterkunftsschiff ein – eben weil sie so geringen Tiefgang hatte. Dann wollte man sie in den USA verschrotten (wozu sie ja wieder dorthin zurückgekommen sein muss), wo sie aber von Agenten des späteren Mossad billig aufgekauft und für eben den Zweck, Juden von Deutschland nach Israel zu bringen, gekauft und umgebaut wurde (dabei mangels Tiefgang wieder fast kenterte), nämlich genau mit dem Ziel, die Küste vor Israel/Gaza anlaufen zu können, weil dort das Wasser so flach ist, und man damit hoffte, die britische Marine abhängen zu können, weil deren Schiffe hochseetauglich, aber deshalb eben mit großem Tiefgang gebaut waren, und der Exodus in die Gewässer dort nicht folgen konnten.

Genau deshalb wollen sie da jetzt erst einmal mit einem Schwimmponton arbeiten, der auf See irgendwo festgezurrt wird, und an dem große Schiffe die Waren ausladen, und dann kleine Boote die an Land bringen, bis die amerikanische Armee da einen Hafen gebaut hat, was aber wohl 2 Monate dauern soll.

Die Frage, die sich mir aufdrängt

ist nun: Warum zur Hölle haben die Palästinenser und die Hamas da für Kriegszwecke ihren Streifen untertunnelt, angeblich rund 5700 Tunnel, die insgesamt um die 720 Kilometer lang sind, aber keinen Hafen gebaut?

Warum stecken die alles in diesen dämlichen Krieg und Hass gegen die Amerikaner, aber um ihnen was zu essen zu bringen müssen eben jene Amerikaner ihnen jetzt auf die Schnelle einen Nothafen bauen?

Es erinnert mich daran, dass die Bevölkerung dort nicht genug sauberes Wasser hat, weil die Hamas die Wasserleitungen, die die Israelis ihnen gebaut haben, aus dem Boden gerissen haben soll, um aus den Rohren Raketen zu bauen.

Warum stellt man die Palästinenser nicht mal wegen derer Prioritäten zur Rede?

Ich hatte das neulich schon in einem Blogartikel mal angesprochen. Wenn die Palästinenser – deren Land es ja nicht einmal ist, zumal die meisten von ihnen auch keine dort verwurzelten Araber sind, sondern aus allen Gegenden der Welt zugereiste, die jetzt behaupten, man habe ihnen Land gestohlen – mit den Israelis und Jordanien kooperiert hätten, hätte die Gegend dort das Urlaubsparadies schlechthin sein können, die könnten alle stinkreich sein und schön in Wohlstand leben.

Warum aber hält niemand den Leuten ihre eigene Dummheit vor?

Hilfslieferungen schön und gut, muss sein. Aber warum klebt nicht auf jeder Lieferung ein Zettel, auf dem steht, dass sie gerade vom verhassten Feind gerettet werden, weil sie selbst zu dumm sind, ihre Lebensbedingungen selbst herzustellen?

Es schimpfen gerade so viele Leute auf Israel. Was aber nie erwähnt wird, ist, dass Israel Gaza auch mit Infrastruktur, Arbeitsplätzen, Geld, medizinischer Versorgung am Leben hält, und den Palästinensern auch nichts anderes einfällt, als sich mit Mord und Raketen zu bedanken und die Wasserleitungen, die ihnen die Israelis gebaut haben, aus dem Boden zu reißen, um Raketen daraus zu bauen.

Warum schreien alle „humanitäre Katastrophe“ und „Böses Israel“, und warum erwähnt dabei niemand, dass die Palästinenser sich ihre Lage im wesentlichen selbst eingebrockt haben, und ihnen überhaupt niemand Land weggenommen hat, weil die meisten von ihnen dort gar nicht hingehören, sondern Zugereiste sind, und das alles sowieso nur ein krummes Ding der Briten war, und das alles eigentlich osmanisches und nicht arabisches Land ist?

Warum kommen die mit dieser Story durch?

Warum tischen Medien und Politik uns diese Story dann auch noch auf?

Warum stellt ihnen niemand die Frage, warum sie statt Tunneln und Raketen nicht besser einen Hafen gebaut haben?

Warum stellt ihnen niemand die Frage, warum sie einerseits Israel und die USA für ihren totalen Feind halten und bekämpfen, andererseits aber völlig von deren Versorgung abhängig sind, weil sie sich nie um die eigene Versorgung gekümmert haben?