Ansichten eines Informatikers

Der hybride dritte Weltkrieg

Hadmut
7.1.2023 18:53

Sichtweisen eines Russen.

Die WELT hat ein Interview mit dem Putin-Kritiker Michail Schischkin, der in der Schweiz lebt.

Ich finde es interessant, aber eine Stelle ist mir besonders aufgefallen:

WELT: Würde das nicht den dritten Weltkrieg auslösen?

Schischkin: Wir befinden uns schon seit Langem im dritten Weltkrieg, seit 2014, und die westlichen Politiker haben das einfach nicht wahrhaben wollen. Das Putin-Regime führt schon seit Jahren einen „hybriden“ Krieg gegen die Welt, indem es westliche Politiker korrumpiert, Europa vom russischen Gas und Öl abhängig gemacht und durch Geldlieferungen auch noch die links- und rechts-radikalen Parteien unterstützt hat. Doch die Bevölkerung der demokratischen Länder wollten das nicht glauben, man wollte Frieden, Arbeitsplätze und schöne Ferien. Vor dem Zweiten Weltkrieg wollten die westlichen Politiker auch nur Frieden mit Hitler. Doch der Preis, den sie dafür zahlten, war ein Weltkrieg.

Westliche Politiker korrumpiert, Europa vom russischen Gas und Öl abhängig gemacht, und durch Geldlieferungen auch noch die links- und rechts-radikalen Parteien unterstützt.

Davon oder dazu wüsste ich gerne mehr.

War es nicht Angela Merkel, die uns auf russisch Gas bügelte?

Mir geht da immer noch die Szene mit den Hunden durch den Kopf, als Merkel dort auf Staatsbesuch war und Putin in dem Wissen, dass Merkel Angst vor Hunden hat, ihr einen vor die Füße gesetzt hat. Steckte da mehr dahinter? War Merkel durch Putin erpressbar?

Dass mit dem rechtsradikalen Parteienspektrum irgendwas nicht ganz geradeaus in Sachen Russland ist, war mir ja schon aufgefallen, weil ich seit dem Ukraine-Krieg stoßweise Zuschriften bekam, die mir erklärten, was für ein weiser schlauer Mensch Putin, was für Liebenswürdigkeiten die Russen und wie notwendig und berechtigt die Aktion in der Ukraine war. Manche beschimpften mich auch dafür, das nicht einzusehen. Putin kenne ich jetzt nicht persönlich, und ich hatte bisher nicht mit vielen Russen zu tun, aber von denen, mit denen ich zu tun hat, war die überwiegende Mehrzahl ganz sicher nicht liebenswürdig. Ich hatte mal geschrieben, dass mir Russen als sehr arrogant und herablassend aufgefallen waren und sich für was besseres und über anderen stehend gehalten hatten, was mir einige Leser auch bestätigten, was aber eben auch diese Situation, andere Länder mit solchen Methoden steuern und beeinflussen zu wollen, erklären könnte. Jedenfalls war mir aufgefallen, mit welcher Intensität mich manche Leute beeinflussen wollten, bezügliches des Ukraine-Kriegs pro-Putin oder pro-russisch zu schreiben. Und ich kann an diesem Krieg wirklich einfach gar nichts finden, was irgendwie pro Russland spräche. Das war in der Entscheidung, in der Zielsetzung, in der Einschätzung, in der Kommunikation und Darstellung, in der Durchführung wohl einer der dümmsten Kriege, die je geführt wurden.

Mich würde aber auch interessieren, welche linksradikalen Parteien da mit welchem Ziel finanziert wurden.

Könnten das die Grünen sein?

Könnte es sein, dass die Abschaltung von Kohle- und Atomkraftwerken Teil der russischen hybriden Kriegführung war, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu festigen? Und dass die Sprengung von Nord Stream 2 genau damit zusammenhing, den Zweck hatte, diesen Plan zu durchkreuzen? Ich finde es auffällig, dass seit der Sprengung darüber kaum ein Wort verloren wird. Als sei dies mit Einverständnis oder sogar auf Wunsch der deutschen Regierung passiert.

