Ansichten eines Informatikers

Die juristischen Details des Hochschlafens: Rechtssicher die Karriere ervögeln

Hadmut
18.6.2023 14:45

Wer kennt es nicht:[Nachtrag]

Die Besetzungscouch wirft immer wieder knifflige Rechtsfragen auf, und immer wieder werden Prüfungsnoten und Doktortitel erbumst statt durch Leistung erreicht. Die Mediziner haben den Spruch „Wer im zehnten Semester noch keinen Doktor hat, der muss ihn selbst machen.“ Eine Krankenschwester berichtete mir mal, dass sie an der Wäschekammer ihrer Station immer vorher anklopfen muss, weil die ständig „besetzt“ ist.

Rechtsprobleme über Rechtsprobleme. Wie leicht kann man Ärger bekommen.

Das muss nicht sein.

An der LMU stellt man sich auf den hohen Frauenanteil ein und bietet für Juristen jetzt die Vorlesung “Liebschaften am Arbeitsplatz” Rechtsprobleme rund um den “Aufstiegsbeischlaf” an, damit die Rechtsfragen nicht im Dunkeln bleiben und die Absolvent*innen von heute für die künftige Arbeitswelt gerüstet sind.

Und auch als Chef will man natürlich wissen, welche Angebote man annehmen, welche Früchte man pflücken darf und in welchen sauren Apfel man vielleicht sogar beißen muss.

Mir würden da ganz viele Rechtsfragen einfallen. Zumal es ja nicht nur eine Redewendung ist, dass das Schlimmste an der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz ist, dabei übergangen zu werden, es hat sich mal in den USA eine Bankerin zig Millionen Schadensersatz erklagt, weil man sie bei der sexuellen Belästigung übergangen hatte: Die Kollegen gingen abends nach Feierabend in die Strip-Bar und nahmen sie, die Feministin, nicht mit, haben nie gefragt, ob sie mit will. Natürlich sofort ein Klagegrund für Feministinnen. (Wenn sie gefragt hätten, dann natürlich auch.)

Schön, dass auch die Juristen mit der Zeit gehen.

Har har. 😀

Nachtrag: FOCUS schreibt auch etwas darüber. Und das ist durchaus sehr wichtig, denn da wird etwa der Fall Julian Reichelt juristisch besprochen. Und da in solchen Fällen ja Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Richter, Kommentatoren zur Sache kommen müssen, ist das selbstverständlich ausbildungsrelevant.

In den USA hat sich mal eine Jura-Professorin darüber aufgeregt, dass die linken Studentenschaften sofort blockieren, wenn sie zum Thema Sexualstrafrecht kommt. Sie sagte dazu, dass man es aber eben als Anwalt, Staatsanwalt, Richter beherrschen muss, weil es zur Berufspraxis gehört, und man nicht Jurist werden könne, ohne sich damit zu befassen.