Ansichten eines Informatikers

Hirn – Rudel – Frau – Stockholm: Was ist „Wahrheit“?

Hadmut
9.6.2023 13:40

Noch ein Steinchen auf meiner Rudel-Hirn-Theorie. [Nachtrag]

Ein Leser schreibt mir:

Hier nochmal enttwittert und entscreenshottet:

People who can’t defend themselves physically (women and low T men) parse information through a consensus filter as a machanism. They do not ask “is this true”, they ask “will others be OK with me thinking this is true”. This makes them very malleable to brute force manufactured consensus; if every screen they look at says the same thing they will adopt that position because their brain interprets it as everyone in the tribe believing it. Only high T alpha males and aneurotypical people (hey autists!) are actually free to parse new information with an objective “is this true?” filter. This is why a Republic of high status males is best for decision making. Democratic, but a democracy only for those who are free to think.

Leider gibt er keine Quelle an und hat vermutlich auch keine, denn man kann den Text zwar googeln, kommt damit auf nur auf irgendwelche Foren, in denen der Text oder eben dieser Screenshot auch schon erwähnt wurden, auch ohne Quellenangabe.

Es ist mir also nicht bekannt, woher oder aus welchem Kontext diese Aussage stammt.

Mir ist sie aber aufgefallen, weil sie sehr gut in mein Hirn-Rudelmechanik-Modell und die Hypothese der zwei Betriebsarten passt, das Hirn sich entweder im Rudelmechanismus befindet oder im Einzelgängermodus, und dass der Einzelgängermodus eher oder fast nur bei Männern vorkommt, weil Frauen – im Gegensatz zu Männern – fortpflanzungstechnisch auf den Schutz des Rudels angewiesen sind. Bei vielen Säugetierarten – nicht allen und nicht immer zwingend, aber meist – sind die Weibchen stets im Rudel, während die Männchen oft den Rudelchef und ein paar Rudelbeamte stellen, aber eben auch viele Einzelgänger, die nebenbei auch dafür zuständig sind, Gene weiter zu verteilen. Bei den Aborigines in Australien habe ich gelern, dass die ein ausgeklügeltes und unerwartet komplexes Regelwerk haben, wer wen heiraten darf, Männer da immer in einen anderen Stamm heiraten müssen, aber verhindert wird, dass sich da zwei Stämme gegenseitig befruchten. Auf meine Frage nach dem Hintergrund, weil ich da wieder irgendwas aus ihrer Mythenwelt und der Dreamtime erwartet hatte, hieß es „to avoid inbreed“. Um Inzucht zu vermeiden. Sie hätten zwar nicht die Wissenschaft der Weißen entwickelt und das mit den Genen erst in modernen Schulen gelernt, aber darauf, was man tun muss, um Idioten zu verhindern, seien sie schon vor langer, langer Zeit selbst gekommen. Es dürfte sich auch evolutionär als Verhaltensweise durchgesetzt haben, Gene zwischen den Rudeln auszutauschen, auch wenn sie sich direkt im Konkurrenzkampf um Nahrung bekriegt haben. Normalerwiese sind die Männchen beweglich, die Weibchen aber stabil im Rudel, weil das eben mit der Art der Fortpflanzung so naheliegend ist.

Nun hatte ich ja schon so oft beschrieben, dass ich auf feministischen Veranstaltungen immer wieder diesen Eindruck hatte, dass denen organisch oder zumindest funktional ein Teil des Gehirns fehlt, dass denen der gesamte Bereich der Ratio einfach fehlt. Dass die da in Ekstase jubeln, weil sie sich so drüber freuen, dass sie alle dasselbe glauben, ohne jemals zu fragen, ob es überhaupt richtig, möglich, zutreffend, nachprüfbar, konsistent, logisch oder überhaupt gut für sie ist. Das einzige geistige Ziel scheint zu sein, einen Konsens zu finden, der klar in die Guten und die Bösen einteilt. Ob es stimmt, ist egal.

Ich hatte das bisher so interpretiert, dass das Gehirn im Rudelmodus als Energiesparmaßnahme komplexe, evolutionär moderne Teile einfach abschaltet, und nur noch in archaischer Rudelmechanik denkt, also sich rudelkonform zu verhalten, und dem Leithammel das Denken zu überlassen. Während der Einzelgänger wenig Rudelverhalten braucht, dafür aber selbst denken muss.

Etwas sehr ähnliches beschreibt der hier. Eigentlich keine Ergänzung zu meiner Theorie, sondern nur eine Betrachtung aus anderem Blickwinkel und etwas anders formuliert.

Demnach nämlich seien Frauen und „low T men“ (Männer mit wenig Testosteron) rudelorientiert. Und sie würden Informationen stets durch einen „Konsensfilter“ betrachten. Sie fragten nicht, ob etwas wahr ist, sondern ob das im Rudel in Ordnung wäre, wenn man es für wahr halte.