Auffällig ist doch, dass wir hier regelrecht deindustrialisiert werden. Teil eines Kriegs gegen den Westen?

Beruht der ganze Woke-Zirkus auf einem Angriffskrieg?

Ich hatte ja schon die Überlegung geknetet, ob die Migration Teil eines Krieges gegen Deutschland, den Westen, Europa ist. Es war doch auffällig, dass verblüffend viele Leute nicht wussten, warum, aber unbedingt nach Deutschland wollten und sogar Ausdrucke und Plakate von Merkel bei sich hatten. Damals wurden ja einige Linksextreme in den Flüchtlingslagern gesichtet.

Wäre es also denkbar, dass das auch ein Teil eines Kriegs Putins gegen den Westen ist?

Oder anders gefragt: Besteht ein Zusammenhang zwischen Merkels Versagen in der Migrationswelle 2015 und dem Hund bei Putin?

Es gab ja schon die Überlegung, ob Merkel nach der Wende von der Nachwende-Stasi bei der CDU implantiert wurde. Putin war ja KGB-Offizier in Dresden und spricht gut deutsch, kennt Deutschland, zumindest die DDR. 1999 tritt Jelzin zurück und übergibt die Macht an Putin. Putin war also zwischen 1989 und 1999 ganz sicher nicht untätig, sondern hat sich vom kleinen KGB-Provinzoffizier zum mächtigsten Mann hochgearbeitet und mit Sicherheit hatte der auch Kontakte zur Stasi, war ja quasi deren Vorgesetzter. Genau in der Zeit machte Merkel Karriere und wurde Ministerin.

Das ist eine interessante Frage, ob der Ukraine-Krieg eigentlich 1989 in Dresden angefangen hat.

Und ob alles das, was unser Land so kaputt macht, Teil einer feindlichen Einwirkung ist. Ob unsere Industrie und unsere Existenz als Land systematisch zerstört werden. Gut, dass das so ist, da bin ich mir sicher, die Frage ist aber, wer dahinter steckt. Und da komme ich nun wieder darauf, dass ich ja schon beschrieben hatte, dass die Chinesen womöglich Einfluss auf die USA nehmen und in sehr seltsamer Weise schon Militärstützpunkte in Kanada haben.

Könnte es also sein, dass China und Russland so etwas wie stille hybrid-Kriegsverbündete sind und die so eine Arbeitsteilung haben, China kümmert sich um die USA und Russland um Europa? Wo es vordergründig vielleicht nicht ganz so reinpasst, dass es ja Behauptungen gibt, die Russen hätten die Präsidentenwahl in den USA gesteuert, aber wenn die das mit der Aufgabenteilung nicht ganz so strikt sehen…

WELT: Ist es vorstellbar, dass Putin selbst zurücktritt? Dass er in den Ruhestand geht?

Schischkin: Nein, nie, Diktatoren gehen nicht in den Ruhestand. Für ihn gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: Er stirbt eines natürlichen Todes, was ja jedem passieren kann. Zweitens: Jemand bringt ihn um, was wiederum nur jemand aus seinem engsten Umkreis tun könnte. Und drittens: Er flüchtet in die Zentralafrikanische Republik, wo er in den letzten Jahren bereits alles vorbereitet hat. Die Söldnertruppe Wagner hat das dortige Regime gerettet und gekauft, das Land gehört de facto Putin. Dort gibt es eine Residenz, einen Bunker, eine Menge Geld und alles, was er braucht.

Interessanter Punkt.

Vermutlich dürfte es sogar die Zustimmung des Westens und der USA finden, wenn Putin von der Bildfläche verschwindet und sich in Zentralafrika darüber freut, dass er noch lebt.

Interessanter ist es aber, wenn das größte Flächenland der Welt, Russland, so, wie Schischkin das vermutet, politisch einstürzt.