Ansichten eines Informatikers

Die Abi-Downloads als EXE

Hadmut
19.4.2023 14:45

Leser fragen – Danisch hat nicht so genau hingesehen.

Ein Leser fragt an:

Dass die Abi-Downloads alles EXE sind ist Dir nicht aufgefallen? Ausführbares Zeugs aus irgendwelchen Quellen, da kommt doch Freude auf!

Barrierefreiheit ist denen also auch ein Fremdwort, auf Linux-Systemen nur mit irgendwelchen Klimmzügen wie z.B. Windows in einer VM zu öffnen…hat dann aber den Vorteil dass es das System nicht grossartig verseuchen kann 😀

Saftladen ist da noch eine harmlose Umschreibung!

Nein, das war mir nicht aufgefallen, so genau hatte ich nicht hingesehen, weil auf den ersten Blick auch keine Quelle angegeben und die Schrift sehr klein war. Aber jetzt, wo es der Leser so sagt:

Oh, ja.

.exe. Komprimiert und verschlüsselt als .exe und dann gleich das Passwort mit dabei. Gut, das mit dem Passwort mag bei einem Testserver gehen, wenn die Aufgaben nicht echt sind. Wenn.

*Schnüff*, Ja, sowas kenne ich noch aus meiner Studienzeit. So lange ist das nämlich schon her, dass komprimierte Archive als ausführbare .exe in Mode waren, weil man eigentlich damals schon wusste, dass das hochgefährlicher Schrott ist. Das stammt noch aus der Zeit vor dem Internet, als noch jeder sein eigenes Kompressionsprogramm frickelte und man nicht an die passende Dekompressionssoftware kam. Wie dämlich kann man sein, sowas nach dem Jahr 2000 noch zu benutzen? Exe von irgendeinem Ranz-Server und ausführen. Wie war das? Seit 2007 daran nichts mehr verändert? Ja, das glaube ich gerne.

Und ja, Mac und Linux sind dann (ohne Tricks wie virtuelle Maschinen, Wine und sowas, es gab aber auch Dekompressionsprogramme unter Linux, die sogar einige der .exe direkt dekompromieren konnten ohne den Code auszuführen, wenn das normales zip plus Code war, also ist es zumindest mal nicht völlig ausgeschlossen, käme auf den Versuch an) natürlich auch erst mal raus.

Und das auf Ministerialebene.

Gut, dass wir die Kernkraftwerke noch rechtzeitig abgeschaltet haben.