Nur Alpha-Männer mit viel Testosteron und Neuro-atypische Individien wie Autisten seien überhaupt in der Lage, Informationen objektiv zu betrachten und zu fragen, ob die überhaupt wahr sind. Deshalb würde eine Republik am Besten von Männern mit hohem Status geführt, weil nur die zu diesem Denken fähig seien.

Oder anders gesagt: Alte weiße Männer.

Es beschreibt nicht nur das, was ich so oft beobachtet habe, diese konsenshafte Hirnlosigkeit, sondern trifft auch genau, was ich bezüglich Autisten geschrieben habe, nämlich dass ich Linke und Rechte eigentlich als gleich ansehe und als Gegenteil der Linken nicht die Rechten, sondern die Autisten betrachte, weil sie genau andersherum und völlig rudel- und sozialbefreit denken.

Es würde eine ganze Menge erklären.

Beispielsweise das Stockholm-Syndrom, bei dem Geiseln von Räubern und Terroristen schon nach kurzer Zeit deren Standpunkt übernehmen und sich mit ihnen solidarisieren. Es dürfte ein Rudelmechanismus sein, um sich dem neuen, auch durch Gewalt gewordenen Rudelchef zu unterwerfen, und nicht zu fragen, ob die neue Rudelsichtweise wahr ist, sondern nur, ob sie sozial konsensfähig ist.

Es würde Religion erklären, die ganzen Sekten, die es auch nicht interessiert, ob etwas stimmt, oder überhaupt stimmen kann, sondern nur der Konsens zählt. Das ganze Religionsgehabe ließe sich darauf zurückführen.

Es würde den Feminismus und das Phänomen der „feministischen Theorie“ erklären, die ja auch frei zusammengelogen wird und kein Mensch fragt (fragen darf), ob sie stimmt, sondern nur, ob sie eine Einigkeit erzeugt.

So eine Art Wahrheit der zweiten Art, Wahrheit, die im anderen Teil des Gehirns entsteht. Im Sozialgehirn.

Es würde den Journalismus erklären, wo sich welche als Faktenchecker ausgeben und „Fakt“ schreien, Dinge als unbezweifelbar hinstellen, weil es über sie einen Konsens gäbe.

Es dürfte überhaupt das ganze Klima-Ding erklären, wo man ja auch nicht mehr wissenschaftlich argumentiert, sondern damit, dass es in der Wissenschaft „Konsens sei“, obwohl es in der Wissenschaft keine Konsense gibt, Wissenschaft nicht durch Konsens erfolgen kann.

Das ganze Frauenquoten-Ding und die linke Übernahme der Universitäten mit all dem Geschrei, den Safe-Spaces und den Redeverboten: Die Übernahme der Universitäten durch Konsensdenker. Deshalb darf man auch kein abweichendes Wort mehr sagen. Weil es nicht mehr um wissenschaftliche Wahrheit geht, sondern um Konsenswahrheit. Deshalb waren die Wissenschaftsdenker immer an der Gegenrede interessiert, weil sie erlaubt, den Standpunkt zu überprüfen, Fehler zu entdecken oder nachweisbare Erkenntnisse zu härten. Seit aber die Konsensdenker die Macht übernommen haben, ist die nachprüfbare Wahrheit völlig egal, geht es nur darum, kein abweichendes Wort zu äußern, weil das den Konsens in Frage stellen und zu Streit führen könnte.

Das würde dann auch erklären, was „Linke“ eigentlich sind: Konsensdenker, womöglich sogar krankhaft übersteigert. Es geht nicht darum, ob etwas stimmt, sondern mit allen Mitteln den Konsens, die Gleichheit, die Einheitsmeinung herzustellen, weil Einheitlichkeit viel wichtiger als Wahrheit ist. Anderer Teil des Gehirns.

Das ist das, was ich oft beobachtet und oft beschrieben habe: Ein Teil des Gehirns fehlt. Die Ratio. Weggeschaltet, nie entwickelt.

Auf Youtube gibt es ja jede Menge Videos mit Experimenten, in denen eine (abgesprochene) Gruppe von Menschen, ob im Fahrstuhl oder im Arztwartezimmer, irgendein völlig ungewöhnliches oder absurdes Verhalten an den Tag legt, und die nicht eingeweihten Testpersonen das trotzdem mitmachen. Es gab einen Film über ein Wartezimmer, in dem ab und zu mal eine Glocke läutete und die dann alle aufstanden und sich wieder setzten, als wäre das völlig normal. Und die Testpersonen haben das nicht nur nach kurzer Zeit mitgemacht, sondern sogar noch dann, wenn sie dann alleine im Wartezimmer saßen. Da ist was im Hirn, was dafür sorgt, dass wir uns rudelkonform verhalten und es nicht in Frage stellen können.

Es würde auch erklären, was in unserer Gesellschaft gerade vor sich geht: Die Ablösung der Rationaldenker durch die Konsensdenker.

Es würde den Verfall der Medien, der Universitäten, den Gesellschaftsstreit, die Zensur, einfach alles erklären: Es geht nicht mehr um Wahrheit, Nachrprüfbarkeit, Logik. Es geht nur noch um Konsens und Einheitsmeinung, egal welche. Es ist völlig egal, was man meint, es geht nur noch darum, dass alle gleich meinen. 97.000 Geschlechter? Egal. Hauptsache alle einig. Deshalb funktioniert Gender wie Nazi. Gleiche Hirnfunktion. Vermutlich ist dann auch „Faschismus“ einfach die Dominanz dessen.

Es würde erklären, warum jeder Sozialismus früher oder später scheitert. Sie haben zwar den – erzwungenen – Konsens, aber die Realität schert sich eben nicht um diese Sorte „Wahrheit“. George Orwell beschrieb das ja auch in 1984, wie ständig die Ansichten und Nachrichten ersetzt werden, um einen widerspruchsfreien Konsens herzustellen.

Wofür natürlich gerade eine Demokratie sehr anfällig ist, weil mehrheits- und nicht intelligenzorientert. Ich hatte ja beschrieben, dass jede Demokratie einstürzen muss, sobald die, die auf Kosten anderer leben, die absolute oder auch nur die effektive Mehrheit stellen. Genau das passiert gerade, und womöglich ist gerade deshalb die Demokratie ein Konstruktionsfehler, weil sie mit Menschen eben solcher Gehirne, wie sie uns die Evolution gegeben hat, immer instabil ist, weil die Evolution eben dafür gesorgt hat, dass Frauen und ein großer Teil der Männer Rudel- und Konsensdenker und nicht Einzelgänger und Rationaldenker sind.

Das könnte dann auch der Grund dafür sein, warum jede feministische Gesellschaft zum scheitern verurteilt ist, und die Einführung des Frauenwahlrechts aus neurologischen Gründen unweigerlich zu jenem Zusammenbruch führt, den wir in den USA, Schweden und bei uns beobachten. Weil Frauen aus biologisch-neurologischer Sicht zu jedem erdenklichen Schwachsinn in der Lage sind, solange sich genügend viele darin einig sind und sie die Männer ausschließen.

Bei Männern gibt es diesen Effekt zwar auch, aber bei deutlich weniger, weshalb es unter Männern viel schwieriger ist, zu einem solchen degenerativen Konsens zu kommen. Männer konsensen nicht so. Außer natürlich unter linken.

Dabei muss man nicht mal Mann sein, um das zu beobachten. In den Gender-Schriften gibt es ja das Gejammer darüber, dass Wissenschaft frauenausgrenzend sei, weil Männer im Labor vom eigenen ich abstrahieren, ihr Ich draußen lassen und abstrakt denken könnten. Frauen könnten das aber nicht, weshalb Wissenschaft inhärent frauenausgrenzend sei. (Rational betrachtet käme man aus dieser Beobachtung eher zu dem Schluss, dass Frauen dann eben nicht wissenschaftsfähig sind.) Man fragt gar nicht, ob das, was Frauen da zusammenrühren, noch wissenschaftlich ist, sondern erweitert das einfach alles so, dass – quality is a myth – alles frauengängig sein muss, weil die Gleichheit und der Konsens wichtiger sind als die Frage, ob etwas stimmt. Trotz dieser Beobachtung zum Unterschied zwischen Männer und Frauen im Labor insistieren die Genders darauf, dass es Geschlechter und Unterschiede gar nicht gebe. Das ist unlogisch, aber Konsens.

Deshalb gibt es ja Aussagen von Feministinnen, dass sogar die Forderung, sich nicht selbst zu widersprechen und ein widerspruchsfreies Modell zu liefern, männlich und damit frauenausgrenzend seien, weil Frauen sich nun einmal selbst widersprächen und man das nicht fordern darf, weil sie das ja ausschlösse. Da kann man eigentlich nur sagen: Ja. Das ist so. Weil die Gehirne anders ticken.

Es dürfte auch der Grund für diesen „Hass auf den weißen Mann“ sein, eben auf die testosteronbefähigten Rationaldenker, weil die sich dem Konsens widersetzen.

Man findet in den politischen Schriften gelegentlich die Erkenntnis, dass die erfolgreichste Gesellschaftsform nicht die Demokratie, sondern die des wohlwollenden intelligenten Monarchen ist. Also eines Rudels mit einem ordentlichen Leithammel. Das würde genau dazu passen.

Und es würde erklären, warum die Präferenz von linkem Denken genetisch vererbt wird.

Und es heißt leider, dass die Gesellschaft nicht mehr zu retten ist, weil dieser Konsens nicht mehr aufgebrochen werden kann, sondern die Gesellschaft als Ganzes abstürzen muss.

Nachtrag: Auch solche Dinge wie „Groupthink“, Lynchmobs und so weiter dürften in diese Kategorie fallen.