Ansichten eines Informatikers

Warum die Kernkraftwerke weg mussten

Hadmut
16.4.2023 20:37

Mal eine ganz andere Sicht auf die Dinge.

Vielleicht ist es gut, dass man die Kernkraftwerke gerade noch rechtzeitig abgeschaltet hat.

Mir ging seit ein paar Tagen ein Gedanke dazu durch den Kopf, und wie ich gerade so überlege, wie ich den als Blogartikel ausformuliere, kommt mir zufällig das da vor die Flinte, und die Botschaft an der afrikanischen Universität sollte man sehr genau lesen:

Mir geht nämlich seit einiger Zeit die Frage durch den Kopf, was eigentlich wäre, wenn die Kernkraftwerke all den Quotentussis, Quereinsteigern, Fachkräftemangelabhelfern, Kevin Kühnerts, Ricarda Langs und Annalena Baerbocks in die Hände gefallen wäre.

Gerade weil in den letzten Tagen so viel über die letzten Kernkraftwerke berichtet wurde. Vor über 20 Jahren habe ich damals Neckarwestheim im Alleingang als erstes Kernkraftwerk ans Internet angeschlossen und entsprechend abgesichert und netzwerktechnisch umorganisiert. Die hatten damals meine neue Netzwerkzonenstruktur riesengroß ausgedruckt und an die Wand gehängt. Wurde von LKA, TÜV und Gesellschaft für Reaktorsicherheit geprüft und abgenommen, und von mindestens einem weiteren Kraftwerk übernommen (oder es zumindest versucht). Deshalb hatte ich da einen relativ guten Überblick über das Kraftwerk und die Sorgfalt, die da an den Tag gelegt wurde. Und warum der ältere Kraftwerksblock IT-Technisch ziemlich „sicher“ war, nämlich weil der noch analog verschaltet und gesteuert war, ganze Schrankreihen voll elektrischer Schaltungen. Nichts durfte da auch nur irgendwie geändert oder geschaltet werden, bevor man nicht zu dem, der auf der Leitwarte das Kraftwerk fuhr, gegangen ist, das angemeldet hat, eine Genehmigung bekam, und dann zu den Arbeiten den Zettel mit der Genehmigung, wer man ist, was man macht, dranhängen musste, damit jeder sofort weiß, was Sache ist, wenn irgendwas nicht stimmt oder Fragen aufkommen.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich mal zu einer Besprechung zu spät kam, obwohl ich pünktlich dort war. Aber ich kam nicht rein. Weil man einmal im Jahr die Sicherheitsbelehrung über sich ergehen lassen musste, und meine an dem Tag gerade ein Jahr her war: Die Vereinzelungsanlage mit Ausweiskontrolle ging für mich nicht mehr auf. Da gab es dann eine Sprechanlage, über die ich erfahren habe, dass ich heute nicht reinkomme, wenn ich nicht die Belehrung neu mache. Also saß ich dann – alleine – im großen Kino im Eingangsbereich („Banane“ wegen der gekrümmten Form), habe extra für mich einen Sondervorführung bekommen und bin dann mit eine Stunde Verspätung reingekommen. Da erfährt man dann solche Dinge, welche Signale was bedeuten, und wann man normal oder zügig rausgeht, oder man besser die Beine in die Hand nimmt und rennt. Und eben keine Schraube drehen darf, ohne dass man das vorher angemeldet und eine Gehnemigung bekommen hat, damit der, der den Laden fährt, über jede Schraubendrehung informiert ist. Solche Dinge. Ich hatte damals zu einem Fernwartungszugang die Vorgabe gemacht, dass der ebenfalls in dieser Weise abgesichert werden muss und jede Fernwartung eines gewissen Systems vorher beim Fahrer des Kraftwerks an- und abgemeldet werden muss und eine Genehmigung braucht, damit der weiß, dass da gerade jemand auf dem System unterwegs ist. Also hat die Lehrlingswerkstatt in Kraftwerks-Qualität einen Schalter für die Modemleitung gebaut, mit Lackierung und allem was dazugehört, Stahlblech für den Schaltschrank, mittig mit einem großen Schalter, unkaputtbar, mit dem man auch die Stromversorgung einer Ortschaft hätte schalten können. Und zwar deshalb, damit das Kontrollpersonal auch aus zehn Metern Entfernung beim Kontrollgang leicht sehen kann, ob der Schalter steht, wie er soll, und das kam in die Kontrollliste. Der Drehknebel hatte ein Loch, und der durfte eben nur dann auf „ein“ stehen, wenn an diesem Loch der Genehmigungszettel des Kraftwerksfahrers hing. Also entweder aus oder gültiger Genehmigungszettel dran. Ständig überwacht und kontrolliert. Damit keiner diesen Fernwartungszugang verwenden und sich reinhacken konnte, wenn nicht vorher ausdrücklich eine Wartung vereinbart, angemeldet, genehmigt, protokolliert, angezettelt und gedrehschaltert war.

So in der Art lief das da ab. Da war ich einige Zeit beschäftigt, bis 2002. Als die Firma, für die ich damals tätig war, durch grobes Missmanagement der EU-Mutter mit in die (selbst unverschuldete) Insolvenz gerissen wurde.

Das war so die Zeit, in der wir damals das Internet in Deutschland aufgebaut und viele Firmen erstmals angeschlossen (und oft genug dazu erst einmal aufgeräumt) haben.

Und aus der Zeit von damals weiß ich eben, was für einen hohen Ausbildungs-, Sorgfalt- und Wissensstandard die dort hatten. Wenn ich da eine Sicherheitsmaßnahme für angebracht hielt, gab es nicht die Diskussion, ob das denn wirklich sein muss, ob sich das lohnt, ob das jemanden nervt. Wenn man das begründet und erklärt hat, warum das da hin muss, dann wurde das auch umgesetzt und in die Betriebsabläufe integriert, wie bei der Sache mit dem Schalter. Das hat man einmal gesagt und erklärt, und dann wurde das so gemacht, dass man sich darauf verlassen konnte, dass da auch dauerhaft befolgt wird. Das war in meiner gesamten beruflichen Tätigkeit mein mit Abstand interessantestes Projekt.

Vor allem war es eine persönliche Befriedigung für mich. Denn während mir die Uni Karlsruhe vorhielt, dass ich zu blöd sei, eine Dissertation in IT-Sicherheit zu schreiben, vertraute mir dasselbe Bundesland Baden-Würtemberg ein Kernkraftwerk an, das ich nach den Prinzipien meiner Dissertation abgesichert habe, und dessen Absicherung eben von TÜV, LKA und Gesellschaft für Reaktorsicherheit abgenommen und von mindestens einem weiteren Kraftwerk übernommen worden war. Und das mit dem Uni-Streit wussten die auch, denn ich hatte mir eine Ausnahmegenehmigung geben lassen. Was ich da gemacht habe, war natürlich Betriebsgeheimnis und aus Sicherheitsgründen durften natürlich die Netzwerkstruktur und die Sicherheitsmaßnahmen nicht nach außen dringen. Man hatte mir aber gestattet, dass ich das, würde es doch noch zu einer Promotion und einer Verteidigung derselben kommen, dies dort nutzen und vorstellen durfte. Das war eigentlich der Coup, den ich damals vorhatte: Selbst wenn ich damals vor Gericht gewonnen hätte und die mich hätten prüfen müssen, hätten die natürlich jedes Mittel versucht, mich platt zu machen. Und deshalb hatte ich damals als Überraschungskeule für die Verteidigung der Disseration vorbereitet, dass Kernkraftwerke nach meinen Prinzipien abgesichert werden und das von ganz oben abgenomme wurde. Das wusste die Uni nicht. Das wäre so ein richtiger Hammer für die Verteidigung gewesen, weil so etwas noch kein einziger Doktorand zu bieten gehabt hätte, sondern weil zur Uni auch das Kernforschungszentrum gehörte, und die deshalb die Bedeutung auch nicht hätten herunterspielen können.

Es zeigt mir aber vor allem, wie verlogen nicht nur die Universität Karlsruhe war, sondern das ganze Bundesland Baden-Württemberg. Denn dieselbe Landesregierung, wenn auch andere Ministerien, die mich in Sachen Uni als den letzten Dreck behandelt und hemmungslos anlog, war sehr froh darüber, dass sie einen hatten, der ihnen die Kraftwerke absichert und das auch kann. Offiziell wollte man mich unbedingt aus der IT-Sicherheits- und Kryptoforschung raushaben, inoffiziell war man aber auch während des Streites froh, einen zu haben, der das konnte. Es ist allerdings auch nicht völlig auszuschließen, dass das irgendwie durchgestochen wurde und die gewarnt wurden, dass wenn der Danisch erst zur Prüfung kommt, der die Professorenschaft locker durch die Wand bläst und die Uni wirklich ganz dumm dasteht. Deshalb hatte ich das gegenüber der Uni und allgemein gegenüber der Öffentlichkeit im Wesentlichen geheim gehalten, damit die das vorher nicht wussten, und nur ohne nähere Angaben angekündigt, dass ich die Absicherung eines Kernkraftwerkes vorzuweisen habe, aber man weiß ja nie, wer da wen kennt, vor allem, weil es da auch Querverbindungen zum Kernforschungszentrum gab, mit dem sich die Uni ja dann zum KIT zusammenschloss. Der damalige Dekan, Walter F. Tichy, anscheinend wohl der Bruder des Publizisten Roland Tichy, hat das aber systematisch unterschlagen und dem Ersatzprüfer Maurer von der ETHZ auch nicht mitgeteilt, dass ich meine Arbeit mit einer konkreten Umsetzung verteidigen kann, was normalerweise der Goldstandard in Sachen Promotion ist.

Wenn ich nun aber sehe, wie schlimm der „Fachkräftemangel“ in Deutschland ist – vorhin kam gerade wieder in den Nachrichten, dass man „händeringend“ Informatiker suche – und wie blöd, faul, bequem die Leute inzwischen sind, wenn ich höre, wie es gerade vom NDR in Panorama gezeigt wurde, oder wie grotesk die Stadt München gerade ihr IT-Referat mit einer lächerlichen Gender-Tussi besetzt hat und das gut findet, dass wir (siehe oben) den Schulunterricht nicht mehr hinbekommen, Physik schon gleich gar nicht, und was für einen Schwachsinn unsere Politik aus bildungslosen Zivilversagern mit ihrem immer absurderen Idelogieschwachsinnsweltbild anordnet, dann wird es mir Angst und Bange, wenn ich mir vorstelle, dass solche Leute oder ihre Klientel Macht über so ein Kraftwerk bekommen könnten. Wenn ich mir vorstelle, dass Leute wie etwa eine Ricarda Lang oder Sawsan Chebli da Dienstvorgesetzt würde, die Führungsebene so besetzt würde, wie ich das neulich am Amtsgericht Berlin oder anderen Gerichten oder sogar dem Bundesverfassungsgericht erlebt habe, oder das handwerkende Personal so, wie etwas die Berliner Polizei oder das Flughafenpersonal, dann bekomme ich Angst.

Dieses Kraftwerk, das ich damals recht gut kannte – und ich hatte mit meinem Ausweis überall Zugang bis auf das Gebäude mit der Notstromversorgung, das besonders gesichert war – hat auf mich einen vertrauenswürdigen Eindruck gemacht. Und das nicht etwa, weil es fehlerfrei war. Ich hatte damals im Rahmen meiner Tätigkeit auch Kenntnis von Vorgängen erlangt oder selbst Vorgänge entdeckt, die in den Großraum von „sollte nicht passieren“ bis „Störfall, mit dem so keiner gerechnet hat, für das ad hoc kein Mittel bereitsteht“ fielen. Über die ich hier natürlich nichts erzählen werde. Gerade diese Fälle haben mich aber überzeugt, dass die Leute dort exzellent ausgebildet und sehr fähig waren, um auch mit gänzlich unerwarteten Störungen umgehen zu können, und mit wieviel Redundanz und Sachkunde die dort umgingen. Dort waren Leute, die das ganze Ding kannten und verstanden hatten, die genau wussten, was sie tun, und mir zu hypothetischen IT-Störfällen sofort sagen konnten, wie sie damit umgehen würden, und wie und warum sie auf dieses oder jenes System verzichten, es überbrücken und ersetzen oder das ganze Ding herunterfahren könnten.

Ich habe mir schon lange angewöhnt, Firmen und Unternehmen nicht danach zu beurteilen, ob etwas schief geht, sondern wie sie sich verhalten, wenn etwas schief geht. Wie sie damit umgehen. Und die haben mich damals überzeugt, dass sie das drauf haben. Dass die da mit der großen Dampfmaschine umgehen können. Weil die Leute einiges in der Birne hatten und weil die noch eine Arbeitsmoral hatten. Die haben sich noch mit ihrer Aufgabe identifiziert und nicht den Minimaljob gemacht, in dem sie nur das machen, was unbedingt erforderlich und unvermeidbar ist. Das Ding war deren persönliches Baby, die haben sich richtig mit „ihrem“ Kraftwerk identifiziert. Die gehörten zusammen.

Und was mir damals auch auffiel: Wie stark so ein Kraftwerk von Handwerkern lebt. Das war mir vorher nicht klar, dass der Handwerksbereich dort so einen Stellenwert einnimmt, weil es da ständig was zu prüfen, warten, auszustauschen, zu reparieren gibt. Das merkt man schon, wenn man in die Kantine kommt, weil es da zwei Bereiche mit Tischen gibt, nämlich den für die Blaumannträger und den für die Anzugträger, mit unterschiedlichen Sitzpolster, damit man nicht nachher das Schmierfett im Anzug hängen hat. Und da sieht man dann, wieviele Blaumannträger in so einem Kraftwerk unterwegs sind.

Wenn ich mir nun aber anschaue, was heute für Leute von den Schulen und Universitäten kommen, wie unfähig die sind, wie sehr es denen schon an Grundlagenwissen in Mathematik und Physik fehlt, und wie das im Handwerk aussieht, wie schwer es da ist, noch halbwegs befähigte Leute zu finden, was mir die Handwerksmeister so erzählen, was sie für Probleme haben, Nachwuchs zu finden, wie doof und wie unfähig die Leute sind, mal ein paar Stunden am Stück, zu arbeiten (neulich erfuhr ich, dass viele Handwerksbewerber an solchen Fragen scheitern, wie lange eine Leiste mit 3 Metern und eine mit 200 Zentimetern zusammen sind, wenn man sie hintereinander legt), ist mir schon nicht mehr ersichtlich, wie man damit noch ein Kernkraftwerke sollte betreiben können.

Noch schlimmer wird es, wenn ich an das Führungspersonal denke, bei dem ja nun Frauenquote und „Quereinsteigerinnen“ gelten und das ganze auch für Mutti tauglich ist, man als auf dem Leitstand noch einen Wickeltisch vorsehen muss, damit das müttertauglich ist, oder Mutti das Kraftwerk auch aus dem Homeoffice fahren können muss.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann bekomme ich – entgegen meiner technischen Überzeugung, dass diese Kraftwerke gut und zuverlässig laufen können und auf welchem hohen Niveau die hier betrieben wurden – eine enorme Angst. Nicht vor der Kernkraft. Sondern vor den Menschen. Die, die dann Macht über Kernkraftwerke hätte, und die, die man nicht mehr bekäme, um die Dinger zu warten.

Auch wenn ich Kernkraft eigentlich für eine tolle Sache halte, gerade wenn man das Klima retten will, bekomme ich dann, wenn ich objektiv drüber nachdenke, mittlerweile Angst, wenn ich in Betracht ziehe, wie sich die Personalsituation in Politik, Behörden, Handwerk, Führungsebene und Wissenschaft verändert hat. Wir sind inzwischen viel zu blöd, schlicht unfähig, um Kernkraftwerke noch zu betreiben, weil es da eben nicht reicht, die passende App auf dem Handy zu haben. Es ist so ähnlich, wie mit dem Fliegen. Vor dem Flugzeug, dem Wetter, den Piloten habe ich keine Angst. Aber mir graust es bei dem Gedanken, mit Hundert Idioten in einer Blechbüchse festzusitzen, die im Notfall alle erst mal ihre Mäntel anziehen und ihr Gepäck aus den Fächern holen, ihre Handys suchen, anstatt in Sekunden draußen zu sein. Es sind zunehmend die Menschen, vor denen ich Angst habe, nicht die Technik.

Wir sind schlicht nicht mehr in der Lage, genug Leute auszubilden und hervorzubringen, die fachlich, intellektuell, charakterlich noch in der Lage wären, ein Kraftwerk zu betreiben – und trotzdem dämlich genug, mit dieser Befähigung noch im Schwachsinns- und Hochsteuerland Deutschland zu bleiben.

Wir sind längst für alles zu blöd. Nichts funktioniert mehr ordentlich in diesem Land. Auch nicht die Kindergärten, Grundschulen, Gymnasien, Universitäten. Dafür aber der Gedanke, dass selbst jede noch so dumme Kuh qua Geschlecht, Minderheit, Quote auf jeden Führungs- und Verwaltungsposten kommen können muss. Und es dann vielleicht auch im Störfall wichtiger ist, erst mal gen Osten zu beten. Oder Feierabend zu machen. Oder sich darüber aufzuregen, dass irgendeine Anzeige nicht gegendert ist. Oder man ja nicht wissen kann, was alle diese Warnlampen bedeuten. Und man dafür dann sowieso eine externe Unternehmensberatung beauftragt. So eine Arbeitsmoral wie man sie auf diesen Frauen-in-der-IT-Videos aus Amerika kennt, wo man nur Luxuskantine, Kuchen, Kaffeeklatsch und Wellness sieht, aber keine Arbeit.

Wir sind nicht mehr das Land, das Kernkraftwerke betreiben kann. Wir sind zu blöd, zu dumm, zu faul, zu bequem, zu divers, zu queer, zu verwöhnt, um überhaupt noch irgendeinen Job dieser Art hinzukriegen. Man kann ein Kernkraftwerk nicht mit Idioten betreiben, die sich damit vorstellen, mit welchem Pronomen sie anzusprechen wären.

Und genau das habe ich ja schon allgemein als Niedergang der IT beobachtet und beschrieben. Immer mehr Leute, die nichts können und nur noch in die Firma kommen, um irgendeinen Streit vom Zaun zu brechen, irgendwen zu beschuldigen, sich über irgendwas zu beschweren, sich für unterdrückt halten, aber nichts können und nichts arbeiten, und dann per Quote die Führungsposten beanspruchen und sich durchsetzen, indem sie willkürlich Leute falsch beschuldigen. Ich habe sowas ja auch selbst mit angesehen, mit erlebt. Ich hatte ja den Fall in einer Firma, in der eine Feministin in Leitungsposition einen Kollegen angewiesen hatte, wegen meines Sicherheitskonzeptes Streit mit mir vom Zaun zu brechen, der dann sogar laut wurde, und am Ende kam heraus, dass es gar nicht um das Konzept ging, sondern ihr mein Blog nicht passte. Finanzamt dasselbe: Die haben mich auch jahrelang gepiesackt, ohne irgendeinen Grund oder eine Handhabe, und in der Akte fanden sich dann Ausdrucke aus meinem Blog, und vor dem Finanzgericht sind sie dann abgeschmiert. Oder die durchgeknallte Richterin am Amtsgericht.

Ich kann mir nicht mehr vorstellen, in so einer Firmen-, Behörden- oder Gerichtsumgebung noch ein Kernkraftwerk vernünftig zu betreiben. Wir sind ja nicht mal mehr der Schatten dessen, was wir vor 20 Jahren noch waren.

Nicht Kernkraft ist unsicher, aber wir sind unsicher. Nicht die Brennstäbe sind das Problem, sondern die strahlenden und verstrahlten Idioten, aus denen wir längst bestehen. Wenn ich alleine daran denke, was für ein inhaltlicher und vor allem personeller Schwachsinn da gerade allein schon bei der Lagerung von Atommüll stattfindet, was für unfähige Leute da per Quote reingehievt werden, wie sachunkundig das abläuft, und mir vorstelle, Idioten der selben Kategorie kämen per Diversität in die aktive Kernkraft – nicht auszumalen.

Und deshalb ist es vielleicht doch gut, dass wir die Dinger abschalten, solange wir noch wissen, wie das geht, bevor überall diese Kevin Kühnerts, Emilia Festers und Helge Lindhs die Führung übernommen haben. Denen würde ich nicht mal eine Wasserbombe anvertrauen – und damit meine ich nicht die militärischen Sprengkörper, sondern die wassergefüllten kleinen Luftballons.

Man muss sich das klarmachen, dass das mit den Windrädern zwar physikalisch eine dumme Idee ist, wir inzwischen für Kernkraftwerke gesellschaftlich zu blöd sind, und Windräder immerhin den Vorteil haben, dass nach derzeitigem Wissen nicht viel mehr passiert, als dass sie brennen, um- oder runterfallen. Man braucht keinen Geigerzähler, etwas Abstand reicht. (Aber was, wenn die per Domino-Effekt alle umfallen?)

Und ich habe inzwischen den Verdacht, dass das auch die Motivation der Bundesregierung ist, die Kernkraft gerade gegen alle Vernunft und trotz Energiekrise abzuschalten. Weil die ja wissen, wie es um unsere Verblödung steht und dann der richtig große Verblödungsschub uns erst noch bevor steht. Die Übernahme des Landes durch Migranten. Ich glaube, es geht hier gezielt um Krisenvorbereitung. Denn alle anderen Fabriken gehen mehr oder weniger nur kaputt, wenn man sie Idioten überlässt. Oder gehen einfach aus, wenn man den Strom abschaltet. Die großen Metallwerke sind dann zwar kaputt und nicht mehr zu gebrauchen, aber dann stehen sie halt als Ruine rum und sonst nichts. Chemie ist schon problematischer.

Aber Kernkraft ist ein Problem. Die kann man Idioten nicht anvertrauen und nicht überlassen. Und die sind auch im Kriegsfall (vgl. Ukraine) ein ernstes Problem. Denn man kann die Dinger nicht aus der Ferne neutralisieren, indem man ihnen den Strom abstellt, oder darauf hoffen, dass die beim großen Stromausfall von selbst ausgehen.

Und dazu kommt, dass womöglich auch Bürger- und Übernahmekriege bevor stehen. Islamisierung und so, gibt ja schon Stadtteile, in die sich Polizei und Feuerwehr nicht mehr so trauen. Wenn Terroristen, Islamisten usw. ein Kernkraftwerk übernehmen, können Sie da richtig Unfug anstellen. Mit einem besetzen Windrad kann man nicht viel mehr machen als es anzuzünden, zu fällen oder sowas.

Bei Windrädern ist der Schaden auch unter der Frauenquote begrenzt und überschaubar.

Ich hege den Verdacht, dass die Grünen das wissen, dass die von ihnen angestrebte und gebaute Gesellschaft nicht mehr in der Lage sein wird, Kernkraftwerke zu betreiben, und die Dinger gerade vor ihrem eigenen Dummheitskult in Sicherheit bringen. Wir werden gerade umgebaut, um unsere Infrastruktur auf eine Dummenflut vorzubereiten.

Wenn man über die Autobahn nach Neckarwestheim fährt, und das muss man praktisch, fährt man von der A6 ab und kommt in Heilbronn an einem Kohleheizkraftwerk vorbei. Und das hat auch so einen großen Kühlturm (Neckarwestheim übrigens nicht, das sieht man kaum, das sieht nicht nach Kernkraftwerk aus.) Es gab schon Kernkraftgegner, die gegen Neckarwestheim demonstrieren wollten und die verwechselten, vor dem Heizkraftwerk demonstrierten, weil da ein Kühlturm steht.

Man erzählte mir damals, dass man herausgefunden habe, dass immer dann, wenn man Atommüll in einem „Castor“ transportiere (das mussten die immer ankündigen), jede Menge Demos stattfinden, die Leute gegen „Castor-Transporte“ demonstrieren, die Grünen durchdrehen und eine Riesen-Protesteveranstaltung draus machen. Die berühmt-berüchtigten Castor-Transporte. Castor ist aber nur ein Markennahme wie Uhu oder Tempo. Ein Konkurrenzhersteller hat seinem funktionsgleichen Behälter wohlweislich irgendeinen schrägen Namen wie „X234z1QR” gegeben. Und da kam nie jemand. Deshalb hat man manchmal Castor-Behälter eingesetzt und die nur mit kontaminierten Kitteln und dreckigen Socken gefüllt, damit die was zu demonstrieren und zu blockieren haben und nichts passiert, wenn da was schief geht. Und immer, wenn man richtig ernste Sachen transportiert hat, den „X234z1QR” genommen, weil dann keiner kommt und der ungestört durchgeht.

Das Kraftwerk Neckarwestheim liegt in einer Senke, in einer Art Schlucht. Man sieht es von außen kaum, und wenn man über den Eingang und den dreieckigen Gang, die „Toblerone“ in das Gebäude geht, kommt man nicht, wie bei normalen Gebäuden, unten im untersten Geschoss, sondern oben im Gebäude an, weil es nach unten geht. Deshalb hat Neckarwestheim nicht die üblichen Kühltürme, weshalb viele Demonstranten das vor GPS auch nicht fanden und lieber vor dem Heizkraftwerk in Heilbronn demonstriert haben. Und Greenpeace hat Probleme, da ihre Parolen dranzubeamen, weil da nichts ist. Stattdessen hat der eine Block Fallkühler, die aussehen wie eine Reihe Kleiderschränke, und der andere so einen plattgedrückten Kühlturm, der aussieht wie ein gelandetes Ufo, und den man in den letzten Tagen einige Male in den Nachrichten sah. Dem fehlt es deutlich am Kamineffekt, was bei manchen Wetterlagen problematisch ist. Normalerweise kommt aus einem Kühlturm oben Wasserdampf vom Kühlwasser raus, das durch den Kamineffekt auch ein Loch in die Wolken am Himmel schießen kann sieht man gut, wenn man mal in einem normalen Kühlturm innen drin steht und nach oben guckt). Bei bestimmten Wetterlagen kommt es deshalb vor, dass der Dampf nicht nach oben wegzieht, sondern am Boden bleibt und das ganze Kraftwerk in eine Wolke hüllt. Völlig harmlos, macht gar nichts. Nur feuchte Luft. Weil daber das Kraftwerk selbst ständig ausgeleuchtet sein muss und die da irgendwelche Straßenleuchten mit so einem rosa Farbton hatten, und das Licht die Wolke illuminierte, sah das dann aus der Entfernung aus, als würde das ganze Kraftwerk so gruselig rosa leuchten, als wäre alles radioaktiv wie bei den Simpsons. Und dann gingen immer massenhaft Notrufe bei Polizei und Feuerwehr ein, weil unzählige Nichtansässige (die das kannten) meinten, das ganze Kraftwerk sei so verstrahlt, dass es im Dunkeln leuchte.

Vor dem Kernkraftwerk in Philippsburg gibt es eine große Wiese. Deshalb war das bei Kernkraftgegnern sehr beliebt, weil leicht von der Autobahn zu erreichen und wunderbar für Protestcamps, die haben da gezeltet. Und da passierte es immer wieder, dass die Protestler mit ihren Geigerzählern eine deutliche erhöhte Radioaktivität maßen und Alarm schlugen. Weil sie nicht wussten, dass Kernkraftwerke sowieso jede Menge Messsonden haben und das natürlich sofort bemerkten, in Neckarwestheim wird beispielsweise auch großflächig die Wasserqualität des Neckars einschließlich der Temperatur penibel überwacht, da muss alles protokolliert und nachgewiesen werden, was schon allein zeigt, wie wenig Ahnung diese Leute haben. Und dann rückte immer der Messtrupp aus, weil die das müssen, und wies immer dasselbe nach: Nämlich dass die gemessene Radioaktivität nicht aus dem Kraftwerk, sondern vom Thorium der Glühstrümpfe in den Campinggaslaternen stammte, die die Kernkraftgegner selbst mitbrachten. Dieselbe Strahlung, die sie eben noch für tödlich hielten, störte sie nicht mehr, wenn es ihre eigene war.

Im Besucherzentrum in Philippsburg gab es eine Nebelkammer. So ein Kasten, der ionisierende Teilchen nachweist. Und da erlauben sie sich immer den Spaß, von Besuchergruppen, vor allem den Protestlern, mal einen Raucher in die Kammer blasen zu lassen, auch wenn er gerade nicht raucht. Um nachzuweisen, dass die Radioaktivität, die er vom Rauchen in der Lunge hat, weil Tabak das anreichert, sogar auf dem Gelände des Kraftwerks in der Nachbarschaft des Reaktors um ein Vielfaches höher ist als das, was aus dem Reaktor kommt. Trotzdem demonstrieren die Leute erbittert gegen das Kraftwerk und rauchen weiter.

Und das war der Stand der Dummheit vor 20 Jahren, als ich da noch aktiv war und wir insgesamt noch eine Bildungsrepublik waren.

Heute ist unsere Dummheit um ein Vielfaches gewachsen, haben wir die Dummheit zum Kult, zum Ideal gemacht und ihr mit Quoten zum Sieg verholfen.

Heute sitzen die Dummen von damals und die noch Dümmeren von heute in der Regierung, sowohl in Baden-Württemberg, als auch im Bund und auf EU-Ebene.

Deshalb ist es doch gut, dass wir unter der Herrschaft dieser Dummen keine Kernkraftwerke mehr haben. Da ist der Blackout einfach das geringere Übel.

Denn das Problem ist nicht die Kernkraft. Das Problem sind die Dummen. Das Problem sind wir selbst. Denn wir machen uns gerade zu einer Dummengesellschaft. Und da haben wir die Dinger vielleicht gerade noch rechtzeitig abgeschaltet